Eintracht gegen Lilien

Einzelkritik: Eintracht vergeigt Sieg in Darmstadt

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Können es nicht glauben, die Frankfurter Fußballer nach dem 2:2.
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    Daniel Schmitt
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Die Eintracht führt 2:0 und fährt beim SV Darmstadt 98 doch keinen Sieg ein. Die Einzelkritik der Frankfurter Spieler.

Eintracht Frankfurt hat in einem zerfahrenen Derby beim SV Darmstadt 98 den Sieg noch aus der Hand gegeben. Die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller verspielte am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim 2:2 (1:0) beim Tabellenschlusslicht eine 2:0-Führung. Vor 17 550 Fans erzielten Niels Nkounkou (33.) und Ansgar Knauff (51.) die Tore für die Gäste. Für die Lilien trafen Neuzugang Julian Justvan (62.) und Christoph Klarer (90.+5).

Tadellos

Sasa Kalajdzic: Verkappter Spielmacher, ließ sich ständig zurückfallen ins Mittelfeld, drehte auf und passte den Kollegen in den Lauf. Leitete so das 1:0 ein, auch die Großchance von Knauff in Hälfte eins. Sein missglückter Schuss fiel nach der Pause eben jenem Knauff vor die Füße, das 2:0, des Österreichers erster Scorerpunkt für die Hessen. Guter Auftritt, selbst dann noch, als ihn die Kräfte verließen. Wehrte sich, so lange es irgendwie ging.

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Eintracht und die fehlende Tiefe

Gut dabei

Robin Koch: 52 Minuten kaum gefordert, ehe die Darmstädter doch noch aufkamen, und wie sie aufkamen. Warf sich rein, bügelte hier und dort Fehler der Kollegen aus, konnte den Ausgleich aber auch nicht verhindern.

Ganz okay

Niels Nkounkou: Hatte die erste Chance des Spiels, schoss später auch das erste Tor, bestätigte da seine gute Form. Auch defensiv konzentriert. Bloß: All das galt nur für Hälfte eins, nach der Pause wirkungslos, wie ausgewechselt.

Willian Pacho: Kein großen Aussetzer, aber auch nicht patzerlos. Drosch die Kugel gerade in der zweiten Hälfte zu oft kopflos nach vorne.

Eintracht-Spieler Ansgar Knauff: zu hippelig

So lala

Ansgar Knauff: Sein fünfter Ligatreffer, dieses 2:0, pirscht sich so langsam an den abwesenden Toptorjäger Marmoush (sieben Tore) heran. Dabei hat er ja nicht den besten Abschluss, zu sehen in Hälfte eins, als er ein Riesending freistehend vermurkste. Beim Tor dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Schob die Kugel ein aus kurzer Distanz. Allerdings: Mit viel zu vielen Fehlern, taktisch wie fußballerisch. Wirkt stets zu hippelig, nervös. Warum eigentlich?

Eric Dina Ebimbe: Startete ordentlich, brach gleich zweimal rechts durch. Dann allerdings mit einigem Leerlauf, bis er doch die Führung vorbereitet und schließlich auch in der Entstehung des 2:0 seine Füße im Spiel hatte. Danach riss es, wie bei vielen Kameraden, völlig ab, Fehler auf Fehler. Gerade als er offensiver spielen musste. Auch körperlich auf der letzten Rille unterwegs.

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SGE angeblich mit PSG-Stürmer einig

Mario Götze: Taktgeber, oft am Ball, wenige Fehler, aber risikolos. Leitete anfangs eine erste Chance von Nkounkou ein, ansonsten wagte er nichts, passte nur quer und zurück. Konnte am Ende die Partie nicht mehr beruhigen.

Donny van de Beek: Im ersten Abschnitt mit wenigen Aktionen, schwamm so mit. Leitete nach dem Seitenwechsel aber das 2:0 mit einem Steckpass ein. Da sah man, was er kann: gut kicken. Suchte stets Götze als Anspielpartner. Ihm ist anzumerken, dass er vor seinem Wechsel zur Eintracht nie spielte. Besitzt das fußballerische Rüstzeug, klar, wird sich aber steigern müssen.

Kevin Pass: Fataler Fehlpass

Hugo Larsson: Höchst unauffällig, lief viel, spielerisch aber ohne Akzente. Kann mehr, viel mehr.

Kevin Trapp: Trägt berufsbedingt Handschuhe, konnte ihm nur recht sein im Eisschrank zu Darmstadt. Musste sich in Hälfte eins nicht einmal auf den Boden werfen, war nur gefragt als Aufbauspieler. Da schlich sich nach der Pause ein haarsträubender Fehlpass ein, ermöglichte so den Darmstädter Anschlusstreffer. Auch noch getunnelt, die Höchststrafe. Zündete die Partie mit seinem Fehler an. Mit einer Parade gegen Pfeiffer, immerhin.

Schwächelnd

Tuta: Was für ein Aussetzer in der Nachspielzeit, ein krasser Fehlpass, „ein Wahnsinnsfehler“ (Trainer Dino Toppmöller), der den Sieg kostete. Warum nicht einfach die Kugel nach vorne hauen? Nur Tuta weiß es. Auch davor wacklig, unkonzentriert, irgendwie nicht ganz bei der Sache.

Aurelio Buta: Kam rein, senste einen Darmstädter um, sah dafür Gelb, und spielte gefühlt ausschließlich Fehlpässe, auch im Vorfeld des 2:2-Ausgleichs. Vogelwilder Auftritt, übel.

Zu spät gekommen

J. P. Hauge , J. Ngankam , H. Smolcic, S. Rode.

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