Müller und Kompany äußern sich

FC Bayern verlangt Schiedsrichter-Schutz für Superstar Musiala

  • schließen

Jamal Musiala zeigt beim FC Bayern herausragende Leistungen. Oftmals wird er von Gegnern nur durch unfaire Aktionen gestoppt.

München – Jamal Musiala drückt dem Spiel des FC Bayern in der laufenden Saison noch stärker seinen Stempel auf als zuvor. Der Jungstar übernimmt nicht nur als Torschütze wie diese Woche gegen Benfica in der Champions League und auf St. Pauli in der Bundesliga immer mehr Verantwortung, sondern reißt die Partien immer wieder mit beherzten Aktionen an sich. Der leichtfüßige Tempodribbler ist dabei für die wenigsten Gegenspieler auf legalem Weg zu stoppen.

Immer wieder wissen sich die zu Slalomstangen degradierten Profis gegen Musiala nur mit Fouls zu helfen. Die gehören zum Fußball dazu und sind sicher nicht schlimm, wenn es um kleinere taktische Vergehen gilt, mit denen ein Lauf von Musiala unterbunden wird. Bisweilen steht aber auch die Gesundheit des Nationalspielers auf dem Spiel. Thomas Müller richtet deshalb einen Appell an die Unparteiischen.

Jamal Musiala ist von Gegnern oft nicht mit fairen Mitteln zu stoppen.

Thomas Müller und Vincent Kompany wollen keine Sonderbehandlung für Musiala, aber ...

„Wenn du schwer zu stoppen bist, versucht der Gegner Mittel zu wählen, die über die Grenzen des Erlaubten hinausgehen“, zitiert die Bild-Zeitung den Weltmeister. Als Paradebeispiel denken alle Bayern-Fans an die rüde Attacke des Mainzers Dominik Kohr beim Kantersieg der Münchner im DFB-Pokal, Musiala hat aber auch schon in anderen Spielen schmerzhafte Fouls erlitten.

„Die Schiedsrichter müssen ihn ganz klar schützen — nicht künstlich, aber einfach pfeifen, wenn es Foul ist. Das wäre mein Wunsch“, sagte Müller. Auch Trainer Vincent Kompany war zuletzt wichtig, dass der FC Bayern für Musiala keine Sonderbehandlung einfordert. „Wir müssen natürlich die Regeln nicht ändern für einen Spieler und die Entscheidung liegt bei den Schiedsrichtern. Aber man muss schon spüren, ob ein Spieler zum Ball geht, weil er ihn erobern will, oder ob es nur aus Frustration ist“, sagte Kompany schon zu Monatsbeginn.

Kompany war selbst Innenverteidiger, legte über Jahre beim Hamburger SV oder in England eine harte, aber nicht unfaire Art an den Tag. Als Trainer des FC Bayern hofft er, dass Spieler wie Musiala seitens der Schiedsrichter geschützt werden: „Solche Spieler wie Jamal sind nicht nur wichtig für uns, sondern für den Fußball und die Bundesliga“, betonte Kompany. Der Erfolgscoach der Bayern selbst hilft mit, indem er Musiala öfters auswechselt, wenn Spiele frühzeitig entschieden sind.

Rubriklistenbild: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov

Kommentare