Verstärkung für die Champions League

Eintracht holt Burkardt als Königstransfer: Was das für Ekitiké heißt

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Durch den Transfer von Jonathan Burkardt hat Eintracht Frankfurt einen wichtigen Deal realisiert. Welche Konsequenzen hat diese Verpflichtung?

Frankfurt – Erstmals in der Vereinsgeschichte hat Eintracht Frankfurt innerhalb der Bundesliga über 20 Millionen Euro für einen Neuzugang überwiesen.

Die Hessen treten finanziell mehr und mehr in eine neue Dimension ein. Sportvorstand Markus Krösche kündigte vor Monaten bei Bild bereits an, dass 20-Millionen-Euro-Deals folgen könnten. Die Eintracht ist spätestens nach dem Einzug in die Champions League noch weiter in der öffentlichen Wahrnehmung nach oben geklettert.

Von „Glatze gnadenlos“ bis „Imperator“: Das sind die bekanntesten Fußball-Schiedsrichter der Welt

Pierluigi Collina bei der Europameisterschaft 2004 beim Halbfinale Griechenland gegen Tschechien im Einsatz.
Pierluigi Collina: Der Italiener ist wohl einer der berühmtesten Schiedsrichter überhaupt. Collina beendete 2005 nach 28 Dienstjahren seine Karriere als Referee, in der er unter anderem das Champions-League-Finale 1999 zwischen Bayern und Manchester United sowie das WM-Finale 2002 zwischen Brasilien und Deutschland gepfiffen hatte. Auf und neben dem Rasen soll er auch „Glatze gnadenlos“ genannt worden sein. © Ulmer / IMAGO
Viktor Kassai bei einem Freundschaftsspiel zwischen Belgien und Portugal.
Viktor Kassai: Der Ungar pfiff unter anderem das Champions-League-Finale 2011 zwischen dem FC Barcelona und Manchester United. Zudem leitete er zahlreiche Spiele bei WM- und EM-Turnieren. Kassai wurde 2011 zum Welt-Schiedsrichter gewählt. ©  ANP / IMAGO
Howard Webb 2014 bei einem Einsatz in der Premier League im Spiel zwischen Crystal Palace und Manchester City.
Howard Webb: Der ehemalige Star-Schiedsrichter war 25 Jahre als Unparteiischer tätig. 2010 und 2013 wurde er Weltschiedsrichter und pfiff unter anderem das Champions-League-Finale 2009 sowie das WM-Finale 2010. © Shutterstock / IMAGO
Deniz Aytekin beim Bundesliga-Duell zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund.
Deniz Aytekin: Der gebürtige Nürnberger zählt zu den bekanntesten Unparteiischen Deutschlands. Aytekin wurde bereits dreimal DFB-Schiedsrichter des Jahres. 2017 leitete er zum Beispiel das DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt. © Maximilian Koch/IMAGO
Björn Kuipers 2021 beim Finale der Europameisterschaft zwischen Italien und England.
Björn Kuipers: Der Niederländer leitete unter anderem das EM-Finale 2021 zwischen Italien und England sowie das Champions-League-Endspiel 2014 zwischen Real Madrid und Atlético Madrid. © Gribaudi/ImagePhoto / IMAGO
Knut Kircher beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München.
Knut Kircher: Der gebürtige Tübinger pfiff beispielsweise 2008 das Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. 2012 wurde er zudem zum DFB-Schiedsrichter des Jahres gewählt. © Eibner / IMAGO
Cüneyt Cakir beim Playoff-Duell zur Europa League zwischen RB Leipzig und Real Sociedad.
Cüneyt Cakir: Der türkische Schiedsrichter leitete unter anderem das Champions-League-Finale 2015 zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona und 2012 das Endspiel der Klub-WM in Japan zwischen Corinthians São Paulo und dem FC Chelsea. © Picture Point LE / IMAGO
Dr. Markus Merk beim Freundschaftsspiel zwischen England und Brasilien.
Markus Merk: Der in Kaiserslautern geborene Markus Merk ist dreifacher Welt-Schiedsrichter und siebenfacher DFB-Schiedsrichter des Jahres. 2003 pfiff er das Finale der Königsklasse zwischen Juventus Turin und AC Mailand sowie 2004 das EM-Finale zwischen Portugal und Griechenland. © Allstar/IMAGO
Nicola Rizzoli beim Champions-League-Viertelfinale zwischen Bayern München und Real Madrid.
Nicola Rizzoli: Der Italiener wurde in seinem Heimatland siebenmal zum Schiedsrichter des Jahres gekürt. Unter anderem pfiff er das WM-Finale 2014 zwischen Deutschland und Italien. © Bernd Müller / IMAGO
Felix Zwayer pfeift das Europa-League-Finale zwischen Tottenham und Manchester United.
Felix Zwayer: In Deutschland gilt der DFB- und FIFA-Schiedsrichter zu den Besten seiner Zunft. Neben zahlreichen Bundesliga-Einsätzen pfiff er unter anderem im Jahr 2024 das Halbfinale der Europameisterschaft zwischen der Niederlande und England. Dennoch haftet Zwayer ein Makel an: Das DFB-Sportgericht sperrte Zwayer einst für sechs Monate, weil er die Spielmanipulation des früheren Schiedsrichters Robert Hoyzer aus dem Jahr 2005 erst verspätet anzeigte. © Gonzales Photo/Frederikke Jensen/IMAGO
Herbert Fandel beim Viertelfinale der Europameisterschaft zwischen Spanien und Italien.
Herbert Fandel: Der gebürtige Bitburger zählt ebenfalls zu den renommiertesten Schiedsrichtern, die in und außerhalb von Deutschland je gepfiffen haben. 2004 und 2006 leitete er unter anderem jeweils das DFB-Pokalfinale sowie 2007 das Champions-League-Endspiel. © Bernd König / IMAGO
Urs Meier beim Viertelfinale der Europameisterschaft zwischen Portugal und England im Einsatz.
Urs Meier: Der Schweizer leitete unter anderem das WM-Halbfinale 2002 zwischen Südkorea und Deutschland sowie im selben Jahr das Champions-League-Endspiel zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen. © PICS UNITED/IMAGO
Marco Antonio Rodríguez Moreno beim WM-Halbfinale 2014 zwischen Brasilien und Deutschland.
Marco Antonio Rodríguez Moreno: Der Mexikaner pfiff unter anderem das WM-Halbfinale 2014 zwischen Brasilien und Deutschland (1:7) und trug aufgrund seiner Frisur den Spitznamen Chiquidrácula (Deutsch: Klein-Dracula).  © PICS UNITED/BOB VAN DEN CRUIJSEM/IMAGO
Felix Brych beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Augsburg und Union Berlin am 34. Spieltag.
Felix Brych: Der 49-Jährige beendete seine Karriere nach der Saison 2024/25 mit dem Bundesliga-Spiel zwischen Augsburg und Union Berlin. Brych leitete 359 Bundesliga-Spiele, pfiff bei WM- und EM-Turnieren und war obendrein zweimal Welt-Schiedsrichter. Mit 359 Einsätzen ist Brych Bundesliga-Rekordschiedsrichter (Stand 2. Juli, 2025). © Klaus Rainer Krieger/IMAGO
Ex-Schiedsrichter Thomas Metzen bei einem Spiel in der 2. Bundesliga zwischen Mainz 05 und dem FC St. Pauli.
Thomas Metzen: Der Deutsche wurde durch sein Doppel-Gelb 2008 berühmt. „Das war ein Fehler von mir, ich habe mich dazu hinreißen lassen“, sagte Metzen anschließend. © Alfred Harder/IMAGO
Michael Oliver beim Achtelfinale der FIFA Klub-WM zwischen Flamengo und Bayern.
Michael Oliver: Der Engländer gilt als einer der besten Schiedsrichter Europas. Seit 2012 ist er zudem FIFA-Schiedsrichter. Bei der FIFA Klub-WM pfiff Oliver unter anderem die Bayern im Achtelfinale gegen Flamengo. © Allstar Picture Library Ltd/IMAGO
Daniele Orsato beim EM-Viertelfinale 2024 zwischen England und der Schweiz in Düsseldorf.
Daniele Orsato: Der Italiener pfiff neben zahlreichen Serie-A-Spielen unter anderem das Finale der UEFA Champions League 2020 zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain. Nach dem EM-Viertelfinale 2024 zwischen England und Schweiz beendete Orsato seine Karriere. © Pro Shots/IMAGO
Schiedsrichter Wolfgang Stark beim Bundesliga-Spiel zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart im Einsatz.
Wolfgang Stark: Neben hunderten Einsätzen in der 1. und 2. Bundesliga pfiff der Bayer zum Beispiel auch das Europa-League-Finale 2012 zwischen Atlético Madrid und Athletic Bilbao. Während seiner aktiven Zeit soll er nach SZ-Informationen von Spielern wegen seines harten Auftretens „Imperator“ getauft worden sein. © SIPPEL / Eibner-Pressefoto
Clément Turpin beim Achtelfinale der Europa League zwischen Athletic Bilbao und AS Rom.
Clément Turpin: Der Franzose leitete unter anderem das Finale der UEFA Champions League 2021/2022 zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool sowie das EM-Eröffnungsspiel 2024 zwischen Deutschland und Schottland. © Ricardo Larreina/IMAGO
Antonio Miguel Mateu Lahoz beim WM-Viertelfinale 2022 zwischen den Niederlanden und Argentinien.
Antonio Miguel Mateu Lahoz: Der Spanier pfiff unter anderem das Champions-League-Finale 2021 zwischen Manchester City und dem FC Chelsea sowie das WM-Viertelfinale 2022 zwischen den Niederlanden und Argentinien, in dem er 15 Mal die Gelbe Karte zückte (Rekord). 2023 beendete Lahoz seine aktive Karriere. © Frank Hoermann/SVEN SIMON/IMAGO
Manuel Gräfe bei einem Bundesligaspiel in Düsseldorf gegen Ingolstadt.
Manuel Gräfe: Der in West-Berlin geborene Gräfe ist einer der bekanntesten deutschen Unparteiischen. 2013 pfiff er das DFB-Pokalfinale zwischen Bayern und Stuttgart. Zuletzt war er unter anderem als Schiedsrichter-Experte für das ZDF bei der EM 2024 im Einsatz. Gräfe verklagte den DFB, weil er seine Bundesligakarriere mit 47 Jahren nach 289 Einsätzen wegen der vom Verband festgelegten Altersbeschränkung beenden musste. Das Landgericht Frankfurt gab Gräfe Recht: Wegen festgestellter Altersdiskriminierung wurden ihm 48.500 Euro Entschädigung zugesprochen. © Michael Kolvenbach / IMAGO
Damir Skomina beim Champions-League-Finale 2019 zwischen den Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool.
Damir Skomina: Zwei seiner Karriere-Höhepunkte erlebte der Slowene 2017 bei der Leitung des Europa-League-Finals zwischen Ajax Amsterdam und Manchester United sowie 2019 mit dem Champions-League-Endspiel zwischen den Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool.  © BPI/Shutterstock/IMAGO
Kim Milton Nielsen 2005 beim Champions-League-Qualifikationsduell zwischen Werder Bremen und dem FC Basel.
Kim Milton Nielsen: Der Däne zählte zu den weltbesten FIFA-Schiedsrichtern. Die EM 1996 war Nielsens erstes großes Turnier. Bis zur EM 2004 verpasste er kein einziges UEFA- und FIFA-Turnier. 2005 folgte sein Karriereende. © Garcia / IMAGO
Pedro Proença beim Gruppenphasen-Duell 2014 zwischen Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona.
Pedro Proença: Der Portugiese war der erste Schiedsrichter, der 2012 im selben Jahr sowohl das Finale der Königsklasse zwischen Spanien und Italien als auch der Europameisterschaft zwischen dem FC Bayern und FC Chelsea leitete. © Pro Shots / Stanley Gontha / IMAGO
Patrick Ittrich beim Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Bochum und 1. FC Heidenheim.
Patrick Ittrich: Neben etlichen Bundesliga-Spielen, Partien in der Qualifikation zur Champions League sowie in der Europa League ist Ittrich zweimal als Lebensretter bekannt geworden. 2011 leistete er gemeinsam mit den Assistenten Holger Hentschel und Frank Willenborg Erste Hilfe, als sich Hauptschiedsrichter Babak Rafati vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Köln und Mainz das Leben nehmen wollte. 2024 rettete er Josuha Guilavogui beim Spiel Bayern gegen Mainz, in dem der Franzose seine Zunge verschluckte. Ittrich zog diese heraus und brachte Guilavogui in die stabile Seitenlage. © Malte Ossowski/Sven Simon/IMAGO

Doch was bedeutet der Transfer von Burkardt überhaupt? Absolut Fussball, das Fußball-Portal von Home of Sports, betrachtet vier verschiedene Punkte.

1.) Burkardt hilft Eintracht sportlich weiter

Der Abgang von Omar Marmoush hat im vergangenen Winter eine gewaltige Lücke bei der Eintracht gerissen. Während der eine Winterneuzugang, Michy Batshuayi, punktuell helfen konnte, enttäuschte der Rekordneuzugang Elye Wahi bislang komplett. Am Ende war es Hugo Ekitiké, der als Ein-Mann-Angreifer alle Aufmerksamkeit auf sich zog und lieferte.

Die Zukunft des Franzosen ist und bleibt offen. Dazu gleich mehr. Burkardt jedenfalls kann eine Soforthilfe sein! Er kennt die Bundesliga, ist in Mainz nicht umsonst zum Nationalstürmer aufgestiegen und hat in der letzten Saison starke 18 Treffer in der Bundesliga erzielt.

Mit einem Stürmer dieser Klasse ist wieder die Doppelspitze möglich. Burkardt hat in seiner Karriere übrigens auch schon als Flügelspieler und Spielmacher agiert. Er ist somit auch flexibel einsetzbar. Genau diese Variabilität ist das, was Krösche stets äußerst wichtig ist.

2.) Eintracht erhält einen weiteren Leader

Die Suche nach Führungsspielern ist eine schwierige. Der Eintracht ist es nach Robin Koch, Arthur Theate, Rasmus Kristensen oder Ellyes Skhiri dennoch erneut gelungen, einen Leader zu finden. Burkardt hat in der vergangenen Saison bei Mainz 26-mal die Kapitänsbinde getragen.

Er sagte daher voller Selbstvertrauen: „Mein Fokus liegt darauf, bei der Eintracht anzukommen und die Mitspieler kennenzulernen. Aber ich habe den Anspruch, meine Persönlichkeit und viel Positivität einzubringen. Ich will mit Einsatz vorangehen.“

Wenn das Thema Mannschaftsrat auf den Tisch kommt, wird Trainer Dino Toppmöller mit großer Sicherheit auch über Burkardt nachdenken. Zu wichtig sind starke Persönlichkeiten und potenzielle Identifikationsfiguren.

3.) Eintracht greift auf drohenden Ekitiké-Abgang vor

Bleibt Ekitiké oder bringt er der Eintracht die erhofften 100 Millionen Euro? Die Zukunft des Franzosen ist nach einer starken Saison trotz bis 2029 laufenden Vertrages offen. Im Gegensatz zum Sommer 2023, als Toppmöller nach dem Abgang von Randal Kolo Muani plötzlich ohne Top-Angreifer auskommen musste, ist diesmal Ersatz schon da.

Das Umfeld träumt aktuell zwar von einem Duo Burkardt und Ekitiké. Allerdings kommt der Stürmer-Markt jetzt erst richtig ins Rollen. Ekitiké ist dabei eine der heißen Aktien in Europa. Der frühzeitige Transfer von Burkardt sorgt für die nötige Ruhe im Umfeld des Klubs.

4.) Burkardt kann die Eintracht-Fans mitnehmen

21.000 Aufrufe hatte die Vorstellungs-Pressekonferenz von Burkardt nach elf Stunden am Montagabend bei YouTube gesammelt. Das sind Werte, die es sonst nur selten gibt. Der Saal im Campus der Frankfurter? Er war bis auf den letzten Platz gefüllt. Dieser Transfer hat über die hessischen Grenzen hinaus für Aufsehen gesorgt.

Bei den Fans des Klubs ist die Freude jedenfalls groß. Wer sich durch die Kommentare auf X, YouTube, Instagram oder in den vielen WhatsApp-Gruppen wühlt, bekommt zumeist nur euphorische Stimmen zu lesen. Burkardt selbst erwartet ein lautes, stimmungsvolles Stadion.

Hugo Ekitiké jubelt, Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hat gut Lachen

Der gebürtige Darmstädter kennt die Eintracht aus dem Effeff. Wer die Rückennummer des ehemaligen Jugendspielers Mounir Chaftar aus der Saison 2006/07 sofort auf den Lippen hat (es war die 31), der erhält auch von langjährigen Anhängern ein anerkennendes Nicken. Wie locker-flockig Burkardt die Führungsachse der Vorsaison, bestehend aus Kevin Trapp, Theate, Kristensen und Koch, in der Pressekonferenz aufzählte, zeigte ein großes Interesse an den Abläufen im Klub.

Die Eintracht hat viele Fans, die sich zu jeder Tageszeit mit ihrem Klub beschäftigen. Es nimmt sie mit, wenn ein Profi ihnen eine ähnliche Intensität im Umgang mit dem Klub vermittelt. Burkardt jedenfalls hat die Herzen schnell erobert. Jetzt liegt es am Königstransfer, mit Toren, Vorlagen und starken Leistungen auf dem Platz zu liefern und die prominente Reihe seiner Vorgänger auszubauen.

Rubriklistenbild: © Imago/Jan Hübner/steinsiek.ch

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