Rückkehr wohl kein Thema

BVB-Stürmer Haller: Ausleihe bisher ein Desaster, Zukunft unklar

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Für den BVB entwickelt sich die Ausleihe von Sébastien Haller zum Fiasko. Ein Abbruch wird erwogen, eine Zukunft in Dortmund scheint unwahrscheinlich.

Dortmund – Borussia Dortmund eröffnet das Fußballjahr 2025 in der Bundesliga am Freitagabend mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Mit Transfers ist bei den Schwarzgelben im Vorfeld nicht zwingend zu rechnen. Zwar hat Sportdirektor Sebastian Kehl die Gerüchte um das Interesse von Aston Villa an Donyell Malen indirekt bestätigt, jedoch liegen die Klubs bei den Ablösevorstellungen wohl noch deutlich auseinander.

Ohne Einnahmen für den Niederländer, dessen Qualitäten ebenso unbestritten sind wie seine mangelnde Konstanz und ein latenter Hang zum Eigenbrödlertum, sind beim BVB die Mittel für Zugänge arg begrenzt. Theoretisch bestünde der einfachste Weg, den Kader zu erweitern, darin, einen Spieler von einer Ausleihe zurückzubeordern. Die sportliche Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme hätte im Falle von Sébastien Haller allerdings infrage gestanden.

Rückkehr von BVB-Stürmer Haller zum FC Utrecht scheint kaum realistisch

Der Ivorer wurde im Sommer recht überraschend an den spanischen Erstligisten CD Leganés verliehen, kommt dort aber bisher überhaupt nicht zurecht. Haller stand erst neunmal für den Klub auf dem Platz, war an keinem Treffer beteiligt. Kein großes Wunder ist bei diesen Vorzeichen, dass zuletzt über einen Abbruch der Leihe spekuliert wurde.

Niederländische Medien brachten eine Rückkehr von Haller zum FC Utrecht ins Gespräch, beim Eredivisie-Klub war der 30-Jährige zwischen 2015 und 2017 sehr erfolgreich, ehe er zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga wechselte. Allerdings kann Utrecht das hohe Gehalt von Haller selbst anteilig kaum bestreiten. Deshalb ist zumindest zweifelhaft, ob es zu diesem Deal kommt.

Sébastien Haller hat beim BVB wohl keine Zukunft mehr.

BVB-Verantwortliche sollen nicht mehr an Sébastien Haller glauben

Wie die Ruhr Nachrichten indes melden, ist ein Abbruch der Leihe nach Spanien für den BVB bei Haller nur dann denkbar, wenn im Gegenzug ein neuer Abnehmer gefunden wird. Eine Rückkehr nach Dortmund sei ausgeschlossen, weil der Stürmer bei Trainer Nuri Şahin keine Rolle in den Planungen spiele. Mehr noch: Die Verantwortlichen sollen überhaupt nicht mehr daran glauben, dass Haller beim BVB noch mal einen Mehrwert darstellen kann.

2022 war Haller als designierter Nachfolger von Erling Haaland zum BVB gewechselt. Eine Hodenkrebsdiagnose brachte jedoch noch vor dem Pflichtspieldebüt einen deutlichen Karriereknick mit sich. Zwar überzeugte der Nationalspieler nach seinem Comeback und schoss den BVB fast zur Meisterschaft, anschließend fiel er aber in ein Leistungsloch und wies nachvollziehbare, aber nicht wegzudiskutierende Fitnessprobleme auf.

Trainer deutet neue Hoffnung für Haller bei CD Leganés an

Haller steht noch bis 2026 in Dortmund unter Vertrag, kassiert dabei dem Vernehmen nach rund 9 Millionen Euro pro Saison. Schon die Leihe nach Leganés subventioniert der BVB mit der Übernahme von mehr als 50 Prozent des Salärs. Die Hoffnung lautete dabei, dass Haller in Spanien wieder auf die Beine kommt und sich für andere Klubs interessant macht. Im Sommer hätte die endgültige Trennung in Form eines Vereinswechsels folgen sollen.

Nun zeichnet sich eher ab, dass sich die Parteien auf eine Vertragsauflösung einigen müssten, die den BVB teures Geld kosten würde. Oder gibt es doch noch Hoffnung darauf, dass Haller in Spanien auf sich aufmerksam machen kann? Leganés-Trainer Borja Jiménez ließ dieser Tage zumindest aufhorchen.

„Wir müssen mehr aus ihm herausholen. Seine beste Version würde uns sehr viel bringen. Er trainiert sehr gut, wir sehen ihn dynamischer, und das ist das Positivste“, sagte Jiménez vor einem Pokalspiel am Sonntagabend beim Zweitligisten FC Cartagena zu Haller.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

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