VonAdrian Kühnelschließen
Manuel Neuer nimmt seine Sperre nicht hin. Der DFB hat den Keeper der Bayern für zwei Spiele gesperrt.
München – Nach seinem Platzverweis im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen verkündete der DFB gegen Manuel Neuer eine Sperre von zwei Spielen. Dagegen geht der Torhüter des FC Bayern nun vor und legt Einspruch ein. Dies teilt das Sportgericht des DFB mit und nennt Donnerstag (12. Dezember) um 15.00 Uhr als Termin der mündlichen Verhandlung.
Neuer, der derzeit verletzt ist, wird laut DFB-Mitteilung per Video zugeschaltet. Die Sitzung am DFB-Campus in Frankfurt leitet Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts.
Neuer geht gegen Sperre des DFB vor
Neuer war beim 0:1 der Münchner gegen Leverkusen in der 17. Minute nach einem Bodycheck gegen Jeremie Frimpong von Schiedsrichter Harm Osmers mit der Roten Karte vom Platz verwiesen worden. Für den 38-jährigen Kapitän des deutschen Rekordmeisters war es in seinem 867. Pflichtspiel der erste Platzverweis.
„Die Verhinderung einer offensichtlichen Torchance durch ein nicht schwerwiegendes Foul ohne anschließenden Torerfolg zieht nach ständiger DFB-Rechtsprechung üblicherweise eine Sperre von zwei Spielen nach sich“, schrieb der DFB in seiner Urteilsbegründung.
Neuer zog sich bei seinem Einsteigen gegen Frimpong einen Rippenbruch zu. „Das heißt, wahrscheinlich wird er dieses Jahr nicht mehr spielen. Wichtig ist, dass es jetzt heilt. Hoffentlich ist Manuel ab Januar wieder von Anfang an dabei. Es ist nicht schlimm, nur mit so vielen Spielen kurzfristig, ist es wahrscheinlich zu früh“, sagte Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel auf Schalke gegen Donezk (Dienstag, 21 Uhr).
Weil hinter den drei etablierten Torhütern Manuel Neuer, Sven Ulreich und Daniel Peretz ein erfahrener Schlussmann fehlt, gibt es laut Bild nun bei den Verantwortlichen des FC Bayern die Überlegung, im Winter zu reagieren und einen Neuzugang zu verpflichten. Die Boulevardzeitung bringt den vereinslosen Loris Karius mit einem Wechsel nach München in Verbindung.
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