Vor Auslosung der K.o.-Phase

City, Leverkusen, Arsenal? So verläuft die Route des FC Bayern zum Finale dahoam

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Der FC Bayern hat in der Champions League die Playoffs erreicht. Das angestrebte Ziel ist das Finale dahoam. Wie verläuft die Route in der K.o.-Phase?

München – Das Finale dahoam am Horizont …

Der Weg ins Endspiel der Champions League in der Münchner Allianz Arena am 31. Mai ist lang. Der FC Bayern schaffte es nach dem 3:1-Heimsieg gegen Bratislava zum Abschluss der Liga-Phase nicht in die Top 8 und verpasste damit den direkten Einzug ins Achtelfinale. Die Konsequenz: Die Elf von Trainer Vincent Kompany muss nun den beschwerlichen Weg über die Playoffs gehen, wo der Pep-Hammer droht.

Doch wie sieht der Weg des FC Bayern ins Finale dahoam genau aus? Und auch die anderen verbliebenen deutschen Mannschaften Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund wollen ins Endspiel. Wir geben eine Übersicht zum Turnierbaum.

Champions-League-Auslosung: FC Bayern droht Hammerlos

Während Leverkusen bereits im Achtelfinale steht, müssen Borussia Dortmund und der FC Bayern in die Playoffs, der VfB Stuttgart und RB Leipzig sind raus. Am Freitag (31. Januar) wird in Nyon um 12 Uhr die erste K.-o.-Runde ausgelost.

Es gibt keine weiteren Einschränkungen: Klubs können sowohl auf Teams aus dem gleichen Land treffen als auch auf Mannschaften, gegen die sie bereits in der Vorrunde gespielt haben. 

Der FC Bayern um Trainer Vincent Kompany hat das Finale dahoam in der Champions League noch immer im Blick.

City, Leverkusen, Arsenal? So sieht der Weg des FC Bayern ins Finale dahoam aus

Die komplette K.o.-Phase wird über einen Turnierbaum wie im Tennis ausgetragen. Für die Auslosung werden dabei Pärchen von Teams gebildet, die in der Abschlusstabelle direkt aufeinanderfolgen: So beispielsweise Atalanta Bergamo und Borussia Dortmund als Neunter und Zehnter. Sie können gegen Sporting Lissabon (23.) und den FC Brügge (24.) gelost werden. Bei einem Weiterkommen ginge es für Dortmund im Achtelfinale gegen den OSC Lille oder Aston Villa.

Der FC Bayern (12.) steht in den Playoffs vor einem Duell mit Manchester City (22.) oder Celtic Glasgow (21.). Die internationale Presse spricht zu Bayerns möglichem City-Duell von einem „Horror-Duell mit Giganten“. Sollten sich die Münchner durchsetzen, wären Leverkusen oder Atlético Madrid der nächste Gegner im Achtelfinale.

Bayern gegen Bayer – der neue Hass-Gipfel

 FC Bayern München feiert zum Saisonabschluss auf dem Münchener Marienplatz
Die Saison 1999/2000 hat sich sicherlich in das Gedächtnis der Leverkusener Fans eingeprägt. Damals verspielte Bayer die Meisterschaft am letzten Spieltag gegen Aufsteiger SpVgg Unterhaching (0:2), sodass die Münchener im Klassement doch noch vorbeiziehen konnten. © IMAGO/Ulmer
Christoph Daum und Roland Koch
Fassungslos beim Auswärtsspiel gegen Unterhaching am 20. Mai 2000: Bayer-Cheftrainer Christoph Daum (links) und Co-Trainer Roland Koch. Der Tag gilt als der Inbegriff für den lange gebräuchlichen Begriff „Vizekusen“. © IMAGO / Contrast
Stefan Beinlich (li.) tröstet Michael Ballack nach dessen Eigentor, im Hintergrund Torwart Matysek
Stefan Beinlich (links) tröstet den untröstlichen Michael Ballack nach dessen Eigentor für Bayer am letzten Spieltag gegen Unterhaching und der verspielten Bundesliga-Meisterschaft. © IMAGO/WEREK
Michael Ballack im Bayern-Trikokt
Von wegen Michael Ballack: Der gebürtige Görlitzer spielte erstmals von 1999 bis 2002 bei der Leverkusener Werkself (79 Spiele, 27 Tore), hier feierte er seinen großen Durchbruch, konnte mit dem Team aber lediglich zwei Vize-Meisterschaften gewinnen. Auch im Champions-League-Finale 2002 und im DFB-Pokal-Finale 2002 patzte Bayer. Anschließend wechselte Ballack zum Rivalen nach München (107 Spiele, 44 Tore) und gewann binnen vier Spielzeiten satte drei „Double“ mit dem Rekordmeister. Nach Leverkusen kehrte er nach seinem Aufenthalt in Chelsea 2010 zurück und blieb dort zwei Jahre. © IMAGO/Contrast
Uli Hoeneß und Rudi Völler
Zwei Männer, die symptomatisch als Lautsprecher für ihren Verein stehen: Uli Hoeneß (links), damaliger Bayern-Manager, und Leverkusens früherer Sportdirektor Rudi Völler im TV-Interview am Rande des DFB-Pokal-Viertelfinalspiels (2008/09) zwischen Bayer 04 und dem FC Bayern. Die Werkself gewann das Duell damals spektakulär mit 4:2, scheiterte am Ende im Finale aber gegen Bremen und wurde einmal mehr „nur“ Zweiter. © IMAGO/Ulmer
Manuel Neuer pariert Elfmeter
Auch er gehört zu den Protagonisten der jüngeren Geschichte des „Hass-Gipfels“ zwischen München und Leverkusen: Bayern-Keeper Manuel Neuer, der nicht selten die Träume der Werkself mit starken Leistungen zunichtemachte. So auch im März 2015, als er seinen Farben im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer den Halbfinaleinzug im Elfmeterschießen sicherte. © IMAGO/Team 2
Lewandowski-Torjubel nach Tor gegen Leverkusen
Fakt ist: Spiele zwischen Bayern und Bayer leben nicht selten von einer besonderen Dramaturgie. So auch beispielsweise am 19. Dezember 2020, als Münchens Top-Goalgetter Robert Lewandowski den deutschen Rekordmeister auswärts zum 2:1-Sieg schoss – in der dritten Minute der Nachspielzeit. © IMAGO/Kirchner-Media
Jubel Jeremie FRIMPONG (LEV) nach seinem Tor zum 3:0.
In 45 Bundesliga-Jahren landete die Werkself in der Abschlusstabelle nur vier Mal vor dem FC Bayern. Letztmalig glückte ihr das in der Saison 2023/24, beim Gewinn der deutschen Meisterschaft. Das Rückspiel gegen die Münchener, nach einem 2:2-Remis im Hinspiel, gewann Bayer mit 3:0. Den finalen Treffer bejubelt Torschütze Jeremie Frimpong (Mitte) in dieser Szene. © IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon
Xabi Alonso
Nach der Leverkusener Erfolgssaison 2023/24 stand vor allem er im Fokus: Xabi Alonso. Auch der FC Bayern soll mehr als heiß auf den Bayer-Cheftrainer gewesen sein. Der ließ jedoch jegliche Anwerbeversuche abblitzen und blieb Leverkusen treu. © IMAGO/Hesham Elsherif
Jonathan Tah
Ein weiteres jüngeres Kapitel, das den „Hass-Gipfel“ mit Emotionen und Gesprächsstoff anreicherte: die anvisierte Verpflichtung von Nationalspieler Jonathan Tah durch den FC Bayern. Die Transferverhandlungen schienen schon recht weit fortgeschritten zu sein, Tah wollte angeblich weg von Leverkusen, letztendlich zeigten sich die Bayer-Verantwortlichen mit dem Gebot des Rekordmeisters nicht einverstanden und der Wechsel platzte. Nun will Tah Leverkusen spätestens im Sommer verlassen. Ob zu den Bayern oder zu einem anderen Verein? Man wird es sehen. © IMAGO/Kolvenbach
Carro und Eberl
Leverkusen-Boss Fernando Carro und Bayern-Sportvorstand Max Eberl gerieten nach dem Bayer-Titel im Jahr 2024 aneinander. Oder besser gesagt: Der Bayer-Verantwortliche teilte gen München aus. Bei einer internen Fan-Veranstaltung in Leverkusen bekundete er: „Ich halte von Max Eberl nichts, absolut nichts. Ich würde nicht mit ihm verhandeln.“ Blöd nur: intern blieb diese Aussage natürlich nicht, sondern sorgte beim Rekordmeister für Kopfschütteln. Später kam allerdings auch raus: Die Beziehung beider „Macher“ ist offenbar vorbelastet, was mit dem einstigen Wechsel von Starspieler Florian Wirtz von der Jugend des 1. FC Köln zu Bayer zusammenhängt, wie etwa die Bild berichtete. Eberl, damals in Mönchengladbach tätig, äußerte sich kritisch über den Wechsel, da es eine informelle Vereinbarung zwischen einigen West-Vereinen gab, keine Jugendspieler abzuwerben. Carro hingegen sah Eberls Kommentare als problematisch an, besonders weil Gladbach und auch Bayern Interesse an Wirtz gezeigt hatten. © IMAGO/Julian Meusel / SVEN SIMON
Florian Wirtz
Von wegen Florian Wirtz: Der deutsche Nationalspieler gilt spätestens nach Bayers Erfolgssaison als höchst begehrt. Zu den Interessenten, na klar, sollen auch die Münchener zählen. B04-Boss Fernando Carro will aber freilich nichts verschenken und fordert rund 150 Millionen Euro Ablöse. Einfach will es die Werkself dem Rekordmeister nicht machen, ihren Leistungsträger loszueisen. © IMAGO/pepphoto / Sascha Weiz

FC Bayern im Viertelfinale der Champions League gegen Arsenal?

In einem möglichen Viertelfinale könnten dann Gegner wie die italienischen Teams Juventus Turin, AC Milan und Inter oder die niederländischen Klubs PSV Eindhoven und Feyenoord Rotterdam sowie Arsenal auf den FC Bayern warten. Im Halbfinale und Finale könnte es beispielsweise gegen Liverpool, Barcelona, PSG oder Borussia Dortmund gehen.

Für Leverkusen gibt es bei der Auslosung am Freitag noch keine Neuigkeiten. Mögliche Gegner des deutschen Meisters im Achtelfinale sind der FC Bayern, Real Madrid, Manchester City oder Celtic Glasgow.

So funktioniert der neue Modus in der Champions League?

In der K.-o.-Phase werden wie gewohnt Hin- und Rückspiele gespielt. Die Teams, die die Ligaphase auf einem besseren Tabellenplatz abgeschlossen haben, haben in den Playoffs im Rückspiel Heimrecht. Dortmund und Bayern haben diesen Vorteil.

Im Achtelfinale darf das direkt qualifizierte Team zunächst auswärts ran, damit auch Leverkusen. Ab dem Viertelfinale wird ausgelost, wer in welchem Spiel Heimrecht hat.

Wann geht es in der Königsklasse weiter?

Wann spielt der FC Bayern das nächste Mal in der Champions League? Die Hinspiele der Playoffs finden am 11. und 12. Februar statt, die Rückspiele steigen eine Woche später am 18. und 19. Februar. Am 21. Februar werden die Achtelfinals ausgelost. Die Runde der besten 16 Teams wird am 4./5. sowie 11./12. März ausgespielt. Das Finale steigt am 31. Mai in München, mit dem FC Bayern?. (ck/dpa)

Rubriklistenbild: © Oryk Haist/Imago

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