VonAndreas Knoblochschließen
Eine Zwangspause ist nie schön für einen Profisportler, doch die Alternativen von Josef Ferstl klingen mit einem Augenzwinkern nicht schlecht.
Traunstein – Es war am 18. März, als der Wintersportler Josef Ferstl einen vorzeitigen Strich unter die Saison 2022/23 setzte und den Hashtag „overandout“ auf Instagram nutzte. Da kamen wohl bei Fans die Gedanken an einen Rücktritt des 34-Jährigen, der immer mal wieder unter Verletzungen zu leiden hatte.
Ein Oberarmbruch 2022 zum Beispiel. Doch Ferstl wäre nicht Ferstl, wenn er nicht wieder zurückkommen würde. Und genau das hat er auch angekündigt, und zwar wieder auf Instagram. Er wehrte sich gegen unnötige Spekulationen und schrieb ein langes Statement, welches seine Situation erklärte, angefügt war ein Bild der MRT-Röhre im OCM (Orthopädische Chirurgie München). Dort wurde beispielsweise Weltmeister Alex Schmid auch kürzlich erst operiert.
Ski-Ass Ferstl berichtet über seine Verletzung und seine Entscheidung
Er muss sechs bis acht Wochen eine Pause einlegen. „Am Ende der Vorbereitung dieser Saison 22/23 verletzte ich mich an der linken Hüfte am Schleimbeutel, soweit nicht schlimm, aber durch das weitere Skifahren entzündete sich dieser immer mehr, sodass solche großen Schmerzen entstanden, dass es nicht mehr möglich war hundertprozentig Ski fahren zu können“, fängt er seine Mitteilung an. Er dachte ans Pausieren oder den Saisonabbruch. „Eine sehr schwierige Entscheidung für mich, da meine Leidenschaft der Rennsport ist und ich unbedingt weiterfahren wollte, wenn auch mit Schmerzen und nur bedingt konnte. Schlussendlich musste ich feststellen, dass es so keinen Sinn mehr machte …“.
„Schafkopfen, FC Bayern, Familie, Freunde und Hund“: Auf Ferstl warten tolle Nebentätigkeiten
Selbst jetzt denkt der Vollblutsportler nicht ans endgültige Aufhören. „Darum war nach dem Weltcup-Finale sofort Schluss und muss jetzt diese Zwangspause einlegen. Sehr bitter für mich, aber die einzig richtige Entscheidung, damit ich mich auf den kommenden Winter wieder 100 Prozent vorbereiten kann …“, erklärt Ferstl seine Entscheidung und hängt noch ein kleines Augenzwinkern an, denn er weiß seine Zeit zu nutzen: „Wenigstens habe ich in den nächsten Wochen jetzt mehr Zeit, für die ich sonst nur wenig habe. Für meine Familie, Freunde, Hund, Schafkopfen und dem FC Bayern ...“
Ferstl war bei einer der Sachen sogar sehr aktiv und schaffte in der Qualifikationsrunde der Schafkopf-Meisterschaften in Rohrdorf einen Platz in den Top Ten. (ank)
