Eintracht holt Burkardt als Königstransfer: Was das für Ekitiké heißt
VonChristopher Michel
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Durch den Transfer von Jonathan Burkardt hat Eintracht Frankfurt einen wichtigen Deal realisiert. Welche Konsequenzen hat diese Verpflichtung?
Frankfurt – Erstmals in der Vereinsgeschichte hat Eintracht Frankfurt innerhalb der Bundesliga über 20 Millionen Euro für einen Neuzugang überwiesen.
Die Hessen treten finanziell mehr und mehr in eine neue Dimension ein. Sportvorstand Markus Krösche kündigte vor Monaten bei Bild bereits an, dass 20-Millionen-Euro-Deals folgen könnten. Die Eintracht ist spätestens nach dem Einzug in die Champions League noch weiter in der öffentlichen Wahrnehmung nach oben geklettert.
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Die Zukunft des Franzosen ist und bleibt offen. Dazu gleich mehr. Burkardt jedenfalls kann eine Soforthilfe sein! Er kennt die Bundesliga, ist in Mainz nicht umsonst zum Nationalstürmer aufgestiegen und hat in der letzten Saison starke 18 Treffer in der Bundesliga erzielt.
Mit einem Stürmer dieser Klasse ist wieder die Doppelspitze möglich. Burkardt hat in seiner Karriere übrigens auch schon als Flügelspieler und Spielmacher agiert. Er ist somit auch flexibel einsetzbar. Genau diese Variabilität ist das, was Krösche stets äußerst wichtig ist.
Er sagte daher voller Selbstvertrauen: „Mein Fokus liegt darauf, bei der Eintracht anzukommen und die Mitspieler kennenzulernen. Aber ich habe den Anspruch, meine Persönlichkeit und viel Positivität einzubringen. Ich will mit Einsatz vorangehen.“
Wenn das Thema Mannschaftsrat auf den Tisch kommt, wird Trainer Dino Toppmöller mit großer Sicherheit auch über Burkardt nachdenken. Zu wichtig sind starke Persönlichkeiten und potenzielle Identifikationsfiguren.
3.) Eintracht greift auf drohenden Ekitiké-Abgang vor
Bleibt Ekitiké oder bringt er der Eintracht die erhofften 100 Millionen Euro? Die Zukunft des Franzosen ist nach einer starken Saison trotz bis 2029 laufenden Vertrages offen. Im Gegensatz zum Sommer 2023, als Toppmöller nach dem Abgang von Randal Kolo Muani plötzlich ohne Top-Angreifer auskommen musste, ist diesmal Ersatz schon da.
Das Umfeld träumt aktuell zwar von einem Duo Burkardt und Ekitiké. Allerdings kommt der Stürmer-Markt jetzt erst richtig ins Rollen. Ekitiké ist dabei eine der heißen Aktien in Europa. Der frühzeitige Transfer von Burkardt sorgt für die nötige Ruhe im Umfeld des Klubs.
4.) Burkardt kann die Eintracht-Fans mitnehmen
21.000 Aufrufe hatte die Vorstellungs-Pressekonferenz von Burkardt nach elf Stunden am Montagabend bei YouTube gesammelt. Das sind Werte, die es sonst nur selten gibt. Der Saal im Campus der Frankfurter? Er war bis auf den letzten Platz gefüllt. Dieser Transfer hat über die hessischen Grenzen hinaus für Aufsehen gesorgt.
Bei den Fans des Klubs ist die Freude jedenfalls groß. Wer sich durch die Kommentare auf X, YouTube, Instagram oder in den vielen WhatsApp-Gruppen wühlt, bekommt zumeist nur euphorische Stimmen zu lesen. Burkardt selbst erwartet ein lautes, stimmungsvolles Stadion.
Der gebürtige Darmstädter kennt die Eintracht aus dem Effeff. Wer die Rückennummer des ehemaligen Jugendspielers Mounir Chaftar aus der Saison 2006/07 sofort auf den Lippen hat (es war die 31), der erhält auch von langjährigen Anhängern ein anerkennendes Nicken. Wie locker-flockig Burkardt die Führungsachse der Vorsaison, bestehend aus Kevin Trapp, Theate, Kristensen und Koch, in der Pressekonferenz aufzählte, zeigte ein großes Interesse an den Abläufen im Klub.
Die Eintracht hat viele Fans, die sich zu jeder Tageszeit mit ihrem Klub beschäftigen. Es nimmt sie mit, wenn ein Profi ihnen eine ähnliche Intensität im Umgang mit dem Klub vermittelt. Burkardt jedenfalls hat die Herzen schnell erobert. Jetzt liegt es am Königstransfer, mit Toren, Vorlagen und starken Leistungen auf dem Platz zu liefern und die prominente Reihe seiner Vorgänger auszubauen.