Europa-League-Held der Eintracht liebäugelt mit Abgang
VonChristopher Michel
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Den Showdown von Eintracht Frankfurt in Freiburg verpasste Tuta verletzungsbedingt. Zieht der Brasilianer im Sommer nun weiter?
Frankfurt – Als der Abpfiff ertönt war und Eintracht Frankfurt beim SC Freiburg mit einem 3:1-Sieg die Champions League sicherte, brachen auf dem Feld und der Tribüne alle Dämme.
Tuta und Eintracht: Tendenz Trennung
Plötzlich kam auch Tuta hinzu – und zwar auf Krücken. Die Hessen pokerten bei der Pressekonferenz vor dem Duell im Breisgau bis zur letzten Sekunde, ließen dort einen Einsatz des Brasilianers offen. Vor dem Showdown wollte sich niemand mehr in die Karten blicken lassen.
Stand der Brasilianer, der im Januar 2019 als Rohdiamant nach Frankfurt wechselte und inzwischen 187-mal das Eintracht-Trikot trug, beim Remis gegen den FC St. Pauli (2:2) somit etztmals für die Eintracht auf dem Feld? Zieht der Europa-League-Held von 2022 im kommenden Sommer weiter?
Die Hessen und Tuta konnten sich bislang noch nicht auf eine Verlängerung des 2026 auslaufenden Vertrags einigen. Zwar gab es zuletzt gute Gespräche mit der neuen Berateragentur des Innenverteidigers. Inzwischen geht die Tendenz jedoch in Richtung Trennung. Die Eintracht würde einem verdienten Akteur keine Steine in den Weg legen, einen ablösefreien Abgang will Sportvorstand Markus Krösche verhindern.
Zieht es Eintracht-Europa-League-Held nach Spanien?
Und es gibt Interesse! Ein Wechsel in die Primera División nach Spanien ist nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, eine realistische Option. Es wäre mit dann 26 Jahren der nächste Schritt in seiner Karriere. Ob die Qualifikation für die Königsklasse an den Gedanken noch etwas ändert? Möglich, aber eher unwahrscheinlich.
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Muss Krösche in der Defensive somit tiefgreifende Veränderungen vornehmen? Auch bei Abwehrchef Robin Koch ist ein Verbleib nicht gesichert. Sollten die beiden Stützen gehen, wäre die Innenverteidigung mit Arthur Theate, Nnamdi Collins und Aurèle Amenda etwas zu dünn aufgestellt. Verstärkung müsste also her. Die Eintracht hat für sich selbst den Anspruch, in der Königsklasse nicht als Tourist aufzutreten. Dafür braucht es eine stabile Defensive.
Für Tuta gilt es nun zunächst einmal fit zu werden. Er bleibt bis Ende des Monats für ärztliche Behandlungen in Frankfurt. Die Urlaubsplanung hängt auch von der Genesung ab. Im Optimalfall ist Tuta bis zum Beginn der Vorbereitung wieder fit. Ob er diese noch in Frankfurt startet, ist offen.