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Bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart wird am Sonntag (28. Juli) über die Zukunft von Präsident Claus Vogt entschieden. Der Liveticker zum Nachlesen.
- Nicht nur sportlich: VfB auch wirtschaftlich auf gutem Weg
- Wehrle verspricht: Diese Stars bleiben
- Vogt abgewählt: So fiel die Wahl aus
- Adrion kündigt Rücktritt an: Das sagt das VfB-Präsidiumsmitglied
Update, 19.16 Uhr: Damit ist die Mitgliederversammlung beendet.
Update, 19.12 Uhr: In Sachen Riethmüller-Nachfolge im Präsidium hat sich Andreas Grupp knapp gegen Bertram Sugg durchgesetzt. Grupp erhielt 586 Stimmen, Sugg nur 514.
Update, 18.52 Uhr: Jetzt geht es um die Wahl des Nachfolgers für den aus dem Präsidium zurückgetretenen Riethmüller. Erst stellt sich Kandidat Andreas Grupp vor, dann Betram Sugg.
Update, 18.48 Uhr: Für den Wahlausschuss wurden Oliver Schaal, Sebastian Käpplinger, Stefan Biehl, Martin Dietz, Britta Kotzuschkewitz, Heiko Hegele, Leopold Hössl, Oliver Fiechtner und Monica Wüllner gewählt. Ersatzkandidaten sind Timo Lienig, Angelika Brendle-Arndt und Sandra Hinzmann.
Update, 18.12 Uhr: Mit einer deutlichen Mehrheit haben sich die VfB-Mitglieder dazu entschieden, die Satzung nach der Variante 2 zu ändern. 91,83 Prozent stimmten dafür, 75 Prozent waren notwendig. Jetzt geht es gleich mit der Wahl des Wahlausschusses weiter.
Update, 18.07 Uhr: Die Mitglieder haben sich dazu entschieden, bezüglich eines Wahlausschusses über eine Satzungsänderung nach der Variante 2 abzustimmen. „In Variante 2 obliegt dem Wahlausschuss die Auswahl und der Vorschlag von Kandidaten nicht nur für die Wahlen zum Vereinsbeirat, sondern auch für die Wahlen zum Präsidium“, wie es auf der Website des VfB heißt.
Update, 17.31 Uhr: Jetzt geht es um die Einführung eines Wahlausschusses als neues Gremium innerhalb des VfB.
Update, 17.24 Uhr: Nun wird über eine Satzungsänderung abgestimmt, dabei geht es um die Beschlussfassung über die Umsetzung der Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Strukturfrage Aufsichtsratsvorsitz“ zur Einfügung eines neuen § 17 Abs. 8 in die Satzung. Mit 55,31 Prozent Ja-Stimmen wurde die nötige Mehrheit von 75 Prozent nicht erreicht.
VfB-Vereinsbereit wurde entlastet
Update, 17.09 Uhr: Der Vereinsbeirat wurde komplett entlastet. Hier die Abstimmungsergebnisse im Detail: Michael Astor (75,09 Prozent), Martin Bizer (72,50 Prozent), André Bühler (72,56 Prozent), Christian Döring (77,91 Prozent), Kai Engler (76,94 Prozent), Werner Gass (78,35 Prozent), Michael Ludwig (77,35 Prozent), Bernadette Martini (79,93 Prozent), Marc Nicolai Schlecht (73,47 Prozent), Susanne Schosser (71,68 Prozent), Rainer Weninger (74,05 Prozent).
Update, 17 Uhr: Jetzt wird über die Entlastung des Vereinsbeirats entschieden.
Claus Vogt wurde als VfB-Präsident nicht entlastet
Update, 16.55 Uhr: Rainer Adrion wurde mit 55,81 Prozent der Ja-Stimmen entlastet, Christian Riethmüller mit 60,27 Prozent Vogt wurde mit 56,29 Prozent Nein-Stimmen nicht entlastet.
Update, 16.44 Uhr: Jetzt geht es weiter mit der Entlastung des Präsidiums.
Update, 16.04 Uhr: Während der Aussprache kündigte VfB-Vorstandschef Wehrle an, nächstes Jahr die Zusammenarbeit mit dem Hauptsponsor Winamax zu beenden. Der Vertrag mit dem Wettanbieter geht bis 2026, doch die Stuttgarter haben die Möglichkeit, vorzeitig aus dem Kontrakt auszusteigen.
Update, 15.13 Uhr: Jetzt folgt die allgemeine Aussprache. Es gibt 17 Wortmeldungen.
Nicht nur sportlich: VfB auch wirtschaftlich auf gutem Weg
Update, 15 Uhr: Der VfB Stuttgart ist nach schwierigen Jahren auch wirtschaftlich auf dem Weg der Gesundung. Erstmals seit 2019 wies der Bundesligist im Geschäftsjahr 2023 wieder einen kleinen Gewinn aus. Das Jahresergebnis der VfB Stuttgart 1893 AG, in die der Profifußball des Vereins ausgelagert ist, habe bei rund 700.000 Euro gelegen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle bei der Mitgliederversammlung und sprach von einer „schwarzen Null“. Der „finanzielle Turnaround“ sei geschafft worden.
Nach der auch finanziell schwierigen Corona-Pandemie stieg der Umsatz des Vizemeisters innerhalb eines Jahres um mehr als 40 Prozent auf 217,9 Millionen Euro. 2022 hatte er noch bei 154,8 Millionen Euro gelegen. Die deutliche Steigerung hängt auch wesentlich mit dem finanziell lukrativen Verkauf von Spielern wie Konstantinos Mavropanos, Wataru Endo und weiteren Leistungsträgern zusammen, die laut VfB-Finanzvorstand Thomas Ignatzi rund 55 Millionen Euro brutto in die VfB-Kasse spülten.
Update, 14.48 Uhr: Für Transfers braucht es auch immer die finanziellen Mittel. So spricht Wehrle über Sponsoren und Investoren, dabei gibt er das Ziel aus, bis 2026 einen weiteren strategischen Partner für das Weltmarkenbündnis (Porsche, Mercedes und MHP) zu präsentieren.
Wehrle verspricht Verbleib von Stiller, Mittelstädt und Führich
Update, 14.29 Uhr: Vorstandschef Wehrle genießt seine Rede sichtlich. Darin verspricht er den Fans weitere Transfers und macht klar: Angelo Stiller, Maximilian Mittelstädt und auch Chris Führich werden in dieser Sommertransferperiode nicht verkauft.
Update, 14.20 Uhr: Jetzt spricht Vorstandschef Alexander Wehrle und macht mit dem Bericht des Vorstands weiter. Wehrle bedankt sich zunächst bei allen, die an der historischen VfB-Saison beteiligt waren. Die Stimmung im Publikum ist umgehend besser, Wehrle bekommt viel Applaus.
Vogt ist nicht mehr VfB-Präsident
Update, 14.08 Uhr: Bei der Abwahl von Claus Vogt stimmen 86,03 Prozent der anwesenden Mitglieder dafür, 13,97 Prozent dagegen. Es gab 42 Enthaltungen. Damit ist Vogt mit sofortiger Wirkung als Präsident des VfB Stuttgart abgewählt. In der Porsche-Arena bricht Jubel aus. Nun muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, um einen Nachfolger von Vogt zu finden.
Update, 13.57 Uhr: Jetzt steht die mögliche Abwahl Vogts an. 2243 stimmberechtigte Mitglieder sind in der Porsche-Arena.
Vogt fordert VfB-Aufsichtsratsvorsitz zurück
Update, 13.45 Uhr: Vogt gibt sich in seiner Rede kämpferisch. Er erinnert daran, dass die Interessen der Mitglieder und der AG nicht immer dieselben sind. Vogt wolle aber immer zum Wohle des VfB gehandelt haben, um einen guten Kompromiss zwischen Kapital und Kurve zu erlangen. Der VfB-Präsident legt Wert darauf, die Mitglieder niemals „verraten und verkauft“ zu haben. Vogt wolle weiter „kämpfen und siegen“ und fordert die Mitgliederrechte und somit den Aufsichtsratsvorsitz zurück.
Update, 13.44 Uhr: Jetzt rechtfertigt sich Vogt und bittet das Publikum bei seiner Rede um eine „faire Chance“. Es wird unruhig in der Porsche-Arena.
Update, 13.35 Uhr: Ein anderes Mitglied, das sich am Mikrofon äußert, ist hörbar ein Unterstützer Vogts. Er hob vor allem heraus, dass sich der Präsident häufig für die Interessen der Fans einsetzte. Dafür kassiert er vom Publikum in der Porsche-Arena teils Pfiffe.
Update, 13.26 Uhr: Aktuell richten Mitglieder das Wort an Claus Vogt und konfrontieren ihn mit verschiedenen Kritikpunkten, bevor es zur möglichen Abwahl des Präsidenten kommt. Einer der anwesenden Mitglieder ruft nochmal den einstigen offenen Brandbrief von Thomas Hitzlsperger in Erinnerung, indem der einstige VfB-Vorstandsvorsitzende Vogt heftig kritisiert hatte. Das Mitglied las den Brief von 2020 vor.
Mehr als 70 Prozent der anwesenden VfB-Mitglieder stimmen gegen Adrion
Update, 13.06 Uhr: „Das Vertrauen in mich ist nicht mehr da“, sagt Adrion nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. 70,02 Prozent der anwesenden Mitglieder stimmten für eine Abwahl. Zwar wurde somit der Antrag abgelehnt, dennoch kündigt Adrion an, am Montag (29. Juli) zurückzutreten. Abschließend sagte er: „Ich fühle mich als abgewählt und werde das Podium verlassen“
Update, 12.52 Uhr: Jetzt nehmen verschiedene Mitglieder Stellung zu der Abwahl von Rainer Adrion. Die Stimmung dabei im Saal wird deutlich: gegen Adrion. Jetzt kommt es zur Abwahl von Rainer Adrion. Stand 12.50 Uhr sind 2127 stimmberechtigte Mitglieder in der Porsche-Arena.
VfB-Präsidiumsmitglied Adrion rechtfertigt sich vor Mitgliedern
Update, 12.34 Uhr: Jetzt rechtfertigt sich Adrion, der zunächst kritisiert, dass die Abwahl vorgezogen wurde. Er hält dies für „undemokratisch“. Anschließend listet er Erfolge auf, die unter seiner Amtszeit erreicht worden sind. Unter anderem geht es um die wachsende Mitgliederzahl.
Viele VfB-Mitglieder sind vor allem verärgert, da das Versprechen gebrochen wurde, dass der Präsident des e.V. immer auch den Vorsitz des Aufsichtsrats der AG innehaben wird. Adrion gibt zu, dass die Absetzung von Vogt als Aufsichtsratschef nicht korrekt abgelaufen sei und grundsätzlich sei er dafür, dass ein Präsident des e.V. wieder der AG-Aufsichtsratschef sein sollte.
Update, 12.20 Uhr: Jetzt soll über die Zukunft von Präsidiumsmitglied Rainer Adrion entschieden werden. Ein Antragsteller der Adrion-Abwahl, ein Mitglied der VfB-Ultragruppe Commando Cannstatt, begründet nun seinen Antrag. Er spricht von einem „Totalversagen“ des Präsidiums, vor allem in Bezug auf den Porsche-Deal des VfB. Als Nächstes spricht ein Mitglied der Ultragruppe Schwabensturm, der ebenfalls die Abwahl des Präsidiums fordert. Bei BW24 lesen Sie auch Hintergründe dazu und warum der Porsche-Deal des VfB in einem Machtkampf mündete.
Abwahlen von VfB-Präsident Vogt und Adrion werden vorgezogen
Update, 12.09 Uhr: 55,76 Prozent der anwesenden Mitglieder sind dafür, die Abwahl von Rainer Adrion vor TOP 4 vorzuziehen. 58,15 Prozent sind dafür, dass die Abwahl von Claus Vogt vor TOP abgehandelt wird. Somit werden die Abwahlen vorgezogen und finden somit nach den Ehrungen (TOP 3) statt.
Update, 11.56 Uhr: 82 Prozent der anwesenden Mitglieder sind dafür, dass die Reihenfolge ab TOP 9 folgendermaßen geändert wird: TOP 9 (Allgemeine Aussprache), TOP 13 (Abwahl Claus Vogt), TOP 12 (Abwahl und Vertrauensfrage Rainer Adrion), TOP 10 (Satzungsänderung). Es geht mit der Abstimmung des nächsten Antrags weiter, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Abwahlen von VfB-Präsident Vogt und Adrion sollen vorgezogen werden
Update, 11.46 Uhr: Das Publikum scheint sich einig zu sein, dass die Abwahlen vorgezogen werden sollen. Jetzt wird über die verschiedenen Anträge abgestimmt.
Update, 11.36 Uhr: Es sind mehrere Anträge von Mitgliedern eingegangen, die vor allem die Reihenfolge der Tagesordnung betreffen. Demnach sollten die Abwahlen von Präsident Vogt und Präsidiumsmitglied Adrion vorgezogen werden. Nun dürfen die jeweiligen Mitglieder die Anträge begründen.
VfB-Präsident Claus Vogt eröffnet die Mitgliederversammlung
Update, 11.09 Uhr: Präsident Claus Vogt begrüßt die Mitglieder und eröffnet die Veranstaltung. Neben Applaus kam es auch zu vereinzelten Pfiffen aus dem Publikum. Zu Letzteren sagte Vogt, er könne vieles an der Kritik gegen seine Person verstehen. Der Präsident wirkt bei seiner Begrüßung durchaus angespannt. 1630 stimmberechtigte Mitglieder sind derzeit vor Ort.
Update, 10.53 Uhr: Die Porsche-Arena füllt sich, während auf der Leinwand noch die letzte Folge der VfB-Doku läuft. In wenigen Minuten geht es los mit dem Programm.
Stuttgart - Für Brisanz ist bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart gesorgt. Bei der Veranstaltung, die um elf Uhr in der Porsche-Arena beginnt, steht die mögliche Abwahl von Präsident Claus Vogt (Top 13) sowie die des Präsidiumsmitgliedes Rainer Adrion (Top 12) im Mittelpunkt. Für die jeweilige Abwahl sind nach Satzung 75 Prozent der Mitgliederstimmen notwendig.
Sollte Präsident Vogt bei der VfB-Mitgliederversammlung abgewählt werden, könnte Staudt übernehmen
Allerdings hatte Adrion angekündigt, bei bereits weniger Gegenstimmen das Amt niederzulegen. Vogt war diesbezüglich im Vorfeld zurückhaltender. Sollte der Präsident abgewählt werden, steht nach Berichten der Stuttgarter Zeitung und der Bild Ehrenpräsident Erwin Staudt als Interimspräsident parat. Von 2003 bis 2011 war Staudt bereits VfB-Präsident.
Allgemeine Infos zur VfB-Mitgliederversammlung
Für den e.V. des VfB ist eine Mitgliederversammlung übrigens alles andere als günstig. Auch in diesem Jahr kostet die Veranstaltung 550.000 Euro. Es werden 2000 bis 3000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Für 5500 wäre Platz. Ab 9.30 Uhr ist Einlass, bevor es um elf Uhr losgeht. Insgesamt umfasst die Mitgliederversammlung 15 Tagespunkte.
Rubriklistenbild: © Hansjürgen Britsch/IMAGO









