VonChristoph Klauckeschließen
Außergewöhnlicher Vorfall in Kitzbühel: Felix Neureuther werden seine Skier von einem unverschämten Dieb genommen. Der Ski-Held kann nicht am Rennen auf der Streif starten.
Kitzbühel – Das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel bot einmal mehr Spektakel pur. Vor Prominenz aus Sport, Politik und Kultur holte der Kanadier James Crawford überraschend den Sieg bei der Abfahrt auf der Streif. Natürlich ließ sich auch Deutschlands Ski-Ikone Felix Neureuther, der zweimal auf dem Ganslernhang triumphierte, das Mega-Event nicht entgehen. Allerdings erlebte Neureuther diesmal eine böse Überraschung.
Felix Neureuther kurz vor Streif-Rennen in Kitzbühel beklaut
Der ehemalige Ski-Star Felix Neureuther wurde Opfer eines Diebstahls. Der 40-Jährige hatte seine Skier wie viele prominente Gäste vor dem bewachten Eingang des VIP-Clubs abgestellt, um drinnen Zeit mit Freunden zu verbringen. Doch als er zurückkehrte, um kurz vor 15 Uhr am „Kitz Charity Race“ teilzunehmen, waren die Skier verschwunden.
„Als ich aus dem VIP-Club kam, waren meiner Ski weg“, sagte Neureuther im Interview mit dem Moderator im Zielraum von Kitzbühel. Trotz des Verlusts und seiner Absage für das Rennen blieb der Slalom-Experte gelassen. „Ich wünsche demjenigen, der meine Ski genommen hat, noch eine schöne Zeit damit in Kitzbühel“, erklärte Neureuther mit einem Schmunzeln. Der sympathische Oberbayer ließ sich die Laune nicht verderben und zeigte sich, wie so oft, von seiner humorvollen Seite.
Kitzbühel ist ein besonderer Ort für Neureuther
Kitzbühel hat für Felix Neureuther eine besondere Bedeutung. Hier feierte er 2010 einen seiner größten Erfolge, als er den Slalom gewann und sich damit in der Weltspitze etablierte. Dieser Sieg war nicht nur sportlich bedeutsam, sondern auch emotional, da er vor den Augen seiner Eltern, den Ski-Legenden Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, stattfand. Sein Vater hatte 31 Jahre zuvor an gleicher Stelle triumphiert. Allerdings: Als Felix Neureuther seinen ersten Sieg im Ski-Weltcup feierte, hatte Mama Rosi ganz andere Sorgen.
Der Sieg in Kitzbühel war ein Wendepunkt in Neureuthers Karriere, nachdem er zuvor mit Rückschlägen und Zweifeln zu kämpfen hatte. „Ich habe so gekämpft und war kurz vorm Aufhören. Das ist wirklich unbeschreiblich. Was Schöneres gibt es eigentlich gar nicht“, sagte er damals. „Dass ich das ausgerechnet in Kitzbühel schaffe, ist unfassbar. Das macht so stolz, das kann man sich nicht vorstellen.“ Der Erfolg half ihm, sich endgültig in der Weltspitze zu festigen und war ein wichtiger Schritt in seiner beeindruckenden Laufbahn, die bis zu seinem Karriereende im März 2019 andauerte.
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Felix Neureuther mit Schweinsteiger und Müller in Kitzbühel
Für Neureuther ist Kitzbühel mehr als nur ein Austragungsort für Rennen. Es ist ein Ort voller Erinnerungen und familiärer Verbindungen, der eine zentrale Rolle in seiner Karriere gespielt hat. Auch wenn der Skidiebstahl ein Ärgernis war, bleibt Kitzbühel für ihn ein Ort großer persönlicher und sportlicher Bedeutung. Übrigens standen neben Neureuther auch Schweinsteiger und Müller in Kitzbühel plötzlich im Mittelpunkt.
Zuletzt wurde auch eine andere deutsche Wintersport-Ikone bestohlen. (ck)
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