Großes Lob von Jürgen Klopp

Von Barrancas nach München: Der steinige Weg von Bayern-Transfer Luis Díaz

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Luis Díaz wechselt für 75 Millionen Euro zum FC Bayern – seine außergewöhnliche Lebensgeschichte macht den Transfercoup weit über den Fußball hinaus bewegend.

München – Luis Díaz steht kurz vor dem größten Schritt seiner Karriere. Für rund 75 Millionen Euro wechselt der kolumbianische Nationalspieler vom FC Liverpool zum FC Bayern. Doch der pfeilschnelle Flügelstürmer bringt mehr mit als Tempo, Technik und Torgefahr – seine Lebensgeschichte ist ein Kapitel für sich.

Luis Fernando Díaz Marulanda, genannt „Luchito“, wurde 1997 in Barrancas geboren – einer staubigen Kleinstadt an der Karibikküste Kolumbiens, nahe der Grenze zu Venezuela. Die Region gehört zu den ärmsten des Landes, Díaz’ Familie stammt aus einer indigenen Bevölkerungsgruppe. Sein gesellschaftlicher Aufstieg machte ihn in Kolumbien zur Symbolfigur – im Heimatort ziert ihn eine riesige Wandmalerei. Doch der Weg zum Profifußball war alles andere als vorgezeichnet. Laut CONMEBOL war Díaz in seiner Jugend stark unterernährt, Scouts zweifelten sogar an seiner physischen Eignung für den Leistungssport. Dass er es dennoch geschafft hat, liegt an seinem unbändigen Willen – und seinem Talent.

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Die Allianz Arena beim Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Allianz Arena trägt der Rekordmeister FC Bayern München seine Heimspiele aus. © ActionPictures/IMAGO
Die Allianz Arena vor einem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach.
75.024 Zuschauer können bei nationalen Spielen in der Allianz Arena Platz nehmen. © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund.
Die Heimat der „Werkself“: die BayArena. © Moritz Mueller/IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
30.210 Zuschauer passen in die Leverkusener BayArena. © nordphoto GmbH / Meuter/IMAGO
Der Deutsche Bank Park beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund.
Stimmungsvolles Stadion: Im Deutsche Bank Park spielt Eintracht Frankfurt seine Heimspiele. © Philipp Kresnik / SPP/IMAGO
Der Deutsche Bank Park rund um ein Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld.
Der Deutsche Bank Park hat eine Kapazität von 60.000 Zuschauern. © Jan Huebner/Voigt via www.imago-images.de
Der Innenraum des Signal Iduna Parks beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Holstein Kiel.
Der Signal Iduna Park ist das Wohnzimmer von Borussia Dortmund. © Hesham Elsherif/IMAGO
Der Signal Iduna Park rund um ein Spiel der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.
Der Signal Iduna Park kann 81.365 Zuschauer beherbergen. © Fabian Kleer/IMAGO
Choreo im Europa-Park Stadion des SC Freiburg beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Das Wohnzimmer des SC Freiburg: das Europa-Park Stadion. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Das Europa-Park Stadion vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt.
34.700 Zuschauer passen in das Freiburger Europa-Park Stadion. © BEAUTIFUL SPORTS/Bosco/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena beim Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.
In der MEWA Arena kämpft der 1. FSV Mainz 05 um Punkte. © Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Mainzer MEWA ARENA bietet Platz für 33.305 Fans. © Vitali Kliuiev/IMAGO
Die Red Bull Arena beim Bundesliga-Duell zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart.
In der Red Bull Arena bestreitet RB Leipzig seine Heimspiele. © motivio/IMAGO
Die Zuschauer auf dem Weg in die Red Bull Arena zum Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund.
Bis zu 47.800 Zuschauer können in der Red Bull Arena ein Spiel verfolgen. © motivio/IMAGO
Das Bremer Weserstadion beim Heimspiel in der Bundesliga gegen RB Leipzig.
Im Weserstadion ist der SV Werder Bremen zuhause. © Dennis Ewert/RHR-FOTO/IMAGO
Das Bremer Weserstadion vor einem Bundesligaspiel gegen Frankfurt.
Das Bremer Weserstadion hat eine Kapazität von 42.100 Plätzen. © nordphoto GmbH / Teresa Kroeger/IMAGO
Die MHP Arena des VfB Stuttgart beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg.
Das Wohnzimmer des VfB Stuttgart mit einfallender Sonne: die MHP Arena. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO
Die MHP Arena vor einem DFB-Pokalspiel zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig.
In der MHP Arena finden maximal 60.058 Zuschauer Platz. © Roger Petzsche/IMAGO
Der Borussia-Park beim 4:4 gegen die TSG Hoffenheim.
Hier kämpft Borussia Mönchengladbach um Zählbares: der Borussia-Park. © Werner OTTO/IMAGO
Der Borussia-Park vor einem Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen.
54.042 Zuschauer können im Borussia-Park Platz nehmen. © nordphoto GmbH / Christian Schulze/IMAGO
Die Volkswagen Arena beim Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und Freiburg.
Die Heimat des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena. © Arne Amberg/IMAGO
Das Stadion des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena.
Die Zuschauerkapazität der Wolfsburger Volkswagen Arena beträgt 28.917. © Schoening/IMAGO
Die WWK Arena von innen beim Bundesliga-Spiel FC Augsburg gegen Holstein Kiel.
In der WWK Arena trägt der FC Augsburg seine Heimduelle aus. © kolbert-press/Martin Agüera/IMAGO
Die WWK Arena rund um ein Bundesliga-Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FSV Mainz 05.
Die WWK Arena fasst 30.660 Zuschauer. © Ulrich Wagner/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen Holstein Kiel.
Das Stadion An der Alten Försterei: Hier spielt der 1. FC Union Berlin seine Heimspiele. © nordphoto GmbH / Engler/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei rund um das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Holstein Kiel.
Im Stadion An der Alten Försterei finden 22.012 Zuschauer Platz. © Herbertz / Nico Herbertz/IMAGO
Das Millerntor-Stadion beim Heimspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Der FC St. Pauli empfängt seine Gegner im Millerntor-Stadion. © Julia Rahn/IMAGO
Das Millerntor-Stadion vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Das Millerntor-Stadion auf St. Pauli hat 29.546 Plätze. © Julia Rahn/IMAGO
Die PreZero Arena von innen beim Bundesliga-Heimspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund.
Die Heimspielstätte der TSG Hoffenheim: die PreZero Arena. © Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO
Die PreZero Arena der TSG Hoffenheim.
30.150 Zuschauer passen in die PreZero Arena. © Silas Stein/IMAGO
Die Voith-Arena beim Play-off-Duell in der Conference League zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FC Kopenhagen.
Die Voith-Arena ist die Heimstätte des 1. FC Heidenheim. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Die Heidenheimer Voith-Arena von außen.
15.000 Zuschauer passen in die Heidenheimer Voith-Arena. © H. Langer via www.imago-images.de
Die Südkurve des Rheinenergiestadions beim Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Stadion mit Bundesliga-Stimmung: das Kölner Rheinenergiestadion. © Eibner-Pressefoto/Justin Deronde/IMAGO
Das Kölner Rheinenergiestadion vor einem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig.
50.000 Zuschauer können sich im Rheinenergiestadion die Heimspiele des 1. FC Köln ansehen. © Mika Volkmann/IMAGO
Das Hamburger Volksparkstadion beim Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem SSV Ulm.
Im Volksparkstadion gibt es für die HSV-Fans ab der Saison 2025/26 endlich wieder Bundesliga-Fußball zu sehen. © Philipp Szyza/IMAGO
Das Volksparkstadion vor dem Zweitligaderby gegen den FC St. Pauli.
Das Volksparkstadion verfügt über 57.000 Plätze. © Philipp Szyza/IMAGO

Klopp schwärmt von Bayerns Transfercoup Luis Díaz

Seinen ersten größeren Auftritt hatte Díaz mit 17 Jahren bei einem Auswahlturnier der „Copa Americana de Pueblos Indígenas“, unter den Augen von Kolumbien-Legende Carlos Valderrama. Von da an ging es Schritt für Schritt nach oben: über Junior FC nach Europa zum FC Porto (2019) und schließlich 2022 zu Liverpool, wo er unter Jürgen Klopp zum Leistungsträger reifte.

In der vergangenen Saison absolvierte Díaz 50 Spiele für die Reds, erzielte 17 Tore und legte acht weitere auf. Er ist variabel einsetzbar, fühlt sich auf beiden Flügeln wohl und kann notfalls auch in der Spitze spielen. Klopps Urteil über Díaz war eindeutig: „Wir mögen so ziemlich alles an ihm. Er ist außergewöhnlich.“ Die Liverpool-Fans liebten ihn – nicht nur wegen seiner Dribblings, sondern wegen seiner Kämpfermentalität. „Díaz hängt sich immer voll rein, das lieben die Fans hier in Liverpool“, sagt Paul Joyce vom Liverpool Echo.

Entführung der Eltern: Luis Diaz erlebte familiäres Drama

Im Oktober 2023 wurde Díaz’ Karriere jäh überschattet: Seine Eltern wurden in Kolumbien von einer bewaffneten Guerilla-Gruppe entführt. Während seine Mutter schnell freikam, war sein Vater zwölf Tage in Gefangenschaft. Díaz blieb in dieser Zeit fokussiert, trat weiter für Liverpool an – und sorgte für Gänsehaut-Momente, etwa als er nach einem Tor ein T-Shirt mit der Aufschrift „Libertad para papa“ zeigte.

Luis Diaz

Der Wechsel zum FC Bayern steht nun unmittelbar bevor. Bereits am Dienstag soll der Medizincheck in München stattfinden, der Vertrag läuft laut BILD bis 2029. Für die Bayern ist Díaz nach Jonathan Tah und Tom Bischof der dritte Neuzugang in diesem Sommer – und vermutlich der spektakulärste. In München soll er nicht nur die sportliche Lücke auf der linken Außenbahn schließen, sondern auch ein emotionaler Anker für die Fans werden. Ein Flügelstürmer mit Herz, Kampfgeist – und einer Geschichte, die man nicht vergisst. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

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