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Im Finale der Frauen-EM liefern sich Spanien und England einen harten Kampf – die Entscheidung fällt erst im Elfmeterschießen. Der Live-Ticker zum Nachlesen
Schluss: Damit geht ein unglaubliches Finale und auch ein tolles Turnier zu Ende. England krönt sich in Basel zum Europameister. Danach hat es im Spiel zu Beginn eigentlich nicht unbedingt ausgesehen. Spanien trat auch heute über weite Strecken dominant und spielstark auf und ging auch verdient in Führung. Aber eiskalte Engländerinnen schlugen danach zurück und waren dann auch besser im Spiel. In der Verlängerung war dann aber Spanien eigentlich wieder deutlich näher am Sieg, ließ aber zahlreiche Chancen ungenutzt. Im Elfmeter-Drama wird Torhüterin Hannah Hampton mit zwei gehaltenen Elfmetern zur umjubelten Heldin.
| Aufstellung England | Hampton - Bronze, Williamson, Carter, Greenwood - Walsh, Toone, Stanway, James, Hemp - Russo |
| Aufstellung Spanien | Cata Coll - Ona Batlle, Paredes, Aleixandri, Olga - Aitana, Patri, Alexia - Mariona, Esther, Athenea |
| Tore | Mariona 0:1 (25.), Russo 1:1 (57.), 3:1 im Elfmeterschießen |
Elfmeterschießen: Damit kann jetzt Chloe Kelly zur Matchwinnerin werden. Sie läuft an und verwandelt herrlich ins linke obere Eck. England ist Europameister!
Elfmeterschießen: Jetzt haben sie aber alle mit ihren Nerven zu kämpfen. Als nächstes ist Paralluelo an der Reihe. Sie schiebt den Strafstoß aber rechts am Tor vorbei.
Elfmeterschießen: Das ist unglaublich. Auch Williamson verschießt. Cata Coll hält ebenfalls ihren zweiten Strafstoß.
Elfmeterschießen: Auch Aitana Bonmatti verschießt. Hannah Hampton hat den Schuss ins linke Eck.
Elfmeterschießen: Charles macht es ganz lässig und sicher. England führt.
Elfmeterschießen: Hannah Hampton hält. Mariona tritt an und visiert die von ihr aus gesehen rechte Ecke an. Hampton hat das geahnt und kann passieren. Es bleibt beim 1:1
Elfmeterschießen: Greenwood macht es besser als ihre englische Vorgängerin und trifft flach flach ins rechte Eck.
Elfmeterschießen: Patri macht es besser. Sie verlädt Hampton und trifft in die Mitte – Spanien führt.
Elfmeterschießen: England beginnt – und trifft. Doch Beth Mead rutscht bei der Ausführung weg und berührt den Ball dabei doppelt. Der Strafstoß wird wiederholt und Mead verschießt tatsächlich. Ihren relativ zentralen Schuss pariert Cata Coll.
Elfmeterschießen: Gerade war zu sehen, wie Hannah Hampton einen Zettel um ihren Unterarm geklebt hatte. Stehen darauf etwa Notizen über die Elfmetervorlieben der Spanierinnen, wie im Sommermärchen 2006 bei Jens Lehmann?
120.+2: Ende der Verlängerung: Und dann ist Schluss. Frappart pfeift die Verlängerung ab. Die Entscheidung im Finale der Frauen. EM fällt also im Elfmeterschießen – das ist der Wahnsinn.
120. Minute: Es gibt zwei Minuten extra. England will sich jetzt ins Elfmeterschießen retten. Die Lionesses stehen tief und verteidigen leidenschaftlich. Spanien versucht es immer noch spielerisch, findet die entscheidende Lücke aber nicht.
117. Minute: Vieles deutet hier jetzt auf eine Entscheidung im Elfmeterschießen hin. Spanien versucht es zwar weiterhin, aber die Zeit wird langsam knapp.
115. Minute: Man merkt den Spielerinnen jetzt auch die Belastungen und Strapazen der letzten Wochen an. Immer wieder müssen Spielerinnen kräftig durchatmen oder auf dem Platz behandelt werden. Jetzt ist es Stanway vom FC Bayern. Sie verlässt danach den Platz und wird von Clinton ersetzt.
113. Minute: Spanien erspielt sich nun immer wieder Abschlüsse. Über Maronae geht es schnell durchs Zentrum. Am Ende bekommt Vicky halb rechts im Strafraum den Ball. Sie versucht es wieder mit einem Schlenzer ins lange Eck, zielt aber deutlich drüber.
110. Minute: Nächste gute Aktion für Paralluelo. Nach einem Eckball herrscht kurz Chaos im englischen Strafraum. Über Vicky kommt der Ball zu Paralluelo, die fünf Meter vor dem Tor mit dem Rücken zum Gehäuse steht. Aus der Drehung schlägt sie jedoch ein Luftloch und trifft den Ball nicht. Es gibt Abstoß für England.
107. Minute: Ein Hauch zu verspielt: Paralluelo setzt sich mit etwas Glück bis an den Fünfmeterraum durch, zögert jedoch beim Abschluss. Statt selbst zu schießen, spielt sie auf Pina, deren Versuch deutlich am Tor vorbeigeht.
106. Minute: Beide Trainerinnen wechseln noch einmal. Bei England kommt Charles nun doch für Bronze. Bei Spanien kommt Leila für Olga.
105.+2, Abpfiff erste Hälfte der Verlängerung: Gute Gelegenheit noch einmal für Spanien. Ona Batlle bringt nach einem Zuspiel von Bonmarti den Ball von der Grundlinie flach vor das Tor. Paralluelo versucht es dort mit einem Hacken-Trick. Sie kann den Ball aber nicht aufs Tor bringen. Direkt danach ist die erste Halbzeit der Verlängerung vorbei.
105. Minute: Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit von Schiedsrichterin Frappart.
104. Minute: Die erste Hälfte der Verlängerung ist gleich vorbei. Kann hier ein Team noch für einen besonderen Moment sorgen?
101. Minute: Schöne Aktion von Claudia Pina. Die Dribbel-Künstlerin zieht von der linken Seite in den Strafraum, schlägt einen Haken nach innen und zieht dann mit rechts ab. Der Schuss geht aber doch ein paar Meter am Kasten vorbei.
98. Minute: Es geht doch noch weiter für Bronze. Nach kurzer Behandlung kommt sie tatsächlich noch einmal aufs Feld zurück.
97. Minute: Lucy Bronze muss nach einer Klärungsaktion behandelt werden. Für Sie scheint es nicht weiter zu gehen – Charles steht bereits zur Einwechslung bereit.
94. Minute: Gelbe Karte für Hemp. Sie hält gegen Bonmati den Schlappen drüber.
93. Minute: Welche Mannschaft hat hier heute noch die frischeren Beine? Beide Teams mussten ja bereits im Halbfinale in die Verlängerung. Kann das heute zum Faktor werden?
91. Minute: Weiter geht es in Basel!
Ende der regulären Spielzeit – Verlängerung: Und dann ist die reguläre Spielzeit abgelaufen – es geht in die Verlängerung. Danach hatte es hier lange nicht ausgesehen. Doch England kam mit einem Treffer wie aus dem Nichts zurück in die Partie, nachdem Spanien zuvor extrem dominant aufgetreten war. Danach verdienten sich die Engländerinnen ihren Ausgleich auch ein wenig und zeigten eine couragiertere Leistung. Die Entscheidung wird also erst in der Verlängerung fallen.
90.+3: Spanien spielt sich noch einmal einen Abschluss heraus- Über Paralluelo kommt der Ball zu Vicky, die es mit dem Schlenzer ins lange Eck versucht. Ihr Abschluss ist jedoch ein gutes STück zu hoch angesetzt.
90. Minute: Es gibt vier Minuten Nachspielzeit. Gibt es hier noch den berühmten Lucky-Punch?
87. Minute: Wechsel bei England. Beth Mead kommt für Toone ins Spiel. Auch die Spanierinnen wechseln. Paralluelo kommt für Athenea. Auch Esther verlässt das Feld und wird von Vicky ersetzt
86. Minute: Auch die Engländerin wollen sich noch einmal in der Offensive zeigen. Über Toone und Hemp spielen sie sich über die rechte Seite nach vorne. Hemp macht es dann aber zu kompliziert – ihre flache Hereingabe ins Zentrum findet nur das Bein einer Gegenspielerin.
83. Minute: Es laufen bereits die letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit. Was geht hier in Basel noch? Hat einer der Mannschaften noch einmal ein Ass im Ärmel? Oder deutet hier alles auf eine Verlängerung hin? Spanien versucht es noch einmal über Bonmati. Doch Hannah Hampton ist zur Stelle und fängt die harmlose Flanke ab.
80. Minute: Hannah Hampton muss behandelt werden. Die Torhüterin hat sich offenbar ohne Gegnereinwirkung verletzt, scheint ein Problem am rechten Bein zu haben. Das wäre natürlich ein bitterer Ausfall für die Engländerinnen. Es sieht aber so aus, als könnte es zunächst weitergehen.
76. Minute: Spanien kann sich jetzt mal wieder in der gegnerischen Hälfte festsetzen, aber auch mehrere Eckbälle und ein Freistoß aus aussichtsreicher Position, bringen keine wirkliche Torgefahr mit sich.
74. Minute: Die eben erst eingewechselte Pina macht direkt auf sich aufmerksam. Auf der rechten Seite geht sie gegen Bronze ins Dribbling und zwingt Hampton zu einer Parade. Diese kriegt die Arme aber gerade noch rechtzeitig nach oben und kann zur Ecke klären.
71. Minute: Es gibt die nächsten Wechsel. Bei Spanien geht Putellas runter und wird von Pina ersetzt. Bei England verlässt Russo den Rasen. Für sie kommt Agyemang ins Spiel.
69. Minute: Wahnsinn! England dreht hier fast die Partie. Wieder ist es Kelly, die ein echter Aktivposten ist, die Links im Strafraum ins Dribbling geht. Ihren gut platzierten Abschluss auf das rechte Toreck kann Cata Coll mit einer guten Parade entschärfen. Es gibt Eckball für England. Dieser bringt nichts ein.
67. Minute: Jetzt mal wieder die Spanierinnen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltet Spanien schnell um. Athenea bekommt den Ball auf der rechten Seite und sucht direkt den Abschluss. Dieser geht aber doch recht deutlich am Tor vorbei. Da wäre eine Hereingabe ins Zentrum wohl die bessere Option gewesen.
63. Minute: Der Treffer hat der englischen Mannschaft sichtlich gutgetan. Die Lionesses wirken jetzt direkt viel aktiver und versuchen, eigene spielerische Akzente zu setzen.
59. Minute: Russo und Bronze sehen innerhalb kürzester Zeit den gelben Karton. Beide kamen in ihrem Zweikampf einen Moment zu spät.
57. Minute: Tor für England! Und das kommt wie aus dem Nichts. Auf der linken Seite hat die eingewechselte Chloe Kelly mal etwas Zeit und Platz. Sie legt sich den Ball auf ihren rechten Fuß und flankt herrlich ins Zentrum. Dort steigt Alessia Russo freistehend hoch und trifft sehenswert per Kopf ins lange Eck. Dieser Treffer stellt den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf.
55. Minute: Lange kann das hier für England nicht mehr gut gehen. Putellas und Bonmati kombinieren sich spielerisch durchs englische Mittelfeld. Am Ende ist es Putellas, die ihren Abschluss vom Strafraumrand deutlich verzieht. Aber dennoch: die Spanierinnen sind weiterhin sehr dominant und strotzen vor Spielfreude.
52. Minute: Nächster guter Abschluss für Spanien. Ona Batlle wird rechts die Linie entlang geschickt und findet mit einer Flanke im Rückraum Mariona. Diese legt sich den Ball zurecht und zieht dann ab. Hampton ist wieder zur Stelle und hat den Ball im Nachfassen sicher.
50. Minute: Gute Chance für Spanien. Aitana Bonmatí hat zentral im Sechzehner zu viel Platz. Nachdem sie von keiner Gegenspielerin angegriffen wird, entscheidet sie sich für den Abschluss. Dieser ist aber zu ungenau und genau auf Hampton, die so halten kann.
49. Minute: Die Furia Roja macht dort weiter, wo sie aufgehört hat. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte, zeigen sich die Spanierinnen weiter dominant.
46. Minute: Weiter geht’s im St. Jakob-Park. Die Spanierinnen eröffnen die zweite Halbzeit.
Halbzeit: Und diese ist jetzt vorbei. Es ist ein starker Auftritt des Weltmeisters aus Spanien hier in Basel. Nachdem die Engländerinnen das Spiel zu Beginn noch offen gestalten konnten, übernahmen die Ibererrinnen mehr und mehr die Kontrolle. Mariona brachte die Spanierinnen dann nach einer sehenswerten Kombination per Kopf in Führung. Die Engländerinnen müssen sich für die zweiten 45 Minuten etwas einfallen lassen.
45. Minute: Die englischen Fans machen sich hier noch einmal bemerkbar und Peitschen ihre Spielerinnen nach vorne. Es gibt eine Minute Nachspielzeit.
44. Minute: Und Chloe Kelly zeigt sich direkt. Sie nimmt einen langen Ball an der Außenlinie sehenswert runter, zieht dann nach innen und geht ins Dribbling gegen Ona Batlle. Ihr Abschluss geht aber rund einen Meter am linken Pfosten vorbei. Dennoch mal wieder ein kleineres Ausrufezeichen der Engländerinnen.
41. Minute: Und so ist es. James muss runter. Für sie kommt Super-Jokerin Chloe Kelly ins Spiel.
40. Minute: Es sieht danach aus, als müsste Sarina Wiegman das erste Mal reagieren. Lauren James ist auf dem Boden sitzen geblieben und muss behandelt werden. Eine Ersatzspielerin macht sich auf der Bank bereits fertig. James hatte bereits im Halbfinale mit Knöchelproblemen zu kämpfen gehabt und war lange Zeit fraglich für das Finale. Es sieht so aus, als könnte es für die Mittelfeldspielerin nicht weiter gehen.
36. Minute: Die Lionesses können jetzt kaum noch für Entlastung sorgen. Die Spanierinnen bringen eine Flanke nach der anderen in den Sechzehner. Carter ist zwei mal zur Stelle und kann klären.
33. Minute: Spanien will es jetzt wissen und lässt Ball und Gegnerinnen laufen. Fast alle Engländerinnen befinden sich jetzt um den eigenen Sechzehner herum.
29. Minute: Wie reagieren die Engländerinnen jetzt auf diesen Schock? Sie haben bislang durchaus ein gutes Spiel gemacht. Aber die Ibererrinnen bleiben jetzt tonangebend. Greenwood kann eine Flanke von Olga gerade noch so klären.
25. Minute: Tooor für Spanien! Der Weltmeister geht in Führung. Bonmati hat rechts das Auge für die einstartende Athenea. Diese gibt weiter in Richtung Grundlinie zu Ona Batlle, die butterweich ins Zentrum flankt. Dort läuft Mariona ein und trifft wuchtig per Kopf in die rechte Ecke. Ein toll herausgespielter Treffer!
18. Minute: Das wäre beinahe ins Auge gegangen. Cata Coll will hinten rausspielen und sucht mit einem Pass Aleixandri. Der Pass gerät jedoch zu kurz, und so kann Hemp dazwischen springen. Aus wenigen Metern zieht die ANgreiferin direkt ab. Cata Coll macht ihren Fehler jedoch wieder gut und klärt zu Ecke. Da wäre mehr drin gewesen, aus Sicht der Engländerinnen.
13. Minute: Aber auch die Engländerinnen spielen noch mit. Stanway kommt nach einer Ablage von Russo aus rund 16 Metern zum Abschluss. Dieser ist jedoch relativ harmlos und so kann Cata Coll problemlos aufnehmen.
11. Minute: Die Spielverhältnisse haben sich inzwischen verschoben: Spanien gibt gegen jetzt defensiv stehende Engländerinnen den Ton an. Erneut sucht Esther den Abschluss – wieder ist Olga die Vorlagengeberin. Die Außenverteidigerin dringt bis zur Grundlinie vor und passt zurück auf Esther, deren Schuss aus rund elf Metern knapp am linken Pfosten vorbeigeht.
9. Minute: Aber auch die Spanierinnen finden sich hier langsam etwas besser zurecht. Zum ersten Mal gibt es eine längere Ballstafette, an deren Ende hat Esther eine gute Abschlusschance. Nach einer Flanke von Mariona nimmt die Stürmerin den Ball mit der Brust runter und schließt anschließend mit links aus der Drehung ab. Hemden kommt aus ihrem Kasten und kann zur Ecke klären.
6. Minute: Es geht hier in Basel sehr munter los und man sieht auch sofort, was die Engländerinnen sich heute vorgenommen haben. Sie attackieren die Spanierinnen früh und wollen sie so nicht in ihr Spiel kommen lassen.
3. Minute: Im Gegenzug die erste richtige Top-Chance dieses Spiels – und die gehört den Engländerinnen. Russo wird über rechts auf die Reise geschickt. Sie geht in den Sechzehner und kommt aus relativ spitzem Winkel zum Abschluss. Cata Coll ist aber rechtzeitig unten und kann parieren. Das wäre fast der Traumstart für England geworden.
3. Minute: Erste vorsichtige Torannäherung der Spanierinnen. Esther wird mit einem langen Ball gesucht, der gerät aber etwas zu lang und so kann England klären.
2. Minute: Die Engländerinnen versuchen hier früh die Initiative zu ergreifen.
1. Minute: Der Ball rollt!
Update, 17.55 Uhr: Jetzt geht es gleich los hier im St. Jakob-Park in Basel. Die Schiedsrichterin der Partie, Stephanie Frappart aus Frankreich, hat die beiden Mannschaften bereits aufs Feld geführt. Dort erklingen in diesem Augenblick noch die Nationalhymnen.
Update, 17.45 Uhr: Englands Nationaltrainerin Sarina Wiegman zählt längst zu den erfahrensten Final-Coaches im internationalen Frauenfußball. Das Duell mit Spanien ist bereits ihr fünftes Endspiel binnen acht Jahren. Nach dem EM-Triumph 2017 und dem WM-Finale 2019 mit den Niederlanden führte sie auch die englische Auswahl in drei aufeinanderfolgenden Turnieren ins Finale: bei der EM 2022, der WM 2023 und nun erneut bei der Europameisterschaft 2025.
Update, 17.30 Uhr: Unabhängig vom Ausgang des Finals gegen Spanien wird Lucy Bronze heute ein Stück englische Fußball-Geschichte schreiben. Die Rechtsverteidigerin absolviert gegen die Ibererinnen ihren 36. Einsatz bei einer Welt- oder Europameisterschaft – mehr als jede andere Spielerin in der Geschichte der „Three Lionesses“. Bisher teilte sich die 33-Jährige diesen Rekord mit der langjährigen Nationalspielerin Jill Scott, die ebenfalls 35 Turnierpartien bestritten hat. Nach dem heutigen Duell wird Bronze alleinige Rekordhalterin sein.
Update, 17.20 Uhr: Am Finaltag zeigt sich das Wetter in Basel von seiner launischen Seite. Bis in die Mittagszeit ließ sich die Sonne immer wieder blicken und kämpfte sich durch die dichte Wolkendecke. Doch gegen 14 Uhr folgte der Wetterumschwung: Plötzlich setzte starker Regen ein – es schüttete regelrecht wie aus Eimern.
Inzwischen ist es zwar wieder trocken, doch laut Prognosen mehrerer Wetterdienste ist in den kommenden Stunden mit weiteren Schauern zu rechnen. Das Endspiel dürfte also bei klassischem britischem Wetter über die Bühne gehen – möglicherweise ein kleiner Vorteil für die Lionesses aus England?
Update, 16.45 Uhr: Die Spannung vor dem Finale der Frauen-EM in der Schweiz steigt. Mittlerweile sind die Aufstellungen der beiden Mannschaften da. Englands Nationaltrainerin Sarine Wiegmann nimmt im Vergleich zum Halbfinale eine Änderung an ihrer Startelf vor. Esme Morgan sitzt heute von Beginn an auf der Bank und wird in der Innenverteidigung von Jess Carter ersetzt.
Die Spanierinnen wechseln nach ihrem Verlängerungs-Drama gegen Deutschland im Halbfinale auf zwei Positionen. Athenea rückt ein wenig überraschend in der Sturmreihe für Claudia Pina in die erste Elf. In der Abwehr ersetzt Laia Aleixandri, die das Halbfinale gelbgesperrt verpasst hatte, Maria Mendez. Von Beginn an dabei ist natürlich auch wieder Deutschland-Schreck Aitana.
Erstmeldung vom 27.07.2025: Basel – Wenn Spanien und England am Sonntagabend (18 Uhr, alle TV-Infos) im Endspiel der Frauen-EM aufeinandertreffen, ist das mehr als nur ein Finale – es ist das nächste Kapitel einer aufstrebenden Rivalität. Beide Nationen haben sich in den vergangenen Jahren an die Spitze des europäischen Frauenfußballs gespielt – und begegnen sich nun bereits zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit in einem K.-o.-Spiel auf großer Bühne.
Für Spanien ist das EM-Finale ein historischer Moment – es ist das erste in der Verbandsgeschichte. Schon das dramatische Halbfinale gegen Deutschland (2:1) wurde vom spanischen Verband als „historisch“ gefeiert. Nach dem EM-Aus gegen England 2022 folgten für Spanien zwei große Titel: der Weltmeistertitel 2023 und der Triumph in der Nations League 2024.
Weltfußballerin Aitana Bonmatí erklärte bereits vor Turnierbeginn, warum Spanien derzeit kaum zu schlagen ist: „Talent und Technik hatten wir schon immer, aber früher konnten wir auf physischer Ebene nicht konkurrieren. Jetzt können wir das.“ Möglich macht das auch die exzellente Nachwuchsarbeit: Spaniens U17 und U20 sind aktuelle Weltmeisterinnen.
Tränen, Trauer, Enttäuschung: DFB-Drama gegen Spanien bei der Frauen-EM




Auf dem Platz überzeugt das Team mit technischem Kombinationsfußball im Stil des Tiki-Taka – angetrieben von Stars wie Aitana und Alexia Putellas. Die Basis des Nationalteams bildet wenig überraschend der FC Barcelona, der mit seinen Spielerinnen auch auf Klubebene jahrelang den europäischen Fußball dominierte.
England war vor drei Jahren das Team, das Spanien aus dem Turnier warf. Nun stehen sich beide erneut gegenüber – diesmal mit umgekehrten Vorzeichen: Spanien als Favorit, England als Außenseiter. Und dennoch sollte man die Lionesses nicht unterschätzen. Obwohl England auf dem Weg ins Finale selten glänzte, den gesamten Spielplan der Frauen-EM gibt es hier, war das Team von Trainerin Sarina Wiegman im entscheidenden Moment da. Immer wieder betonen Beobachter Englands „Winner-Mentalität“. Auch Spaniens Mariona Caldentey, selbst bei Arsenal unter Vertrag, warnt: „Es ist ein Finale, daher sind sie gefährlich, auch wenn sie vielleicht noch nicht den besten Fußball gespielt haben, sie haben es in sich. Es wird ein hartes, aber gutes Spiel.“
Dass England trotzdem gewinnen kann, haben sie bereits gezeigt – zuletzt auch auf Vereinsebene: Arsenal verhinderte mit dem Sieg im Champions-League-Finale gegen Barcelona den dritten Titel in Serie für den spanischen Klub. Dabei überzeugten die Engländerinnen mit einer taktisch disziplinierten Vorstellung: kompakte Defensive, aggressive Zweikämpfe und effektive Konter. Diese Blaupause könnte auch im EM-Finale funktionieren. England bleibt dem pragmatischen Stil treu – und will damit gegen die spielerisch überlegenen Spanierinnen bestehen. (BenHot)
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