Nächster Neuzugang aus der Premier League

BVB-Transfer von Stürmer Fábio Silva spaltet gehörig die Gemüter

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Der BVB macht einen Transfer-Dreierpack mit Fábio Silva perfekt. Der Portugiese wird von Fans mit Skepsis beäugt. In England scheiterte er grandios.

Update vom 29. August, 16.45 Uhr: Borussia Dortmund hat die Verpflichtung von Fábio Silva am Freitagnachmittag offiziell bekannt gegeben. „Es war unser Ziel, das Team auch im Sturmzentrum breiter aufzustellen, um möglichst unberechenbar und für alle Situationen in drei Wettbewerben bestmöglich gewappnet zu sein“, erklärt Sportchef Lars Ricken.

„Wir haben viel Geduld benötigt, um unsere Vorstellungen durchzusetzen und sind nun froh, in Fábio Silva einen Spieler mit großem Potenzial verpflichtet zu haben“, so Ricken weiter. Sportdirektor Sebastian Kehl nennt den Portugiesen einen „fußballerisch und menschlich gereiften und trotzdem immer noch jungen, entwicklungsfähigen Spieler“.

„Bei einem Verein wie Borussia Dortmund zu unterschreiben, ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Silva selbst. „Ich kenne den BVB als leidenschaftlichen Verein mit unglaublichen Fans. Jetzt selbst Teil davon zu sein, erfüllt mich mit Stolz und großer Vorfreude.“ Der Angreifer wird beim BVB die Rückennummer 21 tragen. Ob er schon am Sonntag gegen Union Berlin im Kader steht, bleibt zunächst unklar.

Erstmeldung: Dortmund – Der Name Fábio Silva lässt viele Anhänger von Borussia Dortmund die Stirn runzeln. Bis zu 26,5 Millionen Euro Ablöse für einen Stürmer, der in der Premier League grandios scheiterte? Während der BVB in anderen Bereichen dringend Verstärkung bräuchte, investiert der Verein eine beträchtliche Summe in einen 23-Jährigen mit einer bisher äußerst wechselhaften Karriere. Die Skepsis ist groß.

Stürmer Fábio Silva wechselt für bis zu 26,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund.

In sozialen Medien und Foren äußern sich BVB-Fans kritisch über die Prioritätensetzung. Andere Baustellen scheinen aktuell relevanter, als einen vierten Angreifer zu verpflichten. Dortmund verfügt aktuell zum Beispiel über nicht einen einzigen gestandenen Flügelspieler. Das Kreativloch im Mittelfeld mit dem verletzungsanfälligen Carney Chukwuemeka zu füllen, überzeugt auch nicht jeden Fan.

BVB-Transfer Silva: Vom Wunderkind zum Millionen-Grab

Fábio Silvas Geschichte beginnt dabei wie ein Märchen und entwickelt sich phasenweise zu einem Albtraum. Als 17-Jähriger brach er beim FC Porto einen Rekord nach dem anderen. Er wurde zum jüngsten Ligaspieler der Vereinsgeschichte, jüngsten Europacup-Debütanten und erzielte als jüngster Torschütze in der Klubhistorie seine ersten Treffer.

Diese Erfolge rechtfertigten scheinbar die 40 Millionen Euro, die Wolverhampton Wanderers 2020 für den Teenager auf den Tisch legten. Doch schon damals gab es Warnsignale. Silva fühlte sich zum Wechsel „gedrängt“ und wusste selbst, dass er für die Premier League noch nicht bereit war. Man habe ihm jedoch angedeutet, bei einer Absage nicht mehr für Portos erste Mannschaft spielen zu dürfen.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.  © Max Maiwald/DeFodi.de
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.  © IMAGO/David Inderlied
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.  © Anke Waelischmiller/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.  © IMAGO/www.imagephotoagency.it
Und zwar in die Fußstapfen von seinem größeren Bruder Jude Bellingham, für den der BVB 2020 30,15 Mio. Euro locker machte. Nach drei Jahren in schwarz-gelb zog Bellingham gegen eine Ablöse von 113 Mio. Euro zu Real Madrid weiter und zählt längst du den besten Mittelfeldspielern der Welt.
Und zwar in die Fußstapfen von seinem größeren Bruder Jude Bellingham, für den der BVB 2020 30,15 Mio. Euro locker machte. Nach drei Jahren in schwarz-gelb zog Bellingham gegen eine Ablöse von 113 Mio. Euro zu Real Madrid weiter und zählt längst du den besten Mittelfeldspielern der Welt.  © IMAGO/osnapix / Hirnschal
Für 30 Mio. Euro wechselte Karim Adeyemi im Sommer 2022 von RB Salzburg zum BVB. Auch der FC Bayern war an dem gebürtigen Münchner interessiert, zog letztlich aber den Kürzeren.
Für 30 Mio. Euro wechselte Karim Adeyemi im Sommer 2022 von RB Salzburg zum BVB. Auch der FC Bayern war an dem gebürtigen Münchner interessiert, zog letztlich aber den Kürzeren.  © IMAGO/David Inderlied
Als Ersatz für den zu Manchester United gewechselten Jadon Sancho holte der BVB 2021 Donyell Malen für 30 Mio. Euro. Nach dreieinhalb durchwachsenen Jahren in Dortmund hat man den Niederländer im Januar 2025 für 25 Mio. Euro an Aston Villa verkauft.
Als Ersatz für den zu Manchester United gewechselten Jadon Sancho holte der BVB 2021 Donyell Malen für 30 Mio. Euro. Nach dreieinhalb durchwachsenen Jahren in Dortmund hat man den Niederländer im Januar 2025 für 25 Mio. Euro an Aston Villa verkauft. © IMAGO/Sven Leifer
Als absoluter Wunschspieler vom damaligen BVB-Trainer Thomas Tuchel kam André Schürrle 2016 für 30 Mio. Euro zur Borussia. Nach vier Jahren beim BVB, von denen der Weltmeister zwei Jahre lang verliehen war, beendete Schürrle 2020 schließlich im Alter von 30 Jahren seine Karriere.
Als absoluter Wunschspieler vom damaligen BVB-Trainer Thomas Tuchel kam André Schürrle 2016 für 30 Mio. Euro zur Borussia. Nach vier Jahren beim BVB, von denen der Weltmeister zwei Jahre lang verliehen war, beendete Schürrle 2020 schließlich im Alter von 30 Jahren seine Karriere.  © imago sportfotodienst
Begleitet von viel Kritik wegen eines umstrittenen Instagram-Beitrags zahlte der BVB 2023 30 Mio. Euro für Felix Nmecha an den VfL Wolfsburg. In seiner ersten Saison hatte der deutsche Nationalspieler mit viel Verletzungspech zu kämpfen, inzwischen ist er gesetzt.
Begleitet von viel Kritik wegen eines umstrittenen Instagram-Beitrags zahlte der BVB 2023 30 Mio. Euro für Felix Nmecha an den VfL Wolfsburg. In seiner ersten Saison hatte der deutsche Nationalspieler mit viel Verletzungspech zu kämpfen, inzwischen ist er gesetzt.  © IMAGO/Madeleine Fantini
Als Reaktion auf den Abgang von Niclas Füllkrug (West Ham United) verpflichtete der BVB im Sommer 2024 Maximilian Beier. Nach einer starken Saison bei der TSG Hoffenheim blechten die Westfalen 28,5 Mio. Euro für den DFB-Stürmer.
Als Reaktion auf den Abgang von Niclas Füllkrug (West Ham United) verpflichtete der BVB im Sommer 2024 Maximilian Beier. Nach einer starken Saison bei der TSG Hoffenheim blechten die Westfalen 28,5 Mio. Euro für den DFB-Stürmer. © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Nur ein Jahr war Abdou Diallo in schwarz-gelb unterwegs. Für 28 Mio. Euro holte der BVB den Franzosen 2018 vom FSV Mainz 05, um ihn nach einer ordentlichen Saison mit vier Mio. Euro Profit an Paris Saint-Germain zu verkaufen.
Nur ein Jahr war Abdou Diallo in schwarz-gelb unterwegs. Für 28 Mio. Euro holte der BVB den Franzosen 2018 vom FSV Mainz 05, um ihn nach einer ordentlichen Saison mit vier Mio. Euro Profit an Paris Saint-Germain zu verkaufen.  © CB via www.imago-images.de
Die Zeit von Henrikh Mkhitaryan beim BVB war alles andere als einfach. Für 27,5 Mio. Euro kam der Armenier 2013 zum damaligen Champions-League-Finalisten. Nach einer starken Debütsaison (23 Torbeteiligungen) folgte eine durchwachsene zweite Spielzeit. In seiner dritten und letzten Saison beim BVB gelang dann endgültig der Durchbruch – 55 Scorer in 52 Partien verschafften ihm einen 42 Mio. Euro teuren Transfer zu Manchester United.
Die Zeit von Henrikh Mkhitaryan beim BVB war alles andere als einfach. Für 27,5 Mio. Euro kam der Armenier 2013 zum damaligen Champions-League-Finalisten. Nach einer starken Debütsaison (23 Torbeteiligungen) folgte eine durchwachsene zweite Spielzeit. In seiner dritten und letzten Saison beim BVB gelang dann endgültig der Durchbruch – 55 Scorer in 52 Partien verschafften ihm einen 42 Mio. Euro teuren Transfer zu Manchester United. © imago sportfotodienst
Platz 13 der teuersten BVB-Zugänge aller Zeiten ist Thorgan Hazard. 25,5 Mio. Euro zahlte man 2019 an Borussia Mönchengladbach. 2023 hat der Bruder von Ex-Real-Star Eden Hazard den BVB nach einer halbjährigen Leihe an die PSV Eindhoven endgültig in Richtung RSC Anderlecht verlassen.
Platz 13 der teuersten BVB-Zugänge aller Zeiten ist Thorgan Hazard. 25,5 Mio. Euro zahlte man 2019 an Borussia Mönchengladbach. 2023 hat der Bruder von Ex-Real-Star Eden Hazard den BVB nach einer halbjährigen Leihe an die PSV Eindhoven endgültig in Richtung RSC Anderlecht verlassen.  © IMAGO/Shaina Benhiyoun/SPP
Weitaus weniger erfolgreich als die bisherigen 13 Transfers des BVB war die Verpflichtung von Nico Schulz. Im selben Sommer wie Hazard kam der Linksverteidiger für 25,5 Mio. Euro von der TSG Hoffenheim nach Dortmund. Nach vier enttäuschenden Saisons und einem Gerichtsverfahren wegen eines Missbrauchsvorwurfs von seiner ehemaligen Partnerin wurde Schulz‘ Vertrag 2023 schließlich einvernehmlich aufgelöst.
Weitaus weniger erfolgreich als die bisherigen 13 Transfers des BVB war die Verpflichtung von Nico Schulz. Im selben Sommer wie Hazard kam der Linksverteidiger für 25,5 Mio. Euro von der TSG Hoffenheim nach Dortmund. Nach vier enttäuschenden Saisons und einem Gerichtsverfahren wegen eines Missbrauchsvorwurfs von seiner ehemaligen Partnerin wurde Schulz‘ Vertrag 2023 schließlich einvernehmlich aufgelöst.  © IMAGO/Revierfoto
Der einzige in der Liste, der vor 2013 verpflichtet wurde, ist Marcio Amoroso. Im Sommer 2001 zahlte der BVB die damals irrsinnige Ablöse in Höhe von 25,5 Mio. Euro für den Stürmer. Sportlich zahlte sich die Verpflichtung voll aus: In 89 Partien schoss der Brasilianer 43 Tore und legte 13 Treffer vor. In drei Jahren beim BVB wurde Amoroso einmal Torschützenkönig und gewann die deutsche Meisterschaft.
Der einzige in der Liste, der vor 2013 verpflichtet wurde, ist Marcio Amoroso. Im Sommer 2001 zahlte der BVB die damals irrsinnige Ablöse in Höhe von 25,5 Mio. Euro für den Stürmer. Sportlich zahlte sich die Verpflichtung voll aus: In 89 Partien schoss der Brasilianer 43 Tore und legte 13 Treffer vor. In drei Jahren beim BVB wurde Amoroso einmal Torschützenkönig und gewann die deutsche Meisterschaft.  © Imago / MIS
Inzwischen ist Julian Brandt der dienstälteste BVB-Profi, dennoch ist er bei den Fans höchst umstritten. 25 Mio. Euro ließ sich Dortmund 2019 die Dienste des Mittelfeldspielers kosten. Sechs Jahre später ist er Vize-Kapitän.
Inzwischen ist Julian Brandt der dienstälteste BVB-Profi, dennoch ist er bei den Fans höchst umstritten. 25 Mio. Euro ließ sich Dortmund 2019 die Dienste des Mittelfeldspielers kosten. Sechs Jahre später ist er Vize-Kapitän.  © IMAGO/Brett Davis
Was für Julian Brandt gilt, gilt in gleicher Weise für Emre Can. Der DFB-Star kam 2020 als Leader für 25 Mio. Euro von Juventus Turin zum BVB und ist mittlerweile im zweiten Jahr Kapitän. Dennoch ist im BVB-Umfeld nicht jeder mit dem gebürtigen Frankfurter zufrieden.
Was für Julian Brandt gilt, gilt in gleicher Weise für Emre Can. Der DFB-Star kam 2020 als Leader für 25 Mio. Euro von Juventus Turin zum BVB und ist mittlerweile im zweiten Jahr Kapitän. Dennoch ist im BVB-Umfeld nicht jeder mit dem gebürtigen Frankfurter zufrieden.  © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
Bei weitem nicht so lange im Verein wie Can oder Brandt blieb Andriy Yarmolenko. 2017 kam der Ukrainer für 25 Mio. Euro aus seiner Heimat, nur um zwölf Torbeteiligungen und ein Jahr später mit einem Verlust von fünf Mio. Euro an West Ham United verkauft zu werden.
Bei weitem nicht so lange im Verein wie Can oder Brandt blieb Andriy Yarmolenko. 2017 kam der Ukrainer für 25 Mio. Euro aus seiner Heimat, nur um zwölf Torbeteiligungen und ein Jahr später mit einem Verlust von fünf Mio. Euro an West Ham United verkauft zu werden.  © Thomas Bielefeld
Erst im Sommer 2024 ist Waldemar Anton zum BVB dazugestoßen. Dank einer Klausel mussten die Westfalen „nur“ 22,5 Mio. Euro an den VfB Stuttgart für den deutschen Nationalspieler zahlen.
Erst im Sommer 2024 ist Waldemar Anton zum BVB dazugestoßen. Dank einer Klausel mussten die Westfalen „nur“ 22,5 Mio. Euro an den VfB Stuttgart für den deutschen Nationalspieler zahlen.  © IMAGO/Maximilian Koch
Neben Mats Hummels ist mit Mario Götze ein weiterer BVB-Rückkehrer in der Liste der teuersten Dortmunder Transfers. Nach drei Jahren beim FC Bayern holte der BVB den Weltmeister 2016 für 22 Mio. Euro von den Münchnern zurück in den Ruhrpott.
Neben Mats Hummels ist mit Mario Götze ein weiterer BVB-Rückkehrer in der Liste der teuersten Dortmunder Transfers. Nach drei Jahren beim FC Bayern holte der BVB den Weltmeister 2016 für 22 Mio. Euro von den Münchnern zurück in den Ruhrpott.  © Revierfoto
Manuel Akanji kam 2018 für 21,5 Mio. Euro aus Basel zum BVB und sollte ein Jahr später die großen Fußstapfen von Mats Hummels füllen. Unabhängig davon, ob ihm das gelungen ist, hat der Schweizer Nationalspieler in viereinhalb Jahren beim BVB stark aufgespielt und ist 2022 schließlich zu Manchester City gewechselt. Dort hat er in seiner ersten Saison das Triple gewonnen.
Manuel Akanji kam 2018 für 21,5 Mio. Euro aus Basel zum BVB und sollte ein Jahr später die großen Fußstapfen von Mats Hummels füllen. Unabhängig davon, ob ihm das gelungen ist, hat der Schweizer Nationalspieler in viereinhalb Jahren beim BVB stark aufgespielt und ist 2022 schließlich zu Manchester City gewechselt. Dort hat er in seiner ersten Saison das Triple gewonnen. © Revierfoto via www.imago-images.de
Der 21 Mio. Euro teure Transfer von Paco Alcacer ist wohl eine der größten Erfolgsgeschichten der jüngeren BVB-Vereinshistorie. In nur eineinhalb Jahren beim BVB erzielte Alcacer starke 26 Tore und legte weitere vier Treffer auf. Aufgrund von Fernweh zog es ihn dann wieder nach Spanien, allerdings konnte er nie wieder so erfolgreich knipsen wie im BVB-Trikot.
Der 21 Mio. Euro teure Transfer von Paco Alcacer ist wohl eine der größten Erfolgsgeschichten der jüngeren BVB-Vereinshistorie. In nur eineinhalb Jahren beim BVB erzielte Alcacer starke 26 Tore und legte weitere vier Treffer auf. Aufgrund von Fernweh zog es ihn dann wieder nach Spanien, allerdings konnte er nie wieder so erfolgreich knipsen wie im BVB-Trikot. © Max Maiwald/DeFodi.de
Als 17-Jähriger wechselte Jadon Sancho für eine Ablöse von 20,6 Mio. Euro aus der Jugend von ManCity zum BVB. Rückblickend sollte sich der Transfer aus BVB-Sicht sowohl sportlich als auch finanziell mehr als bezahlt machen. Nach vier Jahren verkaufte man Sancho für 85 Mio. Euro nach England.
Als 17-Jähriger wechselte Jadon Sancho für eine Ablöse von 20,6 Mio. Euro aus der Jugend von ManCity zum BVB. Rückblickend sollte sich der Transfer aus BVB-Sicht sowohl sportlich als auch finanziell mehr als bezahlt machen. Nach vier Jahren verkaufte man Sancho für 85 Mio. Euro nach England.  © Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.de
Er kam, traf wie er wollte und ging wieder. Für 20 Mio. Euro holte der BVB Erling Haaland im Winter 2020 von RB Salzburg nach Dortmund. Seine Bilanz im BVB-Trikot: 86 Tore und 23 Vorlagen in 89 Partien. Nach zweieinhalb Jahren wechselte die norwegische Urgewalt für das Dreifache zu Manchester City.
Er kam, traf wie er wollte und ging wieder. Für 20 Mio. Euro holte der BVB Erling Haaland im Winter 2020 von RB Salzburg nach Dortmund. Seine Bilanz im BVB-Trikot: 86 Tore und 23 Vorlagen in 89 Partien. Nach zweieinhalb Jahren wechselte die norwegische Urgewalt für das Dreifache zu Manchester City.  © Revierfoto via www.imago-images.de
Platz 25 in der Liste der teuersten BVB-Neuzugänge ist Nico Schlotterbeck, für den BVB im Sommer 2022 20 Mio. Euro an den SC Freiburg überwiesen hat. Inzwischen ist der Innenverteidiger fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft und beim BVB einer der wichtigsten Spieler – auch mit Blick in die Zukunft.
Platz 25 in der Liste der teuersten BVB-Neuzugänge ist Nico Schlotterbeck, für den BVB im Sommer 2022 20 Mio. Euro an den SC Freiburg überwiesen hat. Inzwischen ist der Innenverteidiger fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft und beim BVB einer der wichtigsten Spieler – auch mit Blick in die Zukunft. © IMAGO/Revierfoto

Unter diesen Voraussetzungen wurde der Portugiese zum Mega-Flop. In 72 Pflichtspielen für die Wolves gelangen Silva lediglich fünf Tore und sechs Vorlagen. Eine katastrophale Bilanz für einen Spieler, der als Rekordtransfer geholt wurde. Der junge Portugiese wirkte in der körperbetonten Premier League oft überfordert.

Nach dem Debakel in England begann Silvas Wanderschaft durch Europa. Vier Leihgeschäfte in vier verschiedenen Ländern sollten seine Karriere retten. In Belgien bei Anderlecht blühte er erstmals wieder auf: elf Tore in 32 Spielen gaben ihm das Selbstvertrauen zurück. Bei PSV Eindhoven sammelte er weitere Spielpraxis und gewann den niederländischen Pokal.

Die Zeit bei den Rangers in Glasgow wurde zur Charakterprüfung. Sechs Tore in 25 Spielen waren solide, aber nicht überragend. Wichtiger war die taktische Weiterentwicklung: Trainer Philippe Clement setzte ihn oft auf dem linken Flügel ein, was Silva später als prägend bezeichnete. Es habe ihn zu einem „kompletteren“ Spieler gemacht, der nun in allen Offensivpositionen agieren könne.

Den Durchbruch schaffte Silva schließlich in Spanien. Bei UD Las Palmas erzielte er zehn Tore und drei Vorlagen in 24 La-Liga-Spielen – eine beeindruckende Quote für einen Stürmer bei einem späteren Absteiger. Diese Leistung brachte ihm sogar die erste Berufung in Portugals A-Nationalmannschaft ein.

BVB setzt sich bei Silva gegen namhafte Transfer-Konkurrenz durch

Auf dem Markt ist im Anschluss an diese Saison in Spanien ein Wettkampf um Silva entstanden. RB Leipzig, die AS Rom und AC Mailand hatten den Stürmer neben weiteren Interessenten besonders auf dem Wunschzettel markiert. Den Zuschlag hat jetzt Dortmund erhalten. Die Freude hält sich bei den meisten Fans allerdings in engen Grenzen.

Mit Serhou Guirassy steht bereits ein etablierter Torjäger bereit, an dem kein Weg vorbei führt. Maximilian Beier und Karim Adeyemi können ebenfalls als Sturmspitzen agieren. Silva wird wohl als hochwertiger Backup für mehrere Offensiv-Positionen eingeplant – eine teure Lösung für die zweite Reihe, also?

Die Zweifel der Anhänger scheinen auf den ersten Blick berechtigt. Über 20 Millionen Euro Ablöse für einen ehemaligen Premier-League-Flop sind viel Geld, besonders bei den anderen Baustellen im Kader. Doch vielleicht ist genau das die richtige Wette: auf einen Spieler, der durch Rückschläge gereift und inzwischen für den nächsten Karriereschritt bereit ist.

Ob aus dem gescheiterten Wunderkind endlich der Stürmer wird, den die 40-Millionen-Ablöse vor fünf Jahren versprach, muss sich jetzt zeigen. Der BVB baut darauf – auch perspektivisch: Silva unterschreibt einen Vertrag bis 2030, könnte damit in die erste Reihe rücken, wenn Guirassy Dortmund verlassen sollte.

Der Guineer wird im Laufe der Saison 30 Jahre alt und wird mit einiger Wahrscheinlichkeit noch einen letzten großen Vertrag unterschreiben wollen, mutmaßlich in Saudi-Arabien oder England. Sollte Silva zum Sturmführer beim BVB werden, wäre auch seine Ablöse neu zu bewerten. Für einen Stammspieler im Angriff sind bis zu 26,5 Millionen Euro heutzutage eher Peanuts.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Gokhan Taner

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