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Bouna Sarr steht das erste Mal seit zwei Jahren in der Bundesliga wieder in der Startelf des FC Bayern. Nach dem Spiel sorgt der Senegalese für die nächste Überraschung.
München – Fast auf den Tag genau 31 Monate musste Bouna Sarr auf diesen Moment warten. Beim 4:2-Heimsieg des FC Bayern stand der 31-Jährige endlich mal wieder in einem Bundesligaspiel in der Startelf der Münchener. Das letzte Mal kam Sarr am 10. April 2021 in diesen Genuss – ebenfalls daheim gegen Union Berlin. Sein Trainer hieß damals noch Hansi Flick.
Sarr verpasst eigenen Treffer bei Startelf-Rückkehr nur knapp
Gute zweieinhalb Jahre und neun Bundesliga-Kurzeinsätze später war es für den Senegalesen so weit. Lediglich zweimal im DFB-Pokal stand der Außenverteidiger seitdem noch in der Startelf der Münchener. Ende August 2021 beim 12:0-Kantersieg in der 1. Runde beim Bremer SV und vor zehn Tagen bei der Pokalblamage in Saarbrücken.
Gegen Heidenheim blieb das nächste Debakel aus. Der FC Bayern erledigte gegen den Bundesliga-Neuling seine Hausaufgaben. Zwar ohne Glanz, aber erfolgreich. Und Sarr? Spielte 90 Minuten durch, zeigte eine solide Leistung und verpasste sogar einen eigenen Treffer nur hauchzart.
Startelf-Nominierung von Sarr nicht die einzige Überraschung des Tages
Für Sarr war es der erste Auftritt im Bayern-Dress über die volle Distanz, seit dem Kantersieg gegen den Bremer SV vor über zwei Jahren. Eine Verschnaufpause für Alphonso Davies und leichte Muskelbeschwerden bei Leon Goretzka machten den Einsatz des Rechtsfußes auf der ungewohnten linken Seite erst möglich.
Der Startelfeinsatz von Sarr war dabei nicht die einzige Überraschung des Tages, die der Senegalese lieferte. Nach dem Spiel schlenderte der Außenverteidiger mit großem Koffer in Richtung Ausgang. Nichts Ungewöhnliches, steht doch die nächste Länderspielreise vor der Tür.
Sarr reist in die Heimat und lässt Tuchel fast allein in München
Allerdings hatte Tuchel erst am Mittwoch verraten, dass sich bis auf Sarr alle Spieler auf Länderspielreise befinden und er mit „gutem Gewissen ein paar Tage abschalten und Urlauben“ machen könne. Der 31-Jährige wurde nämlich nicht für die Nationalmannschaft nominiert.
Wofür dann aber der dicke Koffer? Der Außenverteidiger klärte in der Mixed Zone auf, dass er in die Heimat reisen wird und sich dort mit einem Personaltrainer fit halten wird. Tuchel wusste von Sarrs Plänen nach dem Spiel offenbar noch nichts. Bei der Pressekonferenz sagte der FCB-Coach: „Ich glaube bis auf Rapha Guerreiro, Choupo (Eric Maxim Choupo-Moting; Anm. d. Red) und Bouna Sarr sind alle unterwegs.“
Allerdings ist es auch gut möglich, dass der 50-Jährige seinen Daheimgebliebenen eine kurze Verschnaufpause gönnt. Auch Tuchel wird wohl – wie angekündigt – erst mal kurz durchschnaufen. (kk)
Aus der Allianz Arena berichtet Korbinian Kothny
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