„Basst scho“

Ski-Ass nimmt mitten in Oberbayern an Schafkopf-Meisterschaften teil – und erreicht sogar die Top Ten

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Bei den Schafkopf-Meisterschaften erreichte Ski-Ass Pepi Ferstl ein Platz in den Top-Ten.
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Eine entspannte Runde Schafkopfen am Abend? Für den Skifahrer Josef Pepi Ferstl ging es bei den Schafkopf Meisterschaften in Rohrdorf rund.

Rosenheim - Südlich von Rosenheim an der Autobahn A8 liegt Rohrdorf. Mit knapp 6000 Einwohnern jetzt nicht gerade die erste Pilgerstätte für Touristen, für ein deutsches Wintersport-Ass war aber das Gasthaus zur Post das Ziel. Am 6. April, dem Gründonnerstag, fanden dort nämlich die Schafkopf-Meisterschaften statt.

Ski-Ass Pepi Ferstl in Rohrdorf beim Schafkopfen - 1500 Euro als Gewinn ausgeschrieben

Um 19 Uhr begann die Qualifikations-Vorrunde - und mit dabei war Skifahrer Pepi Ferstl, der etwa eine halbe Stunde Autofahrt östlich in Traunstein geboren wurde. Sein größter Erfolg war der Sieg im Super-G in Kitzbühel auf der legendären Streif. Ob er am Schafkopf-Tisch ähnlich erfolgreich sein wird? Auf dem Werbeplakat wurde mit bis zu 1500 Euro für den Gewinner gelockt. 1000 Euro für den Zweiten und 500 für den Dritten. Auch weitere Geldgewinne warteten auf den hinteren Plätzen für die Teilnehmer. Das sind höhere Gewinne als bei den schwedischen Langlauf-Meisterschaften, wie eine Weltmeisterin beklagte.

Pepi Ferstl zeigte auf seiner Instagram-Story verschiedene Eindrücke vom Turnier. Er fotografierte das Plakat und das Kartenausteilen. Am Ende präsentierte er seinen Gewinn: einen Zehn-Euro-Schein. In der anderen Hand hielt er eine Halbe Bier. Wie es sich für einen zünftigen Schafkopf-Abend mitten in Oberbayern auch gehört. Mit seiner Platzierung war er zufrieden: „Jawoi, Top Ten, basst scho“, schrieb er dazu.

Skifahrer Ferstl kommt in die Top Ten - Schafkopfen hat Tradition in Bayern

Schafkopfen

Schafkopf ist eines der beliebtesten Kartenspiele im Bundesland Bayern und geht auf eine lange Tradition zurück. Üblicherweise sitzen vier Spieler beisammen und nutzen 32 Karten vom bayrischen Kartendeck mit den Bezeichnungen Eichel, Gras, Herz und Schellen. Ziel des Spiels, ist durch das Stechen der anderen möglichst viele Punkte zu machen. Als Ansagender ist hierbei die Punktzahl von 61 wichtig. Die Karten haben verschiedene Werte, wobei Ass und Zehn die meisten Punkte geben. Je nach Region gibt es bei der Zählweise oder der Spielart Unterschiede. 2020 wollte sogar ein CSU-Bürgermeister Schafkopf in den Schulunterricht einfließen lassen.

Der Skifahrer hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Top-Ten-Plätze waren eher Ausnahmen für den Speed-Spezialisten Bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel wurde er Elfter, in Gröden Sechster. Bei den Weltmeisterschaften spielte er im Rennen um die vorderen Plätze keine Rolle und belegte bei der Abfahrt Platz 27. (ank)

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