Verbleib beim FC Bayern

FC Bayern statt Real Madrid: Darum verlängert Davies in München

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Alphonso Davies verlängert seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030. Ein Wechsel zum Real Madrid ist vom Tisch. Jetzt äußert sich auch sein Berater.

München – Alphonso Davies hat sich entschieden: Der Kanadier verlängert bis 2030 beim FC Bayern; sein vorheriges Arbeitspapier wäre Ende Juni 2025 ausgelaufen. „Jetzt freue ich mich auf weitere fünf gemeinsame Jahre. Ich habe hier schon viel erreicht – aber es wird noch mehr kommen“, äußerte sich der 24-jährige Linksverteidiger zu seiner Vertragsverlängerung.

Dabei war der FC Bayern keineswegs konkurrenzlos. Bereits im Frühjahr 2024 berichteten der Spiegel, The Athletic und die Marca unisono, dass Davies und Real Madrid eine mündliche Einigung über einen Wechsel erzielt hätten. Doch letztlich kam ein Transfer nicht zustande, obwohl die Königlichen bis vor Kurzem noch an Davies interessiert gewesen sein sollen.

Davies-Berater Huoseh bestätigt Gespräche mit Real Madrid

Davies‘ Berater, Nick Huoseh, erklärt nun gegenüber dem Online-Portal winwin.com: „Es gab immer Gespräche mit mehreren Vereinen, und natürlich war Real Madrid einer davon.“ Laut Huoseh sei Real Madrid „definitiv eine ernsthafte Option“ gewesen. Man habe „alle Optionen offen gehalten“, da unklar gewesen sei, „wie es mit Bayern München weitergehen würde“.

Alphonso Davies (r.) verlängert beim FC Bayern, Jamal Musiala (l.) könnte bald folgen.

Laut Sport Bild erhält Davies beim FC Bayern fortan ein Jahresgehalt von bis zu 20 Millionen Euro brutto inklusive Boni. Zusätzlich bekäme der Kanadier eine Unterschriftsprämie von kolportierten 20 Millionen Euro, die über die Vertragslaufzeit verteilt würde.

Der spanische Radiosender Cadena SER berichtete, dass Real Madrid Davies einen Vertrag bis 2030 mit einem Jahresgehalt von 20 Millionen Euro brutto geboten habe – Boni und Antrittsprämie bereits eingeschlossen. Die Blancos waren dem Vernehmen nach nicht bereit, mehr zu bieten. Wohl auch, da die Linksverteidiger-Position im Kader des spanischen Rekordmeisters nicht die höchste Priorität besitzt.

Statt Davies: Alexander-Arnold vor Wechsel zu Real Madrid

Obwohl Davies ablösefrei zu haben gewesen wäre, wäre das finanzielle Gesamtpaket aus Gehalt und Prämien erheblich gewesen. Die Linksverteidiger-Position ist bei Real Madrid mit Ferland Mendy, dessen Vertrag erst bis 2028 verlängert wurde, gut besetzt. Mit dem französischen Nationalspieler gewannen die Madrilenen bereits zweimal die Champions League. Daneben stellt Fran García eine ordentliche Option dar.

Real Madrid hat hingegen auf der Rechtsverteidiger-Position eine größere Baustelle. Daniel Carvajal fällt mit einem Kreuzbandriss noch mehrere Monate aus, Lucas Vázquez springt derzeit hinten rechts ein. Federico Valverde kann diese Position ebenfalls bekleiden, ist jedoch normalerweise im Mittelfeld zu Hause.

Anstelle von Davies soll Trent Alexander-Arnold im Sommer ablösefrei zu Real Madrid wechseln. Der Vertrag des Engländers läuft beim FC Liverpool Ende Juni aus, übereinstimmenden Medienberichten zufolge gibt es bereits eine Einigung mit den Blancos.

Alexander-Arnold soll die Baustelle auf der Rechtsverteidiger-Position schließen und langfristig Stammspieler im Estadio Santiago Bernabéu werden. Sein Gehalt soll circa dem entsprechen, was Davies angeboten worden sei.

FC Bayern spart sich einen teuren Ersatz für Davies

Hätte Davies den FC Bayern ablösefrei verlassen, wäre ein adäquater Ersatz notwendig gewesen. Theo Hernández von AC Mailand war im Gespräch. Doch sein von transfermarkt.de taxierter Marktwert von 50 Millionen Euro, eine Ablöse in dieser Region und das zusätzliche Gehalt hätten den FC Bayern teuer zu stehen kommen lassen.

Die Verlängerung mit Davies bietet dem FC Bayern nun Planungssicherheit, auch wenn sie kostspielig ist. Für Davies ist der neue Vertrag in München derweil lukrativ, und es gibt auch sportliche Gründe für seinen Verbleib.

„Manchmal kann ein ständiger Vereinswechsel für die Karriere eines Spielers nachteilig sein. In einigen Fällen lief es nicht so gut wie erwartet“, so Davies-Berater Huoseh. Daher sei „Stabilität die beste Wahl“ – eine Grundlage, die Davies und der FC Bayern nun geschaffen haben.

Rubriklistenbild: © IMAGO / ABACAPRESS

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