VonKorbinian Kothnyschließen
Die Heim-EM ist für die deutsche Nationalmannschaft Geschichte. Auch einen Tag nach dem K.o. sitzt der Stachel noch tief. Bundestrainer Julian Nagelsmann wird emotional.
Herzogenaurach – Der Traum vom Titel im eigenen Land ist ausgeträumt. Auch einen Tag nach dem bitteren EM-K.o. sitzt der Stachel noch tief. Zum Abschluss der Reise stellten sich nochmal Bundestrainer Julian Nagelsmann, DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler der Presse zu einer Abschluss-PK im Adidas-Camp in Herzogenaurach.
Nagelsmann wird bei Abschluss-PK sehr emotional
Besonders Nagelsmann war nur eine Nacht nach dem Aus gegen Spanien noch immer sichtlich mitgenommen. Als der Bundestrainer von Pressesprecherin Franziska Wülle zu Beginn nach seinem Gemütszustand befragt wird, wird es gleich sehr emotional.
Der 36-Jährige gibt sofort zu, immer noch den Tränen nahe zu sein – genauso wie schon einen Tag zuvor direkt nach dem Spiel. Endgültig brechen die Dämme beim Bundestrainer dann, als er auf seine Mannschaft zu sprechen kommt.
Auch die Spieler werden nach EM-Aus emotional
Nagelsmann berichtet, dass fast alle Spieler beim Verlassen des Camps Tränen in den Augen hatte. „Ich glaube, dass das dann schon ein großer Verdienst vom ganzen Staff ist“, erklärt der 36-Jährige und muss mehrfach tief schlucken, während ihm Tränen übers Gesicht rollen.
Zuvor bedankte sich schon Neuendorf bei Nagelsmann für eine gelungene EM. „Er hat das Amt des Bundestrainers für mich auch ein Stück weit neu definiert in den vergangenen Wochen, so wie er aufgetreten ist, er hat eine unglaubliche Energie ausgestrahlt, einen unglaublichen Spirit“, sagte der DFB-Präsident am Samstag. Das gesamte Trainerteam sei „beeindruckend“ aufgetreten.
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Neuendorf bedankt sich bei Nagelsmann für eine beeindruckende EM
Am Tag seines 63. Geburtstages habe es „mit dem Geschenk“ nicht „ganz funktioniert“, sagte Neuendorf. Er habe der Mannschaft „aber trotzdem gesagt, dass ich mich insgesamt beschenkt fühle mit und durch dieses Turnier“, sagte der 63-Jährige
„Wir können alle gemeinsam stolz darauf sein, was auf und neben dem Platz passiert ist.“ Es sei „herausragend“ gelungen, die Verbindung zwischen Fans und Team wiederherzustellen. „Ich muss sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass die Leute richtig in einem Rausch waren“, sagte Neuendorf. (dpa/kk)
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