Dicke Überraschungen?

DFB-Nominierung jetzt im Live-Ticker: Bundestrainer Nagelsmann holt drei Neue

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Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seinen Kader für die anstehende WM-Qualifikation bekanntgegeben. Seine Entscheidungen zum Nachlesen im Live-Ticker.

Update vom 27. August, 17:46 Uhr: Der deutsche Kader umfasst insgesamt 23 Spieler. Ein Überblick:

Update vom 27. August, 17:38 Uhr: Neben Schlotterbeck könnte auch Real-Star Antonio Rüdiger wieder in der Verteidigung gefragt werden. Zuletzt fiel er durch einen Eklat in der spanischen Liga auf. Rüdiger hatte sich für sein Verhalten entschuldigt und Einsicht gezeigt. „Er soll sich auf das besinnen, was ihn stark macht.“ Damit sei das Thema für ihn abgehakt. „Er weiß, dass es auf seine Leistung ankommt.“

Der Bundestrainer muss seinen Kader für die WM-Quali berufen.

Noch kein Thema ist aktuell Malick Thiaw, der erst kürzlich für eine hohe Summe vom AC Milan zu Newcastle United wechselte. In der Premier League muss er nun weiter konstante Leistungen zeigen, um sich für Nagelsmann zu empfehlen.

Update vom 27. August, 17:34 Uhr: Verletzungsbedingt fehlt Verteidiger Nico Schlotterbeck. Bitter. Schließlich spielte der BVB-Spieler vor seiner Verletzung eine zentrale Rolle in der Abwehrreihe des DFB-Teams. „Ich find das Wort gesetzt immer etwas schwierig.“ Sein Profil spreche jedoch für den BVB-Star. „Generell schon ein Spieler, den ich gerne als gesetzt sehen würde.“ Dafür müssten jedoch die Leistungen bei der Rückkehr des Innenverteidigers stimmen. Dann „dürfte er am Gesetzt-Status kratzen.“

Update vom 27. August, 17:32 Uhr: Im Sturm muss Jonathan Burkhart vorerst zusehen. Stattdessen bekommen Niclas Füllkrug (West Ham United) und Nick Woltemade (VfB Stuttgart) den Vorzug. Nagelsmann bewertet Burkharts Situation als besonders und mahnt zur Geduld. Er betont, dass der junge Angreifer erst seit Kurzem bei seinem neuen Klub Eintracht Frankfurt weilt.

Nagelsmann ist sich bewusst, dass die Leistungen im DFB-Trikot auch noch nicht komplett passen, möchte die Tür jedoch keinesfalls zuschlagen. „Ich bin mit ihm im Austausch. Er weiß was ich von ihm fordere."

Update vom 27. August, 17:26 Uhr: Die neue Nummer eins bleibt vorerst Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim. Eine Belohnung für konstante Leistungen in der Bundesliga und seine guten Auftritte im DFB-Dress. „Ich habe ein unfassbares Vertrauen in ihn. Er ist ein toller Charakter“, so Nagelsmann. Baumann sei ein guter Fußballer und laufe laut dem Bundestrainer oft unter dem Radar. Marc-André ter Stegen soll derweil die nötige Zeit erhalten, um sich von seiner aktuellen Verletzung zu erholen.

Graf, Nowitzki und Schumacher: Die größten deutschen Sportlegenden

Franz Beckenbauer (Fußball)
Den Anfang bei den größten deutschen Sportlegenden macht „der Kaiser“: Wie kaum ein anderer prägte die 2024 verstorbene „Lichtgestalt“ dank seiner Eleganz die Fußball-Geschichte über die Grenzen von Deutschland hinaus – und das auch über seine aktive Spielerkarriere hinaus. Als eine von nur drei Personen wurde Franz Beckenbauer als Spieler (1974) und als Trainer (1990) Weltmeister.  © Ulmer/IMAGO
Boris Becker (Tennis)
Der Tennis-Boom in Deutschland trägt seinen Namen: Als jüngster Spieler der Geschichte gewann Boris Becker 1985 im Alter von nur 17 Jahren das altehrwürdige Wimbledon-Turnier – der erste Grand-Slam-Titel eines deutschen Spielers. Es folgten für den einzigen deutschen Weltranglisten-Ersten fünf weitere Triumphe bei den bedeutendsten Turnieren der Welt und eine olympische Goldmedaille im Doppel. Auch der ein oder andere private Fauxpas kann nicht am Vermächtnis des Blondschopfes rütteln.  © IMAGO
Heiner Brand (Handball)
Der wohl berühmteste Schnauzer der deutschen Handball-Geschichte gehört Heiner Brand. Wie der Kaiser wurde der mitunter knurrig wirkende Oberberger als Spieler und als Trainer Weltmeister – dies ist in der Historie des Handballs bislang noch keinem zweiten gelungen. Für seine illustre Karriere, in der er insgesamt 27 hochkarätige Titel gewinnen sollte, wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (2007) ausgezeichnet.  © Camera 4/JIM/IMAGO
Waldemar Cierpinski (Marathon)
Eine echte Ikone seines Sports ist Waldemar Cierpinski. Der Marathon-Läufer prägte die späten 70er- und frühen 80er-Jahre seiner Disziplin. Als nur einer von drei Sportlern konnte der DDR-Langstreckenläufer zwei olympische Goldmedaillen (1976 & 1980) gewinnen. Nach der Wende tauchte sein Name jedoch in Akten zur Aufarbeitung des staatlichen Zwangsdopings in der DDR auf.  © WEREK/IMAGO
Heike Drechsler (Weitsprung)
Bis heute gilt Heike Drechsler als eine der erfolgreichsten Weitspringerin der Geschichte. In ihrer aktiven Karriere gewann die in Gera geborene Leichtathletin 27 internationale Medaillen und stellte einen damaligen Weltrekord mit 7,48 Metern auf. Ihre größten Erfolge feierte Drechsler bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und 2000 in Sydney, als sie jeweils die Goldmedaille in ihrer Disziplin gewann.  © Sven Simon/IMAGO
Birgit Fischer (Kanu)
Die Königin des Kajaks: Birgit Fischer. Über 24 Jahre dominierte die Kanutin in ihrer Sportart. Bei ihren sechs olympischen Teilnahmen von 1980 bis 2004 sammelte die Brandenburgerin acht Gold- und vier Silbermedaillen und wurde darüber hinaus unglaubliche 27-mal Weltmeisterin. Bis 2024 war die erfolgreichste Kanurennsportlerin aller Zeiten auch die erfolgreichste Olympionikin Deutschlands.  © Camera 4/IMAGO
Steffi Graf (Tennis)
Geschichte schrieb Steffi Graf im Jahre 1988: Als erste – und einzige – Tennis-Spielerin gewann die Mannheimerin den Golden Slam, bestehend aus Triumphen in den vier Grand-Slam-Turnieren und dem Finale bei den Olympischen Spielen. Bereits im Alter von 14 Jahren hatte sie erklärt, die Nummer eins werden zu wollen. Ein Traum, den sich die 22-malige Grand-Slam-Siegerin wie keine andere je erfüllte. Ganze 377 Wochen (über sieben Jahre) führte sie die Weltrangliste an – bis heute Rekord. Ihre unvergleichliche Karriere beendete die Tennis-Legende 1999 im Alter von 30. © Sven Simon/IMAGO
Sven Hannawald (Skispringen)
Geschichte schrieb auch Sven Hannawald in seinem Sport. Wie einige andere Deutsche in ihrer Disziplin durfte der Skispringer einen bis dato nie dagewesenen Erfolg bejubeln. Bei der Vierschanzentournee im Winter 2001/02 gewann der heutige TV-Experte alle vier Springen und sicherte sich den sogenannten „Grand Slam“. Hannawald, der während seiner aktiven Zeit an Burnout erkrankte, engagiert sich seit seinem Karriereende 2004 gesellschaftlich und versucht durch seine Erfahrungen anderen Menschen zu helfen.  © Ulmer/IMAGO
Armin Hary (100 Meter Sprint)
Ein Deutscher als König der Sprinter: Trotz einer kurzen sportlichen Laufbahn avancierte Armin Hary zu einem der bedeutendsten Sprinter der 60er-Jahre. Auf einer Aschebahn (!) stellte der gebürtige Saarbrückener einen neuen Weltrekord auf: Als erster Sprinter brauchte Hary 1960 über 100 Meter nur 10,0 Sekunden. Wenig später folgten zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Rom, ehe er 1961 im Alter von 24 Jahren aufgrund einer Knie-Verletzung sowie eines Streits mit einem Funktionär seine Karriere beendete. © imago sportfotodienst
Bernhard Kempa (Handball)
Bernhard Kempa ist ein Pioneer des Handballs. Der „Monsieur Handball“ – oder „Kaiser“ des Handballs – war seinerzeit als bester und vielseitigster Spieler der Welt bekannt, insbesondere sein Spielwitz machten den zweimaligen Weltmeister (1952 & 1955) zum Aushängeschild. Sein Vermächtnis dürfen die Fans bis heute noch in den Hallen der Welt bewundern. Die 2017 im Alter von 96 Jahren verstorbene Legende ist Begründer des nach ihm benannten „Kempa-Trick“, bei dem der Werfer einen Pass im Sprung fängt und noch in der Luft abschließt.  © imago sportfotodienst
Bernhard Langer (Golf)
Sein Leben hat Bernhard Langer dem Golf gewidmet. Bereits 1976 feierte der zweifache Major-Sieger sein Debüt auf der Pro Tour – und denkt auch fünf Jahrzehnte später nicht ans Aufhören. Durch seinen Erfolg 2023 bei den Senior Majors, für Teilnehmer über 50 Jahre, ist „Mister Consistency“ der erfolgreichste Spieler auf der Champions Tour. Darüber hinaus etablierte Langer als Teil der sogenannten „Big Five“ Europa als würdigen Kontrahenten im Ryder Cup.  © Kolvenbach/IMAGO
Lothar Matthäus (Fußball)
Mit 150 Einsätzen ist Lothar Matthäus der Rekordspieler der deutschen Nationalmannschaft und schrieb als Kapitän sowie Regisseur im Mittelfeld der Weltmeister-Mannschaft von 1990 Geschichte. Der Mittelfranke, der schon in seiner sportlichen Laufbahn kein Blatt vor den Mund genommen hat, wurde 1990 als „Weltsportler des Jahres“ und ein Jahr später als „FIFA-Weltfußballer des Jahres“ ausgezeichnet. Im Jahre 2018 wurde Matthäus als einer der ersten in die Hall of Fame des deutschen Fußballs aufgenommen.  © imago sportfotodienst
Ulrike Meyfarth (Hochsprung)
Bis heute ist Ulrike Meyfarth noch immer die jüngste Olympiasiegerin in einer Leichtathletik-Einzeldisziplin. Im Alter von 16 Jahren gewann die Hochspringerin 1972 bei den Olympischen Spielen in München die Gold-Medaille. Ihren sensationellen Triumph wiederholte die Frankfurterin, die in ihrer Karriere mehrere Weltrekorde aufgestellt hatte, zwölf Jahre später in Los Angeles und gewann erneut Gold. © imago sportfotodienst
Rosi Mittermaier (Ski Alpin)
Die Ski beherrschte Rosi Mittermaier wie kaum eine andere. Die stets bodenständige und herzliche „Gold Rosi“ verzückte die deutschen Sportfans in den 70er Jahren. Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck feierte die Hotelgehilfin ihre Sternstunde: Eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz raste die damals 26-Jährige die Abfahrt hinunter. Es folgten die „Rosi Games“, wie ein englisches Medium danach titelt, im Slalom gewann Mittermaier die zweite Gold-Medaille und sicherte sich Silber im Riesenslalom. Insbesondere ihr gesellschaftliches Engagement zeichnet die Sportikone nach ihrer aktiven Karriere aus.  © Sven Simon/IMAGO
Gerd Müller (Fußball)
365 Tore in 427 Bundesliga-Spielen – oder kurz: der Bomber der Nation. Sein wichtiges Tor wird der im Jahre 2021 verstorbene Gerd Müller jedoch im WM-Finale 1974 geschossen haben, durch das Deutschland 20 Jahre nach dem Wunder von Bern zum zweiten Mal Weltmeister wurde. Sein scheinbar uneinholbare Rekord mit 40 Toren in einer Bundesliga-Saison wurde zwar von Robert Lewandowski gebrochen, doch auch ohne diesen wird der viermalige Deutsche Meister für immer als Legende in die Annalen des deutschen Fußballs eingehen. Und für immer mit dem Sprichwort „Tore aus allen Lagen“ verknüpft sein.  © imago sportfotodienst
Magdalena Neuner (Biathlon)
Mit ihren Erfolgen machte Magdalena Neuner den Biathlon zu einem Volkssport – und das, obwohl die Biathletin bereits im Alter von 25 Jahren ihre sportliche Karriere beendete. In nur sechs Jahren im Weltcup sammelte sie zwei olympische Gold-Medaillen, zwölf Weltmeister-Titel (Rekord) und gewann dreimal den Gesamt-Weltcupsieg. Neben einem Platz in der Hall of Fame des deutschen Sports ist Neuner auch als deutsche Biathlon-Königin bekannt. © imago sportfotodienst
Dirk Nowitzki (Basketball)
Pioneer-Arbeit leistete auch Dirk Nowitzki: Als erster deutscher Spieler wechselte die Basketball-Legende aus Europa in die NBA. 21 Saisons absolvierte „Dirkules“ in der besten Basketball-Liga der Welt und verhalf dem Basketball in Deutschland zu größerer Popularität. Als Big-Man mit Stretching-Ability revolutionierte der gebürtige Würzburger das Spiel in der NBA. Insbesondere sein Signature Move, der Fade-Away, bei dem er sein Knie anzog und sich im Wurf nach hinten fallen ließ, machten den MVP der Saison 2007 zu einem der gefürchteten Gegenspieler. Seine Stellung als einer der besten Basketballspieler aller Zeiten verfestigte Nowitzki auch dank des NBA-Titels, zu dem Nowitzki die Mavericks 2011 führte. © imago sportfotodienst
Kirstin Otto (Schwimmen)
Historische Olympische Spiele erlebte Kirstin Otto 1988 in Seoul: Die Schwimmerin gewann im Becken gleich sechs Goldmedaillen – zuvor hatte dies noch nie eine Athletin vollbracht. Besonders imponierend hierbei war, dass sie ihre Triumphe in drei verschiedenen Disziplinen (Freistil, Rücken und Schmetterling) erzielte. Nach ihrem Karriereende ist die erfolgreichste deutsche Schwimmerin der Sportwelt erhalten geblieben. Als Moderatorin und Redakteurin begleitet sie immer noch Sportgroßereignisse. © imago sportfotodienst
Claudia Pechstein (Eisschnelllauf)
Als deutsche Rekord-Olympionikin ist Claudia Pechstein bei ihrem Karriereende im Alter von 53 Jahren in die Annalen eingegangen: 30 Jahre nach ihrem Debüt in Albertville folgte für die Eisschnellläuferin bei ihrer achten Teilnahme 2022 in Pyeongchang der Abschied von der olympischen Bühne. In dieser Zeit durfte die Berlinerin neun Olympia- sowie 42 WM-Medaillen bejubeln. Dennoch wurde ihre lange Karriere nicht von Kontroversen verschont. 2009 wurde Pechstein wegen angeblichen Dopings für zwei Jahre gesperrt, erst 16 Jahre später (2025) konnte der Streit beigelegt werden. © Ding Xu/IMAGO
Birgit Prinz (Fußball)
Eine der bedeutendsten Figuren des deutschen Frauenfußballs ist Birgit Prinz: Als Kapitänin und Gesicht der deutschen Nationalmannschaft prägte die Stürmerin die erfolgreichste Zeit des DFB maßgeblich mit. Deutschlands Rekord-Spielerin und -Torjägerin (128 Tore in 214 Spielen) führte die DFB-Auswahl zu zwei Weltmeister- und fünf Europameisterschaftstiteln. In den Jahren 2003 bis 2005 wurde sie zudem dreimal hintereinander zur Weltfußballerin gewählt und wurde mittlerweile zur Ehrenspielführerin ernannt.  © Ulmer/IMAGO
Max Schmeling (Boxen)
Mehr als nur ein Boxer war Max Schmeling (li.). Der einzige deutsche Boxweltmeister aller Klassen, von 1930 bis 1932 war Schmeling Weltmeister im Schwergewicht, absolvierte 70 Kämpfe (56 Siege). Insbesondere seine Duelle mit Joe Louis (re.) sollten eine entscheidende Rolle einnehmen. Den haushoch favorisierten Louis verpasste Schmeling 1936 die erste – von insgesamt nur drei – Niederlagen. Ein Triumph, der auch sein Leben verändern sollte. Fortan ein Idol, benutzte das NS-Regime den Boxer für Propaganda, doch Schmeling bewahrte die Distanz. Wie erst im Jahre 1989 bekannt wurde, versteckte der Boxer zu Zeiten der Novemberpogrome zwei jüdische Jugendliche und ermöglichte ihnen die Flucht. Auch nach der Kriegszeit war der Boxweltmeister ein Aushängeschild für gesellschaftliche Werte: Der Einsatz für bedürftige Menschen und Fairplay waren bis zu seinem Tod 2005 ein großer Teil seines Lebens.  © Sven Simon/IMAGO
Michael Schumacher (Formel 1)
Nicht nur eine der bekanntesten Sportpersönlichkeiten Deutschlands, sondern der Welt, ist Michael Schumacher. Mit seinen Erfolgen machte der Rennfahrer in seinem roten Ferrari die Bundesrepublik zur Formel-1-Nation. Sieben Weltmeistertitel – geteilter Rekord mit Lewis Hamilton – feierte die Ikone zwischen 1994 und 2004. Seit seinem schweren Skiunfall 2013 lebt „Schumi“ zurückgezogen.  © HochZwei/IMAGO
Kristina Vogel (Bahnrad)
Resilienz, Einsatz und vor allem Zuversicht machen die Bahnradfahrerin Kristina Vogel aus: Am Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn wird die zweimalige Olympiasiegerin jäh gestoppt. Nur kurze Zeit nach ihren Weltmeistertiteln zehn und elf – geteilter Rekord mit der Australierin Anna Meares – erlitt Vogel bei einem Trainingsunfall eine schwere Wirbelsäulenverletzung; nach wochenlangem Überlebenskampf ist die ehemalige Weltklasse-Athletin aufgrund einer Querschnittslähmung auf einen Rollstuhl angewiesen. Doch davon lässt sie sich nicht ausbremsen. Sie engagiert sich als Trainerin, TV-Expertin und sogar Kommunalpolitikerin im Stadtrat Erfurts und ist für alle Menschen ein Vorbild – egal, ob mit oder ohne Handicap.  © Foto Olimpik/Imago
Isabell Werth (Dressurreiten)
Seit den Sommerspielen von Paris ist Isabell Werth die erfolgreichste deutsche Olympionikin. In der französischen Hauptstadt sicherte sich die Reiterin ihre achte olympische Gold- und sechste Silber-Medaille, womit sie Birgit Fischer ablöste. Die studierte Juristin blickt zudem auf neun Weltmeister- und 21 Europameister-Titel. Damit ist sie zudem die erfolgreichste Dressurreiterin weltweit. © imago sportfotodienst
Katarina Witt (Eiskunstlauf)
Ihr Charme machte Eiskunstläuferin Katarina Witt zu einem Weltstar. Die Olympiasiegerin von Sarajevo (1984) und Calgary (1988) bezauberte vor allem durch ihre B-Note und ihrer künstlerischen Freiheiten. Zudem ließ sie sich bereits zu DDR-Zeiten nicht sagen, was sie zu tun hatte. So gewann die in der Nähe von Berlin geborene Witt unter anderem als Schauspielerin im Film „Carmen on Ice“ einen Emmy.  © imago sportfotodienst

Update vom 27. August, 17:25 Uhr: Nagelsmann bekräftigt sein Vorhaben, Joshua Kimmich fortan wieder im defensiven Mittelfeld einzusetzen. Ob es die dauerhafte Lösung „oder eine weitere Formation“ wird, lässt er offen. So ganz möchte er sich dann also doch nicht in die Karten schauen lassen.

Update vom 27. August, 17:23 Uhr: Mit dabei ist auch Bayern-Star Serge Gnabry. „Der Transfersommer war ganz gut für Serge“, so Nagelsmann, der Gnabry im offensiven Mittelfeld gut aufgehoben sieht. „Ich sehe ihn nicht als klassischen Flügelspieler. Ich glaube, in Serge schlummert mehr, als er oft zeigt.“ Der Bundestrainer betont die gute Leistung seines Schützlings beim Liga-Auftakt gegen RB Leipzig. Zeitgleich betont er jedoch auch die notwendige Konstanz.

Update vom 27. August, 17:20 Uhr: Vor der Kader-Bekanntgabe gab sich DFB-Boss Rudi Völler mit Blick auf die Ziele klar, aber auch vorsichtig. „Wir wollen eine gute Qualifikation spielen, eine gute Auslosung in Washington haben. Und dann wollen wir nächstes Jahr eine sehr, sehr gute Rolle spielen. Natürlich am liebsten ganz oben auf dem Treppchen. Aber erstmal piano, piano.“ Julian Nagelsmann betont auf Nachfrage: „Ich finde das Ziel auszurufen, dass wir Weltmeister werden möchten, nicht arrogant oder problematisch.“

Update vom 27. August, 17:15 Uhr: Nicht mit dabei ist Ex-Bayern-Star Leroy Sané. „Er braucht noch etwas, um reinzukommen. Ich brauche eine gewisse Quote“, erklärt Nagelsmann. Dabei schaut der Bundestrainer auch auf die Türkische Süper Lig, in welcher Sané nun bei Galatasaray Istanbul spielt. „Er bleibt aber auf jeden Fall Kandidat.“

Update vom 27. August, 17:13 Uhr: Wer darf gegen die Slowakei und Nordirland ran? Insgesamt werden drei Neulinge dabei sein. Einer von ihnen ist Paul Nebel (Mainz 05), genau wie Collins von Eintracht Frankfurt. Ebenfalls neu ist Augsburg-Keeper Finn Dahmen. Freiburg-Torwart Noah Atubolu wird vorerst nicht dabei sein. Der Stammkeeper der U21 hält sich jedoch auf Abruf bereit.t.

Update vom 27. August, 17:09 Uhr: Bevor es zum Kader kommt, lässt der Bundestrainer die Heim-EM 2024 Revue passieren. Hintergrund ist die DFB-Bewerbung um die Frauen-EM 2029 in Deutschland.

Update vom 27. August, 17:07 Uhr: Die Journalisten nehmen Platz, Bundestrainer Julian Nagelsmann betritt mit leichter Verspätung das Podium. Es ist angerichtet.

Erstmeldung vom 27. August, 16:45 Uhr: Frankfurt – Bald hat das Rätselraten ein Ende – Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft bekannt geben. Die Fußballnation blickt mit Spannung auf diese Entscheidung, die nicht nur kurzfristig, sondern auch für die langfristige Entwicklung des Teams bedeutsam sein werden könnte.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat bereits angedeutet, dass mit überraschenden Namen im Kader zu rechnen ist. Besonders vielversprechend erscheinen dabei Talente aus der erfolgreichen U21-EM-Mannschaft, die nun ihre Chance im A-Team erhalten könnten. Diese Neuausrichtung wird auch durch verletzungsbedingte Ausfälle etablierter Kräfte wie Jamal Musiala, Marc-André ter Stegen und Nico Schlotterbeck notwendig.

Babbel überrascht mit Kader-Prognose für die WM

Taktisch hat Nagelsmann bereits eine wichtige Entscheidung getroffen: Joshua Kimmich wird nicht mehr als Außenverteidiger, sondern wieder im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Diese Umstellung dürfte erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtstruktur der Mannschaft haben und wirft die Frage auf, wer künftig die Außenverteidigerposition bekleiden wird.

Für Gesprächsstoff sorgt derweil eine Prognose des ehemaligen Nationalspielers Markus Babbel zur möglichen WM-Startelf 2026. Überraschend setzt Babbel auf Manuel Neuer im Tor, was im Widerspruch zu jüngsten Aussagen Völlers steht. In der Innenverteidigung favorisiert er das Duo Jonathan Tah und Waldemar Anton, während er im Mittelfeld auf die Kombination aus dem erfahrenen Leon Goretzka und Nachwuchstalent Aleksandar Pavlović vertraut.

Offensiv schlägt Babbel eine Dreierreihe mit Florian Wirtz, Jamal Musiala und Serge Gnabry vor. Als größte Überraschung gilt jedoch seine Nominierung von Nick Woltemade als Sturmspitze. Den jungen Angreifer bezeichnet Babbel als „richtigen Typ“, der sich positiv vom oft kritisierten „glattgeschleckten“ Image abhebe, das der Nationalmannschaft in der Vergangenheit anhaftete. Während Babbels Zukunftsvision naturgemäß spekulativ bleibt, verdeutlicht sie das enorme Potenzial im deutschen Fußball und die vielfältigen Optionen, die Nagelsmann zur Verfügung stehen. (fpt)

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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