DHB-Star wieder bereit

Deutschlands frisch gebackener Handball-Papa kehrt für EM-Kracher zurück

  • schließen
  • Melanie Gottschalk
    Melanie Gottschalk
    schließen

Das DHB-Team musste bei der Handball-EM zuletzt auf Kai Häfner verzichten, der zum zweiten Mal Vater geworden ist. Für das Topspiel gegen Frankreich kehrt der Routinier zurück.

Update vom 15. Januar, 11.45 Uhr: Linkshänder Kai Häfner wird zum EM-Vorrundenfinale gegen Frankreich ins Team der deutschen Handballer zurückkehren. Der 2016er-Europameister war am Freitagabend zum zweiten Mal Vater geworden und zunächst nicht mit nach Berlin gereist.

„Er wird definitiv zurückkommen. Und dann wird sich zeigen, welche 16 Spieler wir auf den Spielberichtsbogen eintragen werden. Dass Kai Häfner einer davon sein wird, die Wahrscheinlichkeit ist nicht klein“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer bei einem Medientermin am Montag in Berlin.

Häfner war beim zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel durch U21-Weltmeister Nils Lichtlein vertreten worden. Bundestrainer Alfred Gislason muss aus seinem 17-köpfigen Kader bis eine Stunde vor Spielbeginn einen Spieler streichen.

Baby-Boost für Handball-EM: Deutscher Nationalspieler zum zweiten Mal Vater

Update vom 13. Januar, 14.55 Uhr: Das DHB-Team bekommt Nachwuchs! Nationalspieler Kai Häfner ist zum zweiten Mal Vater geworden. Das Baby kam bereits am Freitagabend zur Welt. Für die zweite Vorrundenpartie bei der Handball-EM gegen Nordmazedonien dürfte Häfner aber trotzdem nicht zur Verfügung stehen.

„Kais Sohn Matti ist am Freitagabend auf die Welt gekommen. Dem Kind geht es gut“, berichtete DHB-Sportvorstand Axel Kromer nach der Trainingseinheit am Samstag mit einem strahlenden Lächeln. Für Häfner und seine Frau Saskia ist es das zweite Kind. Der Rückraumspieler vom TVB Stuttgart weilt noch bei seiner Familie in Schwäbisch Gmünd und wird die Partie gegen Außenseiter Nordmazedonien am Sonntag (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) wohl verpassen. Die frohe Kunde aus dem Hause Häfner dürfte dennoch für einen Baby-Boost im deutschen Team sorgen.

Kai Häfner zum zweiten Mal Vater: DHB-Kollegen hoffen auf Baby-Boost bei Handball-EM

„So eine positive Nachricht schweißt das Team noch weiter zusammen“, sagte Youngster Martin Hanne: „Wenn er wieder kommt, ist er dann wieder unser Papa, unser ältester Spieler, der uns hilft mit seiner Erfahrung.“ Und Rückraumspieler Philipp Weber meinte: „Es ist eine fantastische Sache für Kai – und für uns, dass er bald wieder da ist. Er bringt dann noch mehr Glücksgefühle rein, das tut uns gut.“

Für das Nordmazedonien-Spiel dürfte es allerdings nicht reichen. „Er kann kommen, aber ob wir das überhaupt von ihm abverlangen, das ist die Frage“, sagte Kromer und ließ den DHB-Plan durchblicken: „Wir haben ja mit Nils Lichtlein noch einen Linkshänder im Kader, der die Rolle neben Renars (Uscins, d.Red.) einnehmen könnte.“

DHB-Star Kai Häfner wurde während der Handball-EM zum zweiten Mal Vater.

Lichtlein ist der einzige Spieler im deutschen Aufgebot, der beim erfolgreichen EM-Auftakt gegen die Schweiz (27:14) nicht zum Einsatz kam. Der Rückraumspieler der Füchse Berlin war beim deutschen Triumph bei der U21-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zum besten Spieler des Turniers gewählt worden. Lichtlein wäre der fünfte Akteur, der bei der aktuellen EM sein Turnierdebüt in der A-Nationalmannschaft gibt.

DHB-Team muss auf Handball-Star verzichten

Erstmeldung vom 13. Januar, 11.12 Uhr:

Berlin – Das Warten hat ein Ende: Seit Mittwoch (10. Januar) läuft die Handball-EM 2024 in Deutschland. Das DHB-Team zeigte in ihrem Auftaktspiel vor einer Rekordkulisse in Düsseldorf eine gute Leistung gegen die Schweiz und gewann deutlich mit 27:14. Danach ging es für die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason weiter nach Berlin, wo die anderen Gruppenspiele bestritten werden.

Die Reise von Rückraumspieler Kai Häfner führte ihn allerdings nicht in die Max-Schmeling-Halle, sondern in seinem Heimat Schwäbisch Gmünd. Der Grund könnte schöner nicht sein: Seine Frau und er erwarten ihr zweites Kind. Das teilte der DHB am Freitag mit.

Kai Häfner nicht beim DHB-Team: „Nationalmannschaft wünscht Familie Häfner das Beste“

„Wie alle Handballfans wünscht die gesamte Nationalmannschaft Familie Häfner das Beste und freut sich zu gegebener Zeit auf Kais Rückkehr“, sagte DHB-Vorstand Axel Kromer. Ob der 34-Jährige vom TVB Stuttgart am Sonntag (14. Januar) gegen Nordmazedonien schon wieder beim DHB-Team sein wird, ist noch unklar.

Häfner zählt zu den absoluten Leistungsträgern der deutschen Handballer, im Auftaktspiel gegen die Schweiz traf er zweimal. Er war bereits 2016 Teil der Nationalmannschaft, als Deutschland ein wenig überraschend den Titel holte. Auch in diesem Jahr hoffen die Fans vor heimischer Kulisse auf ein gutes Turnier des DHB-Teams. Und vielleicht das nächste Wintermärchen im eigenen Land nach 2007?

Zum Auftakt der Handball-EM 2024 in Deutschland feierte Kai Häfner noch mit dem DHB-Team einen deutlichen 27:14-Sieg gegen die Schweiz, gegen Nordmazedonien könnte er ausfallen.

Nächster Gegner des DHB-Teams steht schon nach erstem Spiel unter Druck

Am Sonntag trifft das DHB-Team im zweiten Gruppenspiel auf Nordmazedonien, die Mannschaft von Trainer Gislason ist auf jeden Fall favorisiert. Die Nordmazedonier stehen allerdings schon nach dem ersten Spiel gegen Frankreich – das sie deutlich mit 39:29 gegen den Rekordeuropameister verloren – unter Druck und werden es der deutschen Mannschaft sicher nicht leicht machen.

Rückhalt könnte dabei aber wieder einmal Torhüter Andreas Wolff sein, der schon gegen die Schweiz zu Höchstformen auflief und zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Kleiner Fun Fact am Rande: Der 32-jährige Star der deutschen Mannschaft hat Angst vor Geistern. Gegen Nordmazedonien wird er den Geist der Niederlage aber hoffentlich schon von vornherein besiegen – ähnlich wie gegen die Schweiz. (msb)

Rubriklistenbild: © eu-images/Imago

Kommentare