VonJohannes Skibaschließen
Kurz vor dem Transfer von Kolo Muani zu PSG, verlieh Eintracht Frankfurt Rafael Borré an Werder Bremen. Nun bedauert Sportvorstand Krösche diesen Wechsel.
Frankfurt – Der Rekordabgang von Randal Kolo Muani zu PSG hat zwar ordentlich Geld in die Kasse von Eintracht Frankfurt gespült, dafür aber auch eine Vakanz im Kader geschaffen, die Sportvorstand Markus Krösche nach dem Wechsel des Franzosen nicht mehr füllen konnte. Das Transferfenster war bereits geschlossen. Nur ein paar Stunden zuvor gab die SGE die Leihe von Rafael Santos Borré zu Werder Bremen bekannt.
| Eintracht Frankfurt | |
|---|---|
| Gründung: | 8. März 1899 |
| Deutsche Meisterschaften: | 1x |
Eintracht Frankfurt hat nun drei Mittelstürmer im Kader
Wie Markus Krösche im Interview nach dem aufreibenden Deadline-Day auf der Klub-Homepage zugab, hätte er mit dem Wissen, dass Kolo Muani Eintracht Frankfurt verlassen wird, die Leihe des Kolumbianers zum Ligakonkurrenten blockiert: „Auch – und so ehrlich muss man sein - der Leihe von Rafael Borré hätten wir drei Stunden später nicht zugestimmt.“
Den anderen südamerikanischen Stürmer im Kader der SGE, ließ Krösche aber nicht ziehen: „Lucas Alario, dem ein Angebot vorlag, haben wir letztlich gehalten.“ Mit dem Argentinier, sowie den Neuzugängen Omar Marmoush und Jessic Ngankam, die beide bislang zu überzeugen wissen, stehen der Eintracht drei Akteure für die Position des zentralen Stürmers zur Verfügung.
Rafael Santos Borré fehlte die Wertschätzung bei Eintracht Frankfurt
Für den Europa-League-Helden Rafael Santos Borré kommt das Last-Minute-Leihgeschäft indes wie gerufen. Der Angreifer spielte unter Trainer Dino Toppmöller überhaupt keine Rolle mehr und stand unter dem neuen Coach nicht mehr im Kader von Eintracht Frankfurt.
Im Interview bei seinem neuen Verein ließ Borré durchblicken, dass er zuletzt keine schöne Phase in Frankfurt durchlebte: „Es waren tolle und spannende Jahre. Aber ich wollte mich einfach wieder wichtig fühlen.“ Auch ein längeres Engagement an der Weser kommt für den Angreifer grundsätzlich infrage: „Man weiß nie, wie das Leben sich so entwickelt. Und natürlich kann ich mir auch vorstellen, länger zu bleiben. Von dem her möchte ich einfach mit meiner Leidenschaft sowohl in der Mannschaft, aber auch den Fans gegenüber einfach zeigen, dass ich Teil des Teams bin.“ Da die SGE bereits im Winter einen Ersatz für Kolo Muani verpflichten könnte, wäre im Kader der Eintracht ohnehin auch im nächsten Sommer kein Platz für den leidenschaftlichen Offensivakteur. (jsk)
Rubriklistenbild: © imago/Montage

