SGE weiter ungeschlagen

Eintracht hadert mit Ausgleich in Bochum: „Zu wenig für einen Elfmeter“

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Die Eintracht spielt Remis beim VfL Bochum und ist mit der Elfmeter-Entscheidung, die zum Ausgleich führte, überhaupt nicht einverstanden.

Bochum – Eintracht Frankfurt bleibt in der noch jungen Saison weiter ungeschlagen, kann aber auswärts einfach nicht mehr gewinnen. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom November 2022, beim VfL Bochum war die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller zumindest kurz davor. Ein Elfmeter führte dann zum 1:1-Ausgleich, der aus Sicht der SGE nicht gegeben werden muss.

Dino Toppmöller
Geboren:23. November 1980 (Alter 42 Jahre), Wadern
Verein:Eintracht Frankfurt
Funktion:Cheftrainer

Eintracht Frankfurt holt Remis in Bochum

„Wir würden ihn alle gerne nehmen, wenn er auf unserer Seite gepfiffen wird. Andersrum sagen wir, das ist schon sehr leicht, ein sehr softer Elfmeter. Es wird immer gehalten, gezogen. Für den Schiedsrichter war es ein ganz klarer Elfmeter, das muss man akzeptieren“, sagte Kevin Trapp nach der Partie zum Pay-TV-Sender Sky.

Der Meinung seines Keepers schließt sich Robin Koch an: „Für mich ist das zu wenig für einen Elfmeter. Wenn du so ein Gegentor bekommst, ist es extrem bitter. Er hält ihn vielleicht eine Sekunde, das ist bei einem Eckball normal. Da gibt es jedes Spiel vier, fünf Situationen von“, so der Abwehrspieler bei Sky.

Eintracht Frankfurt bekommt in Bochum einen zweifelhaften Elfmeter gegen sich.

Für Eintracht-Trainer Toppmöller ist das Remis leistungsgerecht. „Es war das Spiel, das wir im Vorfeld erwartet hatten: sehr intensiv, ein Gegner, der uns in den Zweikämpfen, mit vielen langen und zweiten Bällen sowie vielen Flanken in die Box alles abverlangt. Dennoch hätte ich mir mehr Kontrolle und Ballbesitz gewünscht. Gerade in den ersten 25 Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten drei Eins-gegen-eins-Situationen aus spitzem Winkel, die Riemann pariert hat. Auch Bochum hatte die eine oder andere Chance.“

Eintracht Frankfurt: Ärger wegen Elfmeter-Entscheidung

„Mit dem 1:0 waren wir ein Stück weit im Vorteil und hatten die Riesenchance durch einen Standard auf den langen Pfosten, den wir reinschießen müssen. Dann kommt es, wie so oft: viele lange Bälle und Standards. Vor dem Ausgleich stellen wir uns sicher nicht glücklich an, aber es war für mich zu wenig für einen Elfmeter. Aber es wurde so entschieden, wir müssen das schlucken und mit dem Unentschieden leben, das für beide Teams in Ordnung geht“, haderte der Coach ebenfalls mit der Entscheidung, die zum Elfmeter führte.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Torschütze Éric Junior Dina Ebimbe sieht noch Luft nach oben bei der SGE: „Wir hätten mehr verdient gehabt als den einen Punkt. Aber wir sind eine junge Mannschaft, die noch das eine oder andere lernen und manche Dinge besser machen muss.“ (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Hirnschal

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