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Hansi Flick schoss zuletzt scharf gegen Niklas Süle. DFB-Sportdirektor Rudi Völler pflichtete dem Bundestrainer jetzt klar bei.
Frankfurt – Am Montag steht für die DFB-Elf und Bundestrainer Hansi Flick ein besonderes Jubiläum vor der Tür. Das Testspiel gegen die Ukraine in Bremen wird das 1000. Länderspiel der Historie der deutschen Nationalmannschaft sein. Doch ein Thema sorgt jetzt rund um das Team für Wirbel: die harte Kritik von Flick an Verteidiger Niklas Süle. Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich jetzt klar in dieser Angelegenheit. Süle droht jetzt das Aus für die Heim-EM 2024.
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Mit Blick auf Heim-EM 2024: DFB-Coach Flick forderte deutliche Leistungssteigerung von Süle
Neben dem Spiel gegen die Ukraine stehen für die Nationalelf Duelle mit Polen (am 16. Juni) und vier Tage später gegen Kolumbien an. Überraschend nicht dabei sein wird Niklas Süle, den Flick nicht nominiert hatte. „Ich finde, er lässt noch einiges liegen“, hatte der Coach die Entscheidung kürzlich im Gespräch mit der FAZ begründet – und die Einstellung von Niklas Süle bemängelt.
„Ich finde, jeder Nationalspieler sollte den Anspruch haben, das Maximum aus seinem Potenzial zu machen. Mit weniger durchkommen – das entspricht nicht meiner Mentalität“, hatte Flick dem Blatt gesagt. „Ich will, dass er von seiner Einstellung, von seiner Mentalität einen Schritt nach vorne macht“, hatte der Bundestrainer vom 27-jährigen Abwehrspieler eine deutliche Leistungssteigerung vor der EM in Deutschland 2024 gefordert.
Heim-EM 2024 für Süle in Gefahr? DFB-Sportdirektor Völler erneuert Flick-Kritik an BVB-Star
Und jetzt pflichtete DFB-Sportdirektor Rudi Völler dem Bundestrainer bei. „Es gibt wenige Trainer, die das so beurteilen können wie Hansi. Er hatte ihn schließlich auch bei den Bayern, und ich finde, er hat das wunderbar erklärt“, gab er Flick am Freitag im DFB-Campus in Frankfurt in dessen Beurteilung des BVB-Stars Recht.
„Wir wären alle froh, wenn Niklas Süle sein Potenzial, das er hat, voll ausschöpfen würde“, sagte Völler. „Wir wünschen uns alle, dass er über gute Leistungen auf den Zug aufspringt“, deutete auch der 63-Jährige klar an, dass eine Teilnahme an der Heim-EM im kommenden Jahr für den Dortmunder Innenverteidiger keineswegs in Stein gemeißelt ist. Eigentlich galt der 27-Jährige lange als sicherer Teilnehmer am Heimturnier, doch nun droht Süle, 2024 nicht in den deutschen Kader berufen zu werden.
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Nach Flick-Kritik: Süle und BVB reagieren mit Unverständnis auf mögliches Aus für Heim-EM 2024
Süles Wut über das mögliche EM-Aus ist nun offenbar groß. Der Bild zufolge habe der Innenverteidiger „verärgert und enttäuscht“ reagiert, als ihm Flick den Verzicht auf ihn per Telefonat geschildert hatte.
Und nicht nur der ??-malige deutsche Nationalspieler habe sich nach Informationen des Blatts über Flicks Entscheidung gewundert. Auch bei seinem Verein, dem BVB, habe die Nicht-Nominierung für „Unverständnis und Irritation“ gesorgt, die Verantwortlichen können sie demnach „nur schwer nachvollziehen.“ Wie Süle selbst habe der Bundestrainer den Dortmunder Coach Edin Terzic per Anruf über den Entschluss informiert.
Beim Turnier im kommenden Jahr sicher dabei sein dürfte Torwart Manuel Neuer. Jedoch gab Flick dem DFB-Keeper jetzt keine Einsatzgarantie für die EM 2024. (wuc)
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