Ex-Bayern-Legende adelt Supertalent Karl und zieht Musiala-Vergleich – nur Kurzeinsatz im Pokal
VonAdrian Rehling
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Erst machte er sich zum deutschen Königsklassen-Rekordtorschützen, dann zauberte er auch in der Bundesliga. Lennart Karl ist in aller Munde.
Update vom 29. Oktober, 22.37 Uhr: Nach dem am Ende souveränen Erfolg beim 1. FC Köln wird es womöglich ein wenig ruhiger um Lennart Karl werden. Nicht etwa, weil der 17-Jährige enttäuschte, sondern weil der Linksfuß erst eingewechselt wurde, als längst alles entschieden war. Beim Stand von 4:1 kam Karl in der 77. Minute für Olise, der kurz zuvor zum Endstand getroffen hatte.
Update vom 29. Oktober, 20.45 Uhr: Trotz seiner beiden Traumtore in der Champions League gegen Brügge und in der Bundesliga gegen Gladbach sitzt Lennart Karl im Pokal-Kracher beim 1. FC Köln vorerst auf der Bank. Hier der Live-Ticker zum Spiel.
Erstmeldung vom 28. Oktober: München – Ein 17-jähriger Shootingstar bestimmt derzeit beim FC Bayern die Schlagzeilen. Schließlich hat schon länger kein Youngster aus dem Münchner Nachwuchs derart überzeugt. Bayern-Legende Lothar Matthäus sieht in Lennart Karl, der kürzlich CL-Geschichte schrieb, eine große Chance für den Klub – und vergleicht ihn sogar mit einem großen FCB-Star.
„Er erinnert mich an Jamal Musiala, als der damals zu Bayern kam. Karl hat diese Leichtigkeit am Ball, diese Kreativität und vor allem den Mut, Dinge zu probieren“, schwärmt der Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne in den höchsten Tönen. Matthäus hofft, dass Karl beim FC Bayern behutsam aufgebaut wird.
TV-Experte Lothar Matthäus feiert Lennart Karl – und auch Kölns El-Mala
„Lennart Karl könnte Uli Hoeneß‘ Wunsch erfüllen, wieder mehr auf eigene Talente zu setzen. Er hat alles, was man braucht: Technik, Spielintelligenz und die richtige Mentalität“, führt Matthäus aus. Der 63-Jährige mahnt jedoch zur Geduld: „Man muss ihn langsam heranführen und nicht überfordern. Bei Musiala hat man das perfekt gemacht, und genau so sollte man auch mit Karl verfahren.“
Der Mittelfeldspieler hat in seinen bisherigen Einsätzen für die Profis bereits gezeigt, dass er das Zeug für große Aufgaben hat. Besonders bemerkenswert findet Matthäus Karls Auftreten: „Er wirkt überhaupt nicht nervös, sondern spielt so, als würde er schon seit Jahren in der Bundesliga kicken. Das ist eine seltene Gabe.“ Deshalb sieht er in ihm gar eine WM-Geheimwaffe für Bundestrainer Julian Nagelsmann – ähnlich äußerte sich auch Harry Kane.
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Karl könnte der nächste große Wurf aus der Bayern-Akademie werden. Übrigens ähnlich zu einem 18-jährigen Pendant, auf den der 17-Jährige am Mittwoch im DFB-Pokal treffen könnte. Die Reise geht zum 1. FC Köln (20.45 Uhr) – und dort begeistert seit Wochen Said El-Mala, der übrigens auch bei den Bayern-Bossen ganz weit oben auf der Liste stehen soll.
Den Kölner Shootingstar feiert Matthäus ebenso wie Lennart Karl: „Beide brillieren mit Geschwindigkeit, Technik, Dribbelstärke und einem guten Torabschluss.“ Die Vorzeichen für einen packenden Abend in der zweiten Runde des DFB-Pokals könnten viel besser also nicht gestellt sein. Bleibt gefühlt nur abzuwarten, welches der beiden Juwele mehr brilliert. (rele)