FC Bayern hofft auf Woltemade – VfB-Insider schildert Weg zur Einigung
VonIsabella Strehmann
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Nick Woltemade wünscht sich den FC Bayern. Der Poker bleibt kompliziert. Ein VfB-Insider beschreibt, wie ein Transfer doch noch realisiert werden kann.
München / Stuttgart – Am vergangenen Samstag sicherte sich der FC Bayern mit einem 2:1-Sieg über den VfB Stuttgart den Gewinn des Franz-Beckenbauer-Supercups. Alle Augen waren dabei auf Nick Woltemade gerichtet. Der Stürmer will nach München wechseln, doch die Schwaben stellen sich quer. VfB-Kenner Michael Reschke sieht den Transfer dennoch nicht gescheitert.
Die Fronten zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart sind verhärtet. Woltemade, mit den Schwaben vor drei Monaten DFB-Pokalsieger geworden, möchte unbedingt zum deutschen Rekordmeister. Sein Berater Danny Bachmann kritisierte Stuttgart zuletzt, nannte auch eine viel zu hohe Ablöseforderung von 75 Millionen Euro.
VfB-Insider Reschke sieht Woltemade-Transfer zum FC Bayern kommen
Jemand, der beide Vereine gut kennt, ist Michael Reschke. Bei Sky äußerte sich der 67-Jährige zur Zukunft des umworbenen Angreifers. „Bayern München ist ja bereits mächtig in Vorlage gegangen. Das Angebot, dass der FC Bayern unterbreitet hat, ist schon sehr werthaltig. Aber bei allen Aussagen von Alexander Wehrle: Wenn jetzt etwas total Unvernünftiges kommt, wäre man beim VfB mit Sicherheit auch verhandlungsbereiter“, so Reschke.
Nach der Niederlage im Supercup hatte VfB-Sportchef Alexander Wehrle mitgeteilt: „Nick Woltemade spielt nächste Saison beim VfB Stuttgart, die Akte ist geschlossen. Das weiß auch Bayern München. Wir haben sportliche Ziele, die wollen wir erreichen. Wir mussten irgendwann sagen: Jetzt ist gut - und so ist es jetzt.“
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Für Reschke ist ein Transfer nicht mehr besonders wahrscheinlich, fü komplett ausgeschlossen aber hält er ihn aber auch nicht. „Ich persönlich rechne damit nicht, denn die Bayern haben sich schon weit aus dem Fenster gelehnt. Auch die Woltemade-Partei ist den Münchnern entgegengekommen, aber die Bayern haben jetzt eine Linie festgelegt, die nicht überschritten wird. Ich rechne aktuell nicht mehr mit einem Transfer in diesem Sommer“, mutmaßt er.
Was bleibt, ist Reschkes Vermutung mit dem „total Unvernünftigen“. Bis zum 1. September hat der FCB noch Zeit, ein neues Angebot hinüber an den Neckar zu schicken. Sollte die Summe deutlich ansteigen, zeigt man sich im Schwabenland vielleicht doch noch gesprächsbereit. Auch die Verpflichtung von Tiago Tomas hatte die Spekulationen zuletzt angeheizt. (is)