- VonJosef Schmittschließen
Die U21 der Eintracht startet in die Saison - mit vielen Neuen und einem alten Bekannten: Makoto Hasebe.
Die letzten beiden Jahre, die ersten nach einer achtjährigen Abstinenz, waren eine einzige Erfolgsgeschichte für die U 21 der Frankfurter Eintracht, gemeinhin als „zweite Mannschaft“ bezeichnet. Im ersten Jahr nach der Rückkehr war der Durchmarsch aus der Hessenliga in die Regionalliga Südwest geglückt. Im zweiten Jahr erreichten die Frankfurter Talente einen respektablen sechsten Platz in dieser vierten Liga.
Mit dem Auswärtsspiel bei den Stuttgarter Kickers beginnt am Samstag die dritte Saison nach der Wiederbelebung, nachdem die Eintracht 2014 ihre U 21 aus dem Spielbetrieb abgemeldet hatte. Das Konzept bleibt das gleiche wie zuletzt: Junge Spieler sollen über viele Spielminuten „so schnell wie möglich dem Erwachsenenfußball näher gebracht werden“, wie Sportvorstand Markus Krösche betont.
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Die neue Mannschaft besticht durch eine bemerkenswerte Konsequenz bei ihrer Zusammenstellung. Die Frankfurter gehen mit der vermutlich jüngsten Mannschaft der Liga an den Start. Das Durchschnittsalter beträgt, so der Stand eine Woche vor dem ersten Spiel, 20,1 Jahre.
Mit dem Kader aus der vergangenen Saison hat das neue Aufgebot nur wenig zu tun. Mehr als ein Dutzend Spieler haben den Klub verlassen. Die prominentesten: Torhüter Simon Simoni wurde an den Drittligisten FC Ingolstadt ausgeliehen, Verteidiger Elias Baum an den Zweitligisten SV Elversberg und Stürmer Nacho Ferri an den belgischen Erstligisten FC Kortrijk. Torjäger Noel Futkeu wurde an den Zweitligisten Spielvereinigung Greuther Fürth abgegeben. Ersetzt werden all die Abgänge in den allermeisten Fällen aus der eigenen U 19 und U 17. Mit Nils Ramming, Aiden Harangi, Junior Awusi, Noah Fenyö und Anas Alaoui stehen gleich fünf Spieler im Kader, die weiterhin auch U 19 spielen könnten. Fenyö ist aktuell sogar mit den Profis im Trainingslager in Amerika.
Die Frankfurter haben auch drei externe Neuzugänge verpflichtet. Für die Abwehr Jaden Korzynietz (19) von der U 19 von Borussia Dortmund, fürs Mittelfeld als „Ankerspieler“ den 35 Jahre alten Mario Vrancic, der unter anderem einst für Darmstadt 98 am Ball war und die Erfahrung aus 17 Profijahren mitbringt und für den Angriff Kaan Inanoglu (18) vom MSV Duisburg.
Auch ein neues Trainerteam ist in Verantwortung. Kristjan Glibo wird von Dennis Schmitt ersetzt, der zuletzt in Paderborn die U 23 trainiert hatte. Als Assistenten arbeiten an dessen Seite Arber Mustafa, Dennis Mertens und ab September Bundesliga-Legende Makoto Hasebe. Die Vorbereitungsspiele verliefen ernüchternd. Unter anderem gab es Niederlagen gegen die zweiten Mannschaften vom 1.FC Nürnberg (1:5) und Fortuna Düsseldorf (1:2), zuletzt aber immerhin ein 1:1 beim Nachwuchs des BVB, der in der dritten Liga spielt. Nach der Generalprobe war der Trainer durchaus zufrieden. „Ich denke, dass wir im Vergleich zur letzten Woche in allen Bereichen einen Schritt nach vorn gemacht haben, es war ein ordentlicher Auftritt gegen einen sehr guten Gegner“, sagte Dennis Schmitt, „jetzt werden wir uns optimal auf Stuttgart vorzubereiten.“