VonLars Pollmannschließen
Eintracht Frankfurt hat eine Rekordsumme für Elye Wahi ausgegeben. Der Angreifer ist dazu bestimmt, Omar Marmoush langfristig zu ersetzen.
Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat auf den Abschied von Omar Marmoush erwartungsgemäß mit einem Transferkracher reagiert. Als Nachfolger für den nach Informationen von fussball.news für 75 Millionen Euro an Manchester City verkauften Ägypter tätigten die Hessen einen neuen Rekordtransfer: Elye Wahi kam im zweiten Anlauf nach Frankfurt.
„Wir haben uns mit ihm sehr, sehr lange beschäftigt. Er war auch schon im Sommer 2023 bei uns auf der Liste, da war es nicht zu realisieren. Aber wir haben immer den Werdegang verfolgt“, erklärte Markus Krösche zum Transfer des 22-Jährigen. Wahi wechselte 2023 von Montpellier HSC letztlich zu RC Lens, von dort nach einem Jahr zu Olympique Marseille und nun mit Verspätung doch zur Eintracht.
„Er braucht Zeit, um bei der Eintracht anzukommen“
„Mit Frankfurt war es heiß. Ich hatte sogar schon mit Trainer Dino Toppmöller gesprochen“, sagte Wahi später selbst gegenüber der Sportzeitung L‘Equipe zum Sommer 2023. Letztlich verhinderte das lange Warten auf den Verkauf von Randal Kolo Muani an Paris Saint-Germain den Wechsel von Wahi. Nun hat die Verpflichtung für Frankfurt geklappt. Krösche wünscht sich dabei allerdings Geduld.
„Er ist noch ein junger Spieler, der sicherlich auch Zeit braucht, um bei der Eintracht anzukommen“, betonte der Sportchef. Ob die Öffentlichkeit Wahi diese Zeit gibt, bleibt abzuwarten. Die Fußstapfen, die Marmoush hinterlassen hat, sind enorm. Der Top-Scorer war bis zum Wechsel nach Manchester in dieser Saison in 26 Pflichtspielen an 34 Treffern beteiligt.
Bringt Wahi selbst die nötige Geduld bei Eintracht auf?
Wahi pendelte in seiner halben Saison bei Marseille zwischen Startelf und Ersatzbank, sammelte in 14 Partien vier Scorerpunkte. Dass der Jungstar nicht sofort den gleichen Impact haben wird wie Marmoush, liegt auf der Hand. Gut für Eintracht, dass sich Hugo Ekitiké anschickt, noch mehr Verantwortung im Angriff zu übernehmen.
Spannend wird indes wohl die Frage, ob Wahi selbst die Geduld aufbringt, nachdem er binnen anderthalb Jahren einen dritten Vereinswechsel vollzogen hat. Frankreich-Experte Matteo Amghar von L‘Equipe beschrieb Wahi gegenüber dieser Redaktion als Profi, dem bisweilen das eigene Temperament im Weg steht.
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