Spielt Kölns „Wunderkind“ im Pokal-Hit für Wechsel zum FC Bayern vor?
VonDaniel Michel
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Said El Mala gilt als Entdeckung beim 1. FC Köln. Der Stürmer kann zu einem Top-Klub wechseln – das Pokal-Spiel gegen den FC Bayern besitzt Brisanz.
Köln – Vor wenigen Monaten spielte er noch in der 3. Liga, nun kann er sich vor Angeboten europäischer Top-Klubs kaum retten: Said El Mala ist das „Wunderkind“ des 1. FC Köln. In der 2. Runde des DFB-Pokals wird nun auch der FC-Bayern-Kosmos ein besonderes Auge auf den 19-Jährigen werfen – denn selbstverständlich sind auch die Münchner in der Verlosung um El Mala dabei,
Laut Sport Bild hat der FC Bayern in Form von Nils Schmadtke, Leiter der Scouting-Abteilung, sehr früh das Interesse an El Mala beim 1. FC Köln hinterlegt. Zudem soll die Bitte von Schmadtke an die Rheinländer lauten, rechtzeitig ein Zeichen zu erhalten, wenn es mit dem Transfer-Poker um El Mala wirklich losgeht.
Köln stach Borussia Dortmund im Werben um El Mala aus
Besonders in England ist das Interesse an El Mala groß. Der FC Chelsea, Manchester City und Manchester United werden als mögliche Käufer genannt. National hat der FC Bayern Konkurrenz von Borussia Dortmund. Der BVB war sogar im Sommer 2024 sehr nah an El Mala dran, doch die Kölner boten einem Medienbericht zufolge das empathischere Angebot, das mehr auf die Bedürfnisse von El Mala zugeschnitten war.
Jedenfalls hat El Mala die vergangenen Wochen bewiesen, warum ihm eine große Zukunft bevorsteht. Obwohl er aus der 3. Liga von Viktoria Köln kam, schaffte er es beim Bundesliga-Aufsteiger auf Anhieb, sich zu etablieren und an Toren zu beteiligen. Zuletzt ging sein 40-Meter-Solo-Lauf gegen die TSG 1899 Hoffenheim viral. Es war der Siegtreffer zum 1:0.
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Im nächsten Spiel glückte El Mala der 1:1-Ausgleichstreffer gegen den FC Augsburg. Am Samstagabend nun war El Mala beim Gastspiel gegen Borussia Dortmund der beste Mann in der 1. Halbzeit. Drei große Torchancen konnte er zwar nicht erfolgreich verwerten, dennoch hielt er die komplette BVB-Abwehr in Bewegung. Erst in der 2. Halbzeit baute El Mala deutlich ab.
Unnachahmlich ist El Mala, wenn er von links nach innen zieht und den Ball dann ins Kreuzeck hämmert. Im Gegensatz zu vielen anderen Flügelstürmern ist El Mala sehr stark und effizient im Torabschluss, was daran liegt, dass er erst vor wenigen Jahren vom Mittelstürmer zum Flügelstürmer umgeschult wurde.
Auf die Idee kam man in der Jugend von Viktoria Köln. Der Klub gilt quasi als Karriere-Retter von El Mala. Denn mit 14 Jahren wurde er im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach aussortiert. Danach waren auch zahlreiche andere Vereine nicht bereit, dem gebürtigen Krefelder eine Chance zu geben.
El Mala kickte auf der Straße weiter und ging mit seinem Bruder Malek zum TSV Meerbusch. Dort entdeckte ihn ein Jugendtrainer von Viktoria Köln und begleitete ihn fortan bis zu den Profis hoch. 2024 einigte man sich dann mit dem 1. FC Köln, El Mala nochmal für ein Jahr auf Leihbasis bei Viktoria zu parken.
Bis 2030 ist El Mala nun an den 1. FC Köln gebunden. Sein Marktwert beträgt 18 Millionen Euro. Der Klub lässt durchsickern, dass ein Verkauf von El Mala im Winter-Transfer-Fenster nicht infrage kommt. Allerdings ist dann für den Sommer 2026 eine Transferschlacht um den deutschen U21-Nationalspieler zu erwarten. Die Kölner rechnen mittlerweile mit einer Ablöse von 50 Millionen Euro aufwärts.
So stellt sich die Frage, ob nicht doch ein Top-Klub schon im Winter einen mutigen Anlauf wagt. Vielleicht der FC Bayern? Immerhin hat Ehrenpräsident Uli Hoeneß versprochen, dass Sport-Vorstand Max Eberl auf dem Transfermarkt nachlegen darf. So bekommt das DFB-Pokal-Spiel eine besondere Brisanz, denn El Mala kann im direkten Duell gegen die Münchner ein weiteres Empfehlungsschreiben abgeben.