Drei Siege in Serie in der 3. Liga

1860 München macht in Dortmund die Neun-Punkte-Woche perfekt und feiert auf der Wiesn

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Schon beim Abpfiff in Dortmund war der Jubel bei Jesper Verlaat (o.r.), Julian Guttau (o.l.) und Co. groß, die Party ging am Sonntag in der Bräurosl auf dem Oktoberfest weiter.
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Am Samstag feierte der TSV 1860 bei Borussia Dortmund II einen 2:1-Sieg – der dritte Sieg in Folge in der 3. Liga. Einen Tag später feierte die Mannschaft ausgelassen auf dem Oktoberfest.

Gut gelaunte Löwenspieler, Arm in Arm mit Bier in der Hand auf der Wiesn. Was vor etwas mehr als einer Woche wohl noch Stirnrunzeln beim ein oder anderen Fan ausgelöst hätte angesichts der sportlichen Situation, lässt nach der Traumwoche mit drei Siegen aus drei Partien wohl nur den Tenor zu: Habt´s euch verdient, Burschen!

TSV 1860 verlässt den Tabellenkeller der 3. Liga und feiert auf dem Oktoberfest

Dank der jüngsten Erfolgsserie in der 3. Liga, die 1860 vom Tabellenende auf Rang neun springen ließ, konnten Kapitän Jesper Verlaat und Co. den freien Sonntag nach der Rückkehr aus Dortmund als Team im Bräurosl-Zelt – gehört zu 1860-Partner Hacker-Pschorr – auf dem Oktoberfest verbringen. Coach Giannikis hatte den Ausflug am Samstag nach dem Abpfiff des 2:1-Siegs abgesegnet. Die Bräurosl postete auf ihren Sozialen Netzwerken ein Bild des versammelten Löwen-Trupps im Zelt.

Dass die Mienen am Sonntag beim Feiern so fröhlich waren, lag an der Leistungssteigerung nach der Pause in Dortmund, als Sechzig erstmals in dieser Saison einen Rückstand drehte – aus 0:1 wurde 2:1. Matchwinner war Mittelfeld-Stratege Tunay Deniz, der mit seinem Siegtor aus 50 Metern den Gästeblock ausflippen ließ. Der Treffer weckte Erinnerungen an das Traumtor von Thore Jacobsen eine Woche zuvor in Bielefeld (1:0).

Am Samstag mit guter Vorstellung in Dortmund, am Sonntag erstmals auf der Wiesn: Soichiru Kozuki (r.).

Doch warum läuft es auf einmal bei den Löwen nach verkorkstem Saisonstart? Die Systemumstellung Ende August vom 4-2-2-2 hin zum 4-2-3-1 trägt Früchte. Mit der neuen (alten) Formation gewann 1860 vier von fünf Partien. War Giannikis in den ersten Wochen noch viel am Experimentieren, was seine Startelf angeht, hat der Coach mittlerweile seine Startelf mehr oder weniger gefunden.

Die Zahlen unterstreichen das. Wirbelte Giannikis die Startelf bis zum vierten Spieltag immer mindestens dreimal durcheinander, gab es seitdem – bis auf eine Ausnahme – nie mehr als ein Wechsel. Bei 1860 hat sich rund um die Achse Vollath, Verlaat, Deniz, Jacobsen und Guttau eine Mannschaft gebildet, die von Spiel zu Spiel eingespielter wirkt.

Der Kern bleibt gleich, die Leute lernen sich auf dem Feld besser kennen.

Tunay Deniz

Diesen Aspekt hob auch Deniz hervor: „In den letzten Spielen hat man gesehen, dass wir nicht so viele Veränderungen vorgenommen haben. Der Kern bleibt gleich, die Leute lernen sich auf dem Feld besser kennen.“ Harte Arbeit sowie das Verinner㈠lichen taktischer Elemente hätten zur aktuellen Erfolgsserie beigetragen.

1860 will gegen Wehen Wiesbaden den vierten Sieg in Serie feiern

Nach zwei freien Tagen startet 1860 heute in die Vorbereitung für Wehen Wiesbaden, ehe der offizielle Wiesntermin mit Partner Hacker-Pschorr ansteht. Spätestens ab Mittwoch gilt der volle Fokus der Aufgabe Wehen Wiesbaden. Die Löwen wollen weiterfeiern – idealerweise noch zweimal: am Samstag (14.03 Uhr) mit einem Sieg gegen die Hessen – um die Siegesserie weiter auszubauen – und am Sonntag zum Wiesn-Abschluss des 189. Oktoberfestes.

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