Ex-Trainer im Live-TV

Krebskranker Christoph Daum: Fans feiern Auftritt im Sport1-Doppelpass

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Christoph Daum leidet an Lungenkrebs. Trotzdem ist der ehemalige Bundesliga-Trainer der Doppelpass-Einladung gefolgt. Zur Freude der Fans.

Artikel vom 30. April 2023: München – Es war eine Nachricht, die Fußballfans in ganz Deutschland erschüttert hat. Christoph Daum, Trainer-Legende der Bundesliga, hat Krebs. Der Meistercoach des VfB Stuttgart und das Gesicht von Bayer Leverkusen zur Jahrtausendwende erhielt die Diagnose im vergangenen Sommer.

Christoph Paul Daum
Geboren: 24. Oktober 1953 (Alter: 69 Jahre), Zwickau
Stationen als Trainer (u. a.): 1. FC Köln, VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt
Größte Erfolge: Deutscher Meister (1992), Türkischer Meister (1995, 2004, 2005), Österreichischer Meister (2003)

Christoph Daum und sein Krebs: „Heimtückische Erkrankung, die ich habe“

Seitdem hat Daum einige Male über seinen Lungenkrebs gesprochen. Jetzt, am 30. April, war er zu Gast im Sport1-Doppelpass. Und sowohl von Moderator Florian König als auch von etlichen Fans erhielt der inzwischen 69-Jährige viel Zuspruch.

König freute sich sehr, den ehemaligen Trainer zu sehen. Und er sprach ihn auch direkt auf seinen aktuellen Zustand an. „Es ist eine heimtückische Erkrankung, die ich habe“, meinte Daum darauf. Dank der Maske von Sport1 sehe er aber gut aus, wie er mit einem Lachen kommentierte.

Christoph Daum bei seinem Auftritt im Sport1-Doppelpass.

Krebskranker Christoph Daum: Fans feiern Auftritt im Sport1-Doppelpass

Auf Twitter gab es viele Reaktionen auf den Daum-Auftritt. Wir haben eine Auswahl der Tweets zusammengestellt.

  • Es ist schön, Christoph Daum zu sehen! Weiter kämpfen!
  • Christoph Daum...Idol meiner Jugend, kongenialer Trainer, einer, der Hoeneß die Stirn geboten hat, leider leider leider kein Nationaltrainer, ließ sich niemals was sagen, toller Typ.
  • Schön, Sie wieder zu sehen, Christoph Daum. Bleiben Sie positiv und gesund.
  • Schön, Christoph Daum zu sehen. Er sieht ziemlich vital aus.
  • Gute Besserung, Christoph Daum, und hoffentlich vollständige Gesundung.

Christoph Daum war früher starker Raucher: „Hat ganz sicher zu meiner Erkrankung beigetragen“

Daum, früher starker Raucher, sprach jüngst in einem Interview mit der Sport Bild ganz offen über den Krebs. „Ich habe zwischen einer halben und einer Packung am Tag geraucht. Das hat ganz sicher zu meiner Erkrankung beigetragen.“ Dann habe er nach 38 Jahren von einem Tag auf den anderen aufgehört. „Das ist eine reine Willenssache. So bin ich.“

Daum geht realistisch mit seiner Erkrankung um. „Es wäre Wunschdenken zu glauben, den Krebs besiegen und sagen zu können: Der ist weg.“ Bei ihm gehe es, wie er im Sport-Bild-Interview weiter erklärte, eher darum, sagen zu können: „Wir haben ihn unter Kontrolle und ich kann damit alt werden. Dafür werden noch einige Therapien nötig sein.“

Figo, Jeremies, Ibrahimovic: 15 Fußballer, die zum Erzrivalen gewechselt sind

Zlatan Ibrahimovic: Der schwedische Ausnahmespieler ist fürs Anecken bekannt. Dass ihm der Titel als Publikumsliebling herzlich egal ist, bewies er bereits mehrfach. 2010 wechselte er von Inter Mailand zum FC Barcelona und nur ein Jahr später zur AC Mailand, wo er heute bereits das zweite Mal unter Vertrag steht.
Zlatan Ibrahimovic: Der schwedische Ausnahmespieler ist fürs Anecken bekannt. Dass ihm der Titel als Publikumsliebling herzlich egal ist, bewies er bereits mehrfach. 2010 wechselte er von Inter Mailand zum FC Barcelona und nur ein Jahr später zur AC Mailand, wo er heute bereits das zweite Mal unter Vertrag steht. © picture alliance/dpa/AP | Antonio Calanni
Wayne Rooney: Kaum ein anderer Spieler steht so sehr für Manchester United wie der bullige Engländer. Wayne Rooney wechselte allerdings vom Erzrivalen Everton zu den Reds und wieder zurück. Zumindest der erste Wechsel sorgte bei Fans für Furore.
Wayne Rooney: Kaum ein anderer Spieler steht so sehr für Manchester United wie der bullige Engländer. Wayne Rooney wechselte allerdings vom Erzrivalen Everton zu den Reds und wieder zurück. Zumindest der erste Wechsel sorgte bei Fans für Furore. © IMAGO / PA Images
Jens Lehmann: 2006 wurde Jens Lehmann zum WM-Helden gegen Argentinien. Schalker werden den Torhüter aber für etwas anderes in Erinnerung behalten. 1998 wechselte der Keeper zum Revier-Rivalen Borussia Dortmund.
Jens Lehmann: 2006 wurde Jens Lehmann zum WM-Helden gegen Argentinien. Schalker werden den Torhüter aber für etwas anderes in Erinnerung behalten. 1998 wechselte der Keeper zum Revier-Rivalen Borussia Dortmund. © IMAGO / Sven Simon
Luís Figo: Bevor der portugiesische Mittelfeld-Star zur Ikone der Königlichen wurde, spielte er sage und schreibe fünf Jahre beim FC Barcelona. Den Transfer zu Real Madrid verziehen ihm die Katalanen nie – und bewarfen ihn bei einer Ecke gar mit einem Schweinekopf.
Luís Figo: Bevor der portugiesische Mittelfeld-Star zur Ikone der Königlichen wurde, spielte er sage und schreibe fünf Jahre beim FC Barcelona. Den Transfer zu Real Madrid verziehen ihm die Katalanen nie – und bewarfen ihn bei einer Ecke gar mit einem Schweinekopf. © IMAGO / Ulmer
Carlos Tévez: Von Manchester United zu Manchester City – diesen Schritt ging Carlos Tévez. Von 2007 bis 2009 von West Ham United an die Reds ausgeliehen, wechselte der Argentinier 2009 zu Manchester City. Dort wurde er 2012 durch das legendäre Last-Minute-Tor von Sergio Agüero Meister.
Carlos Tévez: Von Manchester United zu Manchester City – diesen Schritt ging Carlos Tévez. Von 2007 bis 2009 von West Ham United an die Reds ausgeliehen, wechselte der Argentinier 2009 zu Manchester City. Dort wurde er 2012 durch das legendäre Last-Minute-Tor von Sergio Agüero Meister. © IMAGO / Colorsport
Florian Wirtz: Trotz seines jungen Alters hat das Leverkusener Kronjuwel schon einen Wechsel hinter sich. Florian Wirtz machte es wie Bernd Schuster und kam vom Rhein-Rivalen. Mit damals 17 Jahren wechselte er vom 1. FC Köln zu Bayer Leverkusen.
Florian Wirtz: Trotz seines jungen Alters hat das Leverkusener Kronjuwel schon einen Wechsel hinter sich. Florian Wirtz machte es wie Bernd Schuster und kam vom Rhein-Rivalen. Mit damals 17 Jahren wechselte er vom 1. FC Köln zu Bayer Leverkusen. © IMAGO / Revierfoto
William Gallas: London ist ein heißes Pflaster. William Gallas hat den Großteil seiner Karriere in der britischen Hauptstadt verbracht. Dort kam er vom FC Chelsea zum Stadtrivalen FC Arsenal, bevor er zum nicht minder gehassten Rivalen Tottenham Hotspur wechselte.
William Gallas: London ist ein heißes Pflaster. William Gallas hat den Großteil seiner Karriere in der britischen Hauptstadt verbracht. Dort kam er vom FC Chelsea zum Stadtrivalen FC Arsenal, bevor er zum nicht minder gehassten Rivalen Tottenham Hotspur wechselte. © IMAGO / Paul Marriott
Bernd Schuster: Fußballromantiker müssen jetzt ganz stark sein. Bernd Schuster wechselte von Köln zum FC Barcelona. Anschließend verschlug es ihn über Real Madrid zu Atletico Madrid, bevor er bei Bayer Leverkusen landete. Viel mehr kann man nicht mit Herzen spielen.
Bernd Schuster: Fußballromantiker müssen jetzt ganz stark sein. Bernd Schuster wechselte von Köln zum FC Barcelona. Anschließend verschlug es ihn über Real Madrid zu Atletico Madrid, bevor er bei Bayer Leverkusen landete. Viel mehr kann man nicht mit Herzen spielen. © IMAGO / WEREK
Mario Götze: Einst Dortmunder Goldjunge, dann Symbolfigur für Rücksichtslosigkeit bayrischer Transferpolitik. Mario Götze wechselte vom BVB zum FC Bayern und zurück, bevor es ihn ins Ausland und schließlich nach Frankfurt verschlug.
Mario Götze: Einst Dortmunder Goldjunge, dann Symbolfigur für Rücksichtslosigkeit bayrischer Transferpolitik. Mario Götze wechselte vom BVB zum FC Bayern und zurück, bevor es ihn ins Ausland und schließlich nach Frankfurt verschlug. © IMAGO / Plusphoto
Jens Jeremies: Ein Wechsel zum Erzrivalen ist das eine, ein Wechsel zum Erzrivalen in der selben Stadt etwas ganz anderes. Jens Jeremies tat genau das. 1998 wechselte er von 1860 München zum FC Bayern, wo er 2006 seine aktive Karriere beendete.
Jens Jeremies: Ein Wechsel zum Erzrivalen ist das eine, ein Wechsel zum Erzrivalen in der selben Stadt etwas ganz anderes. Jens Jeremies tat genau das. 1998 wechselte er von 1860 München zum FC Bayern, wo er 2006 seine aktive Karriere beendete. © IMAGO / MIS
Andreas Möller: Durch seine Fähigkeiten bekannt und durch seine Schwalbe berühmt. Möller sorgte aber für noch mehr Aufsehen. 2000 wechselte er vom BVB zu Schalke 04, beteuerte aber, im Herzen ein Borusse zu sein.
Andreas Möller: Durch seine Fähigkeiten bekannt und durch seine Schwalbe berühmt. Andreas Möller sorgte aber für noch mehr Aufsehen. 2000 wechselte er vom BVB zu Schalke 04, beteuerte aber, im Herzen ein Borusse zu sein. © picture-alliance / dpa | Uta_Rademacher
Hakan Çalhanoğlu: Vom HSV zu Leverkusen in die Serie A. Hakan Çalhanoğlu spielte fünf Jahre bei AC Mailand, mit denen er 2021 Vizemeister wurde. Er wechselte Ablösefrei zum amtierenden Meister Inter Mailand, um dort dabei zuzusehen, wie sein Ex-Verein die Meisterschaft holte.
Hakan Çalhanoğlu: Vom HSV zu Leverkusen in die Serie A. Hakan Çalhanoğlu spielte fünf Jahre bei AC Mailand, mit denen er 2021 Vizemeister wurde. Er wechselte Ablösefrei zum amtierenden Meister Inter Mailand, um dort dabei zuzusehen, wie sein Ex-Verein die Meisterschaft holte. © IMAGO / NurPhoto
Ronaldo: Die wohl schrägste Frisur im Weltfußball. Die meisten verbinden Ronaldo mit Real Madrid. Der Brasilianer spielte zuvor aber für Barcelona und Inter Mailand. Nach Madrid zog es ihn zur AC Mailand. Mehr Erzrivalen-Wechsel geht nicht.
Ronaldo: Die wohl schrägste Frisur im Weltfußball. Die meisten verbinden Ronaldo mit Real Madrid. Der Brasilianer spielte zuvor aber für Barcelona und Inter Mailand. Nach Madrid zog es ihn zur AC Mailand. Mehr Erzrivalen-Wechsel geht nicht. © IMAGO / Ulmer
Andrea Pirlo: Der Maestro, der Zauberfuß im Mittelfeld – auch Andrea Pirlo wechselte von Inter Mailand zur AC Mailand. Anschließend machte er das Triple der italienischen Top-Clubs voll und beendete seine aktive Karriere bei Juventus Turin. Eine Achterbahn der Fan-Gefühle.
Andrea Pirlo: Der Maestro, der Zauberfuß im Mittelfeld – auch Andrea Pirlo wechselte von Inter Mailand zur AC Mailand. Anschließend machte er das Triple der italienischen Top-Clubs voll und beendete seine aktive Karriere bei Juventus Turin. Eine Achterbahn der Fan-Gefühle. © IMAGO / Insidefoto
Lothar Matthäus: 1984 wechselte der deutsche Superstar von Mönchengladbach zum FC Bayern. Kurz zuvor kam es zum legendären 1:1, bei dem Matthäus im Elfmeterschießen versagte und seinem neuen Arbeitgeber den Sieg bescherte.
Lothar Matthäus: 1984 wechselte der deutsche Superstar von Mönchengladbach zum FC Bayern. Kurz zuvor kam es zum legendären 1:1, bei dem Matthäus im Elfmeterschießen versagte und seinem neuen Arbeitgeber den Sieg bescherte. © IMAGO / Team 2

Christoph Daum: Meister mit Stuttgart, Drama mit Leverkusen

Daum arbeitete zuletzt von 2016 bis 2017 als rumänischer Nationaltrainer. In Deutschland dirigierte er den VfB Stuttgart 1992 zur Meisterschaft, war zuvor beim 1. FC Köln tätig. Mit Bayer Leverkusen schrammte er 2000 haarscharf am Bundesliga-Titel vorbei, unvergessen ist die 0:2-Pleite in Unterhaching, die die Werkself zu „Vizekusen“ werden ließ.

Daum trainierte 2011 noch Eintracht Frankfurt – wichtige Stationen in seiner Karriere waren außerdem Österreich und die Türkei. In den Neunzigern und Zweitausendern heimste er mit Besiktas, Fenerbahce und Austria Wien einige Titel ein. (akl)

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