Halbfinal-Kampf

Traum vom Finale geplatzt: DFB-Team unterliegt Spanien in Verlängerungs-Drama

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Deutschland und Spanien liefern sich im Halbfinale der Frauen-EM einen tollen Kampf. Am Ende entscheidet eine Einzelaktion das Spiel. Der Ticker zur Partie

Schlusspfiff. Direkt danach ist dann Schluss. Deutschland unterliegt in der Verlängerung Weltmeister Spanien. Es war erneut ein echtes EM-Drama. Die deutsche Mannschaft hat wieder einen unglaublichen Kampf geliefert. Am Ende macht eine Aktion den Unterschied und der DFB-Traum vom Finale ist geplatzt. Die deutsche Mannschaft hat in der Schweiz dennoch für Begeisterung gesorgt. Das war auch heute wieder im Stadion zu spüren. Spanien trifft im Finale am Sonntag nun auf England.

Aufstellung DeutschlandBerger - Wamser, Kleinherne, Knaak, Kett - Minge, Senß, Däbritz, Brand, Bühl - Hoffmann
Aufstellung SpanienCata Coll - Ona Batlle, Paredes, Maria Mendez, Olga - Aitana, Patri, Alexia - Mariona, Esther, Pina
Tore0:1 Bonmati (113.)

120. Minute: Das hätte noch einmal die Chance für das DFB-Team sein können. Jule Brand geht rechts auf die Resie. Ihre Flanke segelt dann aber ins Toraus.

118. Minute: Schüller versucht es direkt aus der Distanz. Ihren Abschluss aus rund 30 Metern kann Cata Coll aber parieren.

115. Minute: Kommt die deutsche Mannschaft hier noch mal zurück? Das DFB-Team hat im Turnierverlauf eine tolle Moral bewiesen. Christian Wück reagiert sofort. Lea Schüller kommt für Elisa Senß ins Spiel.

113. Minute: Da ist das Tor für Spanien. Sydney Lohmann vertändelt den Ball auf der linken Seite und kann nicht richtig klären. Danach machen es die Spanierinnen schnell. Athena steckt dann auf Aitana Bonmati durch, die rechts aus relativ spitzem Winkel in die kurze Torwartecke trifft. Ann-Kathrin Berger ist von diesem Abschluss wohl überrascht und sieht nicht wirklich gut aus.

Die Frauen-EM ist für die deutsche Mannschaft nach einer dramatischen Niederlage gegen Spanien beendet.

112. Minute: Paralluelo sieht den nächsten gelben Karton. Deutschland spielt sich stark von hinten raus. Jule Brand macht dann im Mittelfeld ordentlich Meter und ist nur mit einem taktischen Foul zu stoppen.

110. Minute: Die DFB-Frauen schaffen es jetzt mal, den Ball ein wenig in den eigenen Reihen zu halten. Spanien muss hinterherlaufen, Deutschland kann durchatmen.

107. Minute: Patri foult Dallmann bei einem Gegenstoß und bekommt dafür die gelbe Karte.

106. Minute: Die letzten 15 Minuten der Verlängerung laufen. Es ist schon jetzt wieder ein verrücktes Spiel. Man kann vor beiden Mannschaften nur den Hut ziehen.

105. Minute: Es gibt eine Minute Nachschlag in der ersten Halbzeit der Verlängerung. In dieser passiert aber nichts mehr. Es heißt ein letztes Mal durchatmen und Kräfte für die letzten 15 Minuten tanken. Wie lange reicht die Kraft noch beim DFB-Team?

103. Minute: Wechsel bei Spanien. Mariona geht vom Feld und wird von Martin-Prieto ersetzt.

103. Minute: Die Spanierinnen haben jetzt wieder die Kontrolle über das Spiel. Die deutsche Mannschaft schafft es aktuell kaum selbst für Entlastung zu sorgen, verteidigt und kämpft aber weiterhin leidenschaftlich. Das ist der Wahnsinn!

99. Minute: Tolle Ballstafette der Spanierinnen. Über mehrere Stationen lassen sie die Kugel sehenswert laufen. Am Ende ist eine Flanke von rechts aber einen Tick zu weit für Paralluelo. Ann-Kathrin Berger greift sicher zu

95. Minute: Sophia Kleinherne klärt gegen Paralluelo in allerletzter Sekunde. Dabei tut sich die Verteidigerin aber offenbar selbst weh und muss behandelt werden. Berger konnte die Situation im Anschluss bereinigen. Für Kleinherne geht es nicht weiter, sie muss runter. Das ist bitter für die deutsche Mannschaft. Sie wird von Sydney Lohmann ersetzt.

92. Minute: Umschaltsituation für Deutschland. Bühl gibt rechts raus auf Wamser, Deutschland hat sogar eine drei auf zwei Situation. Wamser entscheidet sich für den Abschluss. Dieser geht deutlich drüber.

91. Minute: Weiter geht es hier in Zürich. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es zunächst ohne Wechsel wieder los.

Ende der regulären Spielzeit – Verlängerung: Kurz danach pfeift die Schiedsrichterin ab. Das war noch mal ein Riesen-Aufreger hier kurz vor Schluss. Damit geht es bei einem Deutschlandspiel erneut in die Verlängerung. Die Spannung ist kaum zu überbieten.

90.+4: Das gibt es doch nicht! Die Mega-Chance für die DFB-Frauen. Ein Abschluss von Bühl wird geblockt und wird so zur Bogenlampe. Cata Coll kratzt den Ball gerade noch so aus dem rechten Winkel. Danach kommt Wamser zum Abschluss, doch der Ball wird von einer Spanierin geblockt. Das wäre der Sieg für Deutschland gewesen.

90.+2: Paralluelo probiert es artistisch: Nach Olgas flacher Hereingabe versucht sie es aus etwa acht Metern mit der Hacke – doch Berger hat keine Mühe, den Ball aufzunehmen. Kurz danach verpasst wieder Paralluelo um wenige Zentimeter eine Hereingabe von Athenea.

90. Minute: Die letzten Minuten laufen. Kommt hier eine der beiden Mannschaften noch zum Lucky Punch? Es gibt vier Minuten Nachspielzeit.

86. Minute: Selina Cerci kommt in die Partie. Giovanna Hoffmann geht für sie vom Rasen.

85. Minute: Ja! Klara Bühl tritt den Freistoß rechts an der Mauer vorbei, halbhoch geht der Ball haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Glück für Spanien. Da wäre Cata Coll machtlos gewesen.

84. Minute: Vielversprechende Freistoßposition für die deutsche Mannschaft. Elisa Senß wird von Athenea rund 20 Meter vor dem Strafraum gefoult. Gibt das noch mal eine gute Chance für die deutsche Mannschaft?

80. Minute: Es ist schon beeindruckend, wie die Spanierinnen hier ihr Kurzpassspiel aufziehen. Über zahlreiche Stationen verlagern sie das Spiel mit einem öffnenden Ball auf die linke Seite. Von dort bringt Olga eine flache Hereingabe in den Strafraum, die die deutsche Mannschaft klären kann. Kurz danach muss Ann-Kathrin Berger behandelt werden. Sie hat wohl nach dem Zusammenprall von vorhin noch Probleme.

77. Minute: Wechsel bei Spanien: Pina verlässt den Rasen, dafür kommt Athenea ins Spiel.

75. Minute: Was geht hier noch in den letzten knapp 15 Minuten? Die deutsche Mannschaft kämpft aufopferungsvoll gegen die spielstarken Spanierinnen. Diese nisten sich in den letzten Minuten in der Hälfte der deutschen Mannschaft ein und machen mächtig Druck.

72. Minute: Aitana verpasst den Ball knapp. Olga schaltet sich in den Angriff ein und wird von Pina bedient. Ihre scharf getretene Flanke segelt an Freund und Feind vorbei – Aitana kommt am Ende nicht mehr an den Ball.

70. Minute: Die deutsche Mannschaft hat sich in den letzten Minuten wieder etwas mehr Luft zum Atmen verschafft und setzt immer wieder Nadelstiche. Bahnt sich hier knapp 20 Minuten vor dem Ende der nächste EM-Krimi an?

68. Minute: Nun auch der erste Wechsel bei Spanien. Paralluelo ersetzt die auffällige Esther.

64. Minute: Erster Wechsel der Partie. Linda Dallmann kommt für die gelb verwarnte Däbritz ins Spiel.

64. Minute: Gute Chance jetzt für Deutschland. Wieder ist es die auffällige Klara Bühl, die links auf die Reise geschickt wird. Sie geht in den Strafraum, zieht noch einmal auf und schließt dann mit ihrem starken rechten Fuß ab. Die spanische Torhüterin kann jedoch parieren.

Klara Bühl hatte auch in der zweiten Halbzeit die erste große Chance für die DFB-Frauen.

62. Minute: Die Spanierinnen haben jetzt wieder mehr Kontrolle über das Spielgeschehen, ziehen ihr berüchtigtes Kurzpasspiel auf. Deutschland läuft jetzt wieder mehr hinterher.

58. Minute: Kleinherne mit einer wichtigen Rettungsaktion. Aitana Bonmati kommt rechts im Strafraum zum Abschluss. Kleinherne schmeißt sich in den Ball und blockt ihn zur Ecke. Diese bringt nichts ein.

56. Minute: Deutschland jetzt wieder mit etwas mehr Eigeninitiative. Klara Bühl holt auf links einen Eckball raus und feuert danach die deutschen Fans an. Diese melden sich lautstark zurück.

53. Minute: Kurzer Schock-Moment für das DFB Team und Ann-Kathrin Berger. Erneut ist die Torhüterin bei einem Abschluss der Spanierinnen zur Stelle, rasselt dabei aber ordentlich mit ihrer Gegenspielerin Ona Batlle zusammen. Es geht aber weiter für Berger.

50. Minute: Nächster Abschluss des DFB-Teams. Über die linke Seite von Klara Bühl kommt der Ball zu Jule Brand in den Sechzehner. Diese kommt zum Abschluss, der aber von einer Spanierin geblockt wird. Die deutsche Mannschaft moniert danach ein Handspiel der Spanierinnen. Die Schiedsrichterin lässt aber weiterlaufen und auch der VAR greift nicht. Das geht auch in Ordnung so.

46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft und die erste Chance gehört der deutschen Mannschaft. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld kommt Hoffmann zum Kopfball, setzt diesen aber deutlich rechts vorbei.

Halbzeit: Danach ist Halbzeit und das deutsche Team kann erst mal durchatmen. Sie können sich vor allem bei ihrer Torhüterin Ann-Kathrin Berger bedanken, dass es hier noch null zu null steht. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit hatten die Spanierinnen einige gute Chancen, die die Keeperin vereitelte. So ist hier noch alles offen.

45. Minute: Nächste große Chance für Spanien. Aber Ann-Kathrin Berger ist zur Stelle.:Esther ist auf der linken Seite frei durch und scheitert aus kurzer Distanz an der glänzend reagierenden DFB Keeperin. Schöne Szene: Kurz danach klatschen sich die beiden Vereinskolleginnen fair ab.

42. Minute: Alu-Glück für das DFB-Team! Paredes köpft nach dem folgenden Eckball aus kurzer Distanz an den rechten Pfosten. Danach setzt Esther zum Fallrückzieher an und verzeiht knapp.

40. Minute: Spanien hat in dieser Phase gleich mehrere gute Chancen. Zunächst rutscht eine Freistoßflanke von Pina knapp am langen Pfosten vorbei. Danach wird es im deutschen Strafraum richtig unübersichtlich. Esther schließt an der Fünferlinie aus der Drehung ab. Der Schuss wird im letzten Moment geblockt.

35. Minute: Jetzt sind es wieder die Spanierinnen, die etwas aktiver werden. Das DFB-Team steht defensiv aber weiterhin sehr gut. Carlotta Wamser macht ihre rechte Abwehrseite gegen die spielstarken Spanierinnen bislang sehr gut dicht.

31. Minute: Bei der nächsten Aktion steht wieder Hoffmann im Mittelpunkt. Sie wird stark von Brand geschickt und taucht allein vor Spaniens Torhüterin auf. Sie setzt den Ball jedoch knapp rechts am Pfosten vorbei. Danach geht die Abseitsfahne hoch, der Treffer hätte also nicht gezählt.

30. Minute: Die deutsche Mannschaft zeigt sich mal wieder in der Offensive. Jule Brand setzt sich mit Däbritz über rechts stark durch. Am Ende hat Hoffmann am Sechzehner die Chance zum Abschluss, schlägt aber ein Luftloch.

28. Minute: Banger Moment bei der deutschen Mannschaft. Rebekka Knaak muss neben dem Feld behandelt werden, hat sich offenbar am Knie wehgetan. Das wäre ein ganz bitterer Ausfall für die DFB-Defensive. Es scheint aber zunächst weiterzugehen.

24. Minute: Die Spanierinnen wirken jetzt etwas präsenter als die deutsche Mannschaft. Die DFB-Auswahl muss aufpassen, sich nicht zu sehr hinten reindrücken zu lassen.

21. Minute: Die erste große Chance für Spanien. Kurzzeitig herrscht Chaos im Strafraum der Deutschen. Esther kommt zum Abschluss und zwingt Berger ein erstes Mal zum Eingreifen. Diese ist aber zur Stelle und lenkt den Ball mit einer starken Parade über die Latte. Der folgende Eckball bringt zunächst nichts ein. Kurz zuvor hatte Esther nach einem Halten an Jule Brand ebenfalls die gelbe Karte gesehen.

17. Minute: Sara Däbritz sieht die erste gelbe Karte des Spiels. Bei einem Zweikampf im Mittelfeld hat sie ihr Bein zu weit oben und trifft ihre Gegenspielerin leicht am Kopf. Die Verwarnung geht in Ordnung.

16. Minute: Nächster Umschaltmoment für Deutschland – und wieder ist es Klara Bühl über links. Am Sechzehnerrand sucht die Angreiferin den Abschluss. Der Ball wird aber von einer Spanierin geblockt.

14. Minute: Im eigenen Ballbesitz tut sich das DFB-Team aber noch schwer. Jetzt gibt es mal eine erste längere Ballstafette der deutschen Mannschaft.

11. Minute: Es ist ein guter Auftritt der deutschen Mannschaft hier bislang. Spanien hat zwar mehr Ballbesitz, kommt aber noch nicht zu echten Chancen.

8. Minute: Deutschland hat die erste große Chance des Spiels. Nach einem langen Ball von Torhüterin Berger ist Klara Bühl auf der linken Seite durch und kommt im Sechzehner zum Abschluss. Leicht bedrängt setzt sie den Ball ganz knapp flach am rechten Pfosten vorbei.

Klara Bühl vom FC Bayern hat die erste Großchance der Partie, vergibt aber knapp.

6. Minute: Bis jetzt spielt sich das Spielgeschehen weitestgehend im Mittelfeld. Ab. Dann hat Deutschland einmal die Chance zum Umschalten und sucht direkt Klara Bühl in der Spitze. Der Ball ist aber ein Tick zu lang für die Angreiferin des FC Bayern und wird von den Spanierinnen geklärt.

3. Minute: Die Spanierinnen starten, wie zu erwarten, gleich mal mit viel Ballbesitz in die Partie. Deutschland steht zunächst tief und sucht die Zweikämpfe in der eigenen Hälfte.

1. Minute: Der Ball rollt! Edina Alves hat die Partie angepfiffen. Die verletzte Kapitän Giulia Gwinn hat ihrer Mannschaft kurz vor dem Anpfiff noch mal richtig eingeheizt

Update, 20.55 Uhr: In diesem Moment betreten die Mannschaften den Rasen im Letzigrund. Jetzt dürfte es wohl bei allen Spielerinnen, Verantwortlichen und Fans so richtig kribbeln. Gleich werden noch die beiden Nationalhymnen gespielt, dann erfolgt endlich der Anpfiff.

Update, 20.50 Uhr: Trotz der positiven Bilanz der DFB-Elf gegen Spanien geht der amtierende Weltmeister heute als leichter Favorit in das Spiel. Die Spanierinnen haben bislang alle Partien bei dieser EM gewonnen und zeigen sich in bestechender Form. Verstecken braucht sich das DFB-Team aber dennoch nicht.

Update, 20.45 Uhr: Die Schiedsrichterin der heutigen Partie kommt aus Brasilien und heißt Edina Alves. Die 45-jährige Brasilianerin bringt reichlich internationale Erfahrung mit. Sie war bereits bei den Frauen-Weltmeisterschaften 2019 und 2023 im Einsatz und schrieb in diesem Jahr Geschichte, als sie als erste Frau ein Spiel bei der Copa America der Männer leitete.

Update, 20.30 Uhr: Kurz vor dem EM-Halbfinale hat auch Schlagerstar Wolfgang Petry den deutschen Fußballerinnen eine persönliche Grußbotschaft übermittelt. „Liebe DFB-Mädels, ich kann heute leider nicht beim EM-Halbfinale im Stadion dabei sein, aber mein Herz ist bei jeder Einzelnen von Euch“, schrieb der Musiker wenige Stunden vor dem Anpfiff auf Instagram. „Und mit Eurem Kampfgeist schafft ihr jeden Gegner!“

Petry hatte das DFB-Team bereits während der EM-Vorbereitung in Herzogenaurach besucht – auf Einladung der Spielerinnen, die ihn als Überraschungsgast für das Betreuerteam organisiert hatten. Auch im Laufe des Turniers sind die Songs des Kölners ein fester Bestandteil im deutschen Teamquartier.

Update, 20.15 Uhr: Auch Montserrat Tomé, die spanische Nationaltrainerin Spaniens, muss ihre Startelf umbauen: Für die gelbgesperrte Innenverteidigerin Laia Aleixandri rückt Maria Mendez in die Anfangsformation. Abgesehen davon vertraut sie auf die übrigen zehn Spielerinnen, die bereits beim 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen die Schweiz von Beginn an auf dem Platz standen.

Update, 20.05 Uhr: In etwas weniger als einer Stunde wird das Spiel angepfiffen. Die deutschen Frauen haben dabei auch ganz besondere Unterstützung im Rücken. Bundeskanzler Friedrich Merz kann das Halbfinale zwar nicht im Stadion verfolgen, hat sich aber bereits für ein mögliches Finale in Basel angekündigt. „Wir sehen uns in Basel“, schrieb Merz unter ein Video in den sozialen Netzwerken, in dem er dem DFB-Team von Bundestrainer Christian Wück viel Erfolg wünschte. Im Stadion in Zürich wird dafür aber das deutsche Staatsoberhaupt zu Gast sein.

Update, 19.50 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung der deutschen Mannschaft da. Im Vergleich zum Viertelfinale verändert Christian Wück seine Startelf (gezwungenermaßen) auf drei Positionen. Für Sarai Linder, Kathrin Hendrich und Sjoeke Nüsken rücken Carlotta Wamser, Sara Däbritz und Sophia Kleinherne in die erste Elf.

Das ist die deutsche Aufstellung: Berger - Wamser, Kleinherne, Knaak, Kett - Minge, Senß, Däbritz, Brand, Bühl - Hoffmann

Update, 19.45 Uhr: Unter den deutschen Fans herrscht derweil beste Stimmung. Es werden wieder mehr als 10.000 deutsche Anhänger im Stadion erwartet. Im Vorfeld der Partie zogen sie bei einem Fanmarsch in Richtung Stadion. Die Botschaft ist dabei klar: „Über Zürich ins Finale. Wir sind bereit!“

Update, 19.35 Uhr: So langsam steigt die Spannung. Noch sind es knapp 90 Minuten bis zum Anpfiff im Letzigrund in Zürich. Und ganz Fußball-Deutschland drückt den DFB-Frauen die Daumen. Übrigens auch die DFB-Männer, die sich mit einer eindringlichen Botschaft an die Mannschaft von Bundestrainer Christian Wück wendeten.

Erstmeldung, 23.07.2025: Zürich – Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft will heute Abend (21 Uhr, alle TV-Infos) im Züricher Letzigrund für den nächsten Gänsehautmoment bei dieser Europameisterschaft sorgen. Nach dem dramatischen Viertelfinal-Erfolg gegen Frankreich wartet nun ein echter Brocken: Spanien, der aktuelle Weltmeister. Gesucht wird der Finalgegner der Engländerinnen, die sich im ersten Halbfinale am Dienstag gegen Italien durchsetzten. Hier gibt es den Spielplan zur Frauen-EM.

Bundestrainer Christian Wück weiß um die Herausforderung – und spricht offen über die Belastung nach dem K.o.-Spiel gegen die Equipe Tricolore. „Die Eistonne ist ein wichtiges Thema“, sagt Wück, „wir haben nicht viel Zeit zur Regeneration.“ Die Trainingsinhalte in Zürich wurden deshalb reduziert: „Wir müssen mental frisch werden und zu 100 Prozent bereit sein.“

Die Vorbereitung auf Spanien begann erst am Dienstag – zu groß war die physische und mentale Herausforderung nach dem Frankreich-Krimi. An taktischer Klarheit mangelt es aber nicht. „Jeder kennt die Spanierinnen mit ihrem Kurzpassspiel. Das zeichnet sie aus“, erklärt Wück. „Wir werden viel hinterherlaufen und leiden müssen. Aber wir müssen die richtigen Momente abwarten und ergreifen, um unser Spiel durchzusetzen.“

Wolle Petry, versteckte Talente und Zusammenhalt: DFB-Team begeistert bei Frauen-EM

Die Frauen-EM in der Schweiz ist in vollem Gange. Das DFB-Team erlebte dort bislang ein wahres Wechselbad der Gefühle und sorgt dennoch für eine Menge Euphorie.
Die Frauen-EM in der Schweiz ist in vollem Gange. Das DFB-Team erlebte dort bislang ein wahres Wechselbad der Gefühle und sorgt dennoch für eine Menge Euphorie. © Collage, IMAGO / Eibner / Bernd Feil / MiS / Yuliia Perekopaiko/DFB/dpa
Das DFB-Team steht im Halbfinale der Frauen-EM. Nach 120 umkämpften Minuten setzte sich das Team von Bundestrainer Christian Wück im Elfmeterschießen gegen Frankreich durch.
Das DFB-Team steht im Halbfinale der Frauen-EM. Nach 120 umkämpften Minuten setzte sich das Team von Bundestrainer Christian Wück im Elfmeterschießen gegen Frankreich durch. © IMAGO/Fotostand / Fantini
Das sorgt natürlich auch bei den DFB-Anhängern für große Freude. Es herrscht EM-Euphorie, und das nicht nur in den Stadien in der Schweiz, sondern auch in Deutschland selbst.
Das sorgt natürlich auch bei den DFB-Anhängern für große Freude. Es herrscht EM-Euphorie, und das nicht nur in den Stadien in der Schweiz. © IMAGO / ActionPictures
Großen Anteil an der überwältigenden Unterstützung im Land hat dabei auch das Auftreten der DFB-Frauen abseits des Feldes. Selina Cerci und Co. zeigen sich nahbar und geben auch durch verschiedene Aktionen Grund zur Freude.
Großen Anteil an der überwältigenden Unterstützung im Land hat dabei auch das Auftreten der DFB-Frauen abseits des Feldes. Selina Cerci und Co. zeigen sich nahbar und geben auch durch verschiedene Aktionen Grund zur Freude. © IMAGO / ActionPictures
Schon in der Vorbereitung auf das Turnier geben uns die Nationalspielrinnen persönliche Einblicke in das Quartier in Herzogenaurach. Die Fans werden mit Videos vom Badespaß am Pool und Schnappschüssen von Klara Bühl an der Kamera versorgt.
Schon in der Vorbereitung auf das Turnier geben uns die Nationalspielrinnen persönliche Einblicke in das Quartier in Herzogenaurach. Die Fans werden mit Videos vom Badespaß am Pool und Schnappschüssen von Klara Bühl an der Kamera versorgt. © Instagram @dfb_frauenteam
Ein ganz besonderer Moment: Schlagerstar Wolfgang Petry überrascht die DFB-Frauen kurz vor EM-Start mit einem Privatkonzert.
Ein ganz besonderer Moment: Schlagerstar Wolfgang Petry überrascht die DFB-Frauen kurz vor EM-Start mit einem Privatkonzert. © Yuliia Perekopaiko/DFB/dpa
Bei den Spielerinnen und dem Trainerteam kam die Überraschung offenbar sehr gut an. Gemeinsam veröffentlichten der Schlagerstar und die DFB-Frauen sogar eine Neuauflage des Hits „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“.
Bei den Spielerinnen und dem Trainerteam kam die Überraschung offenbar sehr gut an. Einige der Spielerinnen sind bekennende Wolfgang Petry Fans und grölten ordentlich mit. © Instagram @sjo_nue, @giuliagwinn
Spielführerin Giulia Gwinn verriet danach in einem Podcast: „Es ist ja kein Geheimnis, dass er bei uns im Camp war, dass wir eine sehr gute Zeit zusammen hatten“. Und weiter: „Dieses ‚Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n‘“, habe das Team durch die letzten Monate getragen.
Spielführerin Giulia Gwinn verriet danach in einem Podcast: „Es ist ja kein Geheimnis, dass er bei uns im Camp war, dass wir eine sehr gute Zeit zusammen hatten“. Und weiter: „Dieses ‚Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n‘“, habe das Team durch die letzten Monate getragen. © IMAGO/Fotostand / Fantini
Der Spaß kam bei der Vorbereitung auf das Turnier generell, egal ob im Kraftraum oder auf dem Trainingsplatz, nie zu kurz.
Der Spaß kommt dabei, egal ob im Kraftraum oder auf dem Trainingsplatz, nie zu kurz. © Instagram @dfb_frauenteam
Im Auftaktspiel gegen Polen dann der große Schock: Kapitänin Giulia Gwinn verletzt sich am Knie und fällt für den Rest der Europameisterschaft aus. Die Mannschaft gewinnt die Partie trotzdem mit 2:0.
Im Auftaktspiel gegen Polen dann der große Schock: Kapitänin Giulia Gwinn verletzt sich am Knie und fällt für den Rest der Europameisterschaft aus. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl
Doch auch in diesem schweren Moment zeigt die Mannschaft ihren Zusammenhalt. Beim zweiten Gruppenspiel gegen Dänemark hat das Team ein Trikot der verletzten Kapitänin dabei. Außerdem tragen Jule Brand und Co. einen Tapeverband mit ihren Initialen und ihrer Trikotnummer ums Handgelenk.
Doch auch in diesem schweren Moment zeigt die Mannschaft ihren Zusammenhalt. Beim zweiten Gruppenspiel gegen Dänemark hat das Team ein Trikot der verletzten Kapitänin dabei. Außerdem tragen Jule Brand und Co. einen Tapeverband mit ihren Initialen und ihrer Trikotnummer ums Handgelenk. © IMAGO / MIS / Sven Simon
Klara Bühl sendete bei ihrem vermeintlichen Treffer zum 1:0 auch persönlich nochmal eine Botschaft an die verletzte Gwinn. Der Treffer zählte jedoch wegen einer Abseitsstellung nicht.
Klara Bühl sendete bei ihrem vermeintlichen Treffer zum 1:0 auch persönlich nochmal eine Botschaft an die verletzte Gwinn. Der Treffer zählte jedoch wegen einer Abseitsstellung nicht. © IMAGO/Bernd Feil / MiS
Das Spiel konnte trotzdem mit 2:1 gewonnen werden. Der Sieg und der kurz danach feststehende Einzug ins Viertelfinale wurden danach gebührend gefeiert. Natürlich im Hotel auch wieder zu den Klängen von Wolfgang Petry.
Der 2:1-Sieg und der kurz danach feststehende Einzug ins Viertelfinale wurde dann auch wieder gebührend gefeiert. Natürlich wieder zu den Klängen von Wolfgang Petry © IMAGO / Eibner, Instagram @dfb_frauenteam
Den ersten herben Dämpfer gibt es dann im abschließenden Gruppenspiel gegen Schweden. Nach einer roten Karte gegen Carlotta Wamser verliert das DFB-Team deutlich mit 1:4.
Den ersten herben Dämpfer gibt es dann im abschließenden Gruppenspiel gegen Schweden. Nach einer roten Karte gegen Carlotta Wamser verliert das DFB-Team deutlich mit 1:4. © IMAGO/Bernd Feil / MiS
Doch auch nach ihrer unglücklichen Aktion (Handspiel auf der Linie) kann sich die junge Verteidigerin, die die verletzte Gwinn ersetzte, auf die Unterstützung ihrer Kolleginnen verlassen.
Doch auch nach ihrer unglücklichen Aktion (Handspiel auf der Linie) kann sich die junge Verteidigerin, die die verletzte Gwinn ersetzte, auf die Unterstützung ihrer Kolleginnen verlassen. © IMAGO/Markus Fischer
Die Unterstützung für die Mannschaft ist sowieso weiterhin großartig. Die deutschen Fans sorgen bei den Spielen in der Schweiz regelmäßig für Heimspiel-Atmosphäre.
Die Unterstützung für die Mannschaft ist dennoch großartig. Die deutschen Fans sorgen bei den Spielen in der Schweiz regelmäßig für Heimspiel-Atmosphäre. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Und auch die DFB-Frauen selbst lassen sich von der deutlichen Klatsche nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen bereiten sie sich weiter gut gelaunt auf das anstehende Viertelfinale gegen Frankreich vor.
Und auch die DFB-Frauen selbst lassen sich von der deutlichen Klatsche nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen bereiten sie sich weiter gut gelaunt auf das anstehende Viertelfinale gegen Frankreich vor. © Instagram @dfb_frauenteam
Und dieses sollte an Dramatik kaum zu überbieten sein. Kathrin Hendrich sieht in der 13. Minute die rote Karte, weil sie ihre Gegenspielerin an den Haaren zieht. Den folgenden Strafstoß nutzt Frankreich zur 1:0-Führung.
Und dieses sollte an Dramatik kaum zu überbieten werden. Kathrin Hendrich sieht in der 13. Minute die rote Karte, weil sie ihre Gegenspielerin an den Haaren zieht. Den folgenden Strafstoß nutzt Frankreich zur 1:0-Führung. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
Sjoeke Nüsken gleicht wenig später jedoch in Unterzahl aus. Das DFB-Team beweist unglaubliche Moral und liefert auch danach einen leidenschaftlichen Kampf.
Sjoeke Nüsken gleicht wenig später jedoch in Unterzahl aus. Das DFB-Team beweist unglaubliche Moral und liefert auch danach einen leidenschaftlichen Kampf. © IMAGO/Bernd Feil / MiS
In der zweiten Halbzeit hat Nüsken dann sogar die Chance auf die Führung, vergibt aber einen Strafstoß. Verfolgt wurde das Spiel in Deutschland im Schnitt von 10,7 Millionen Menschen.
In der zweiten Halbzeit hatte Sjoeke Nüsken sogar die Chance auf die Führung, vergab aber einen Strafstoß. Verfolgt wurde das Spiel in Deutschland im Schnitt von 10,7 Millionen Menschen. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
So bleibt es beim 1:1 und Deutschland schafft es trotz langer Unterzahl in die Verlängerung. Auch diese endet torlos und so muss die Entscheidung im Elfmeterschießen her.
So bleibt es beim 1:1 und Deutschland schafft es trotz langer Unterzahl in die Verlängerung. Auch diese endet torlos und so muss die Entscheidung im Elfmeterschießen her. © IMAGO/Bernd Feil / MiS
Dort wird Torhüterin Ann-Kathrin Berger zur umjubelten Heldin. Sie hält zwei Elfmeter und trifft sogar selbst vom Punkt. Der Einzug ins EM-Halbfinale ist geschafft!
Dort wird Torhüterin Ann-Kathrin Berger zur umjubelten Heldin. Sie hält zwei Elfmeter und trifft sogar selbst vom Punkt. Der Einzug ins EM-Halbfinale ist geschafft! © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz
Die Freude kennt nach diesen umkämpften 120 Minuten keine Grenzen.
Die Freude kennt nach diesen umkämpften 120 Minuten keine Grenzen. © IMAGO/Bernd Feil / MiS
Mittelfeldspielerin Sjoeku Nüsken teilt einen Schnappschuss aus der Kabine. „Sprachlos!! Ihr seid der WAHNSINN!!“, schreibt sie dazu. Und auch Giulia Gwinn ist emotional berührt. Teilt ein Foto, auf dem ihr eine Träne über die Wange kullert. „Das ist wahre Größe“, so Gwinn.
Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken teilt einen Schnappschuss aus der Kabine. „Sprachlos!! Ihr seid der WAHNSINN!!“, schreibt sie dazu. Und auch Giulia Gwinn ist emotional berührt. Teilt ein Foto, auf dem ihr eine Träne über die Wange kullert. „Das ist wahre Größe“, so Gwinn. © Instagram @sjo_nue, @giuliagwinn
Angekommen im Team-Hotel zeigen sich die Spielerinnen dann wieder von ihrer Party-Seite. Zu einem Remix von Peter Schillings „Major Tom“ tanzen die DFB-Stars noch spät am Abend.
Angekommen im Team-Hotel zeigen sich die Spielerinnen dann wieder von ihrer Party-Seite. Zu einem Remix von Peter Schillings „Major Tom“ tanzen die DFB-Stars noch spät am Abend. © Instagram @dfb_frauenteam

Anders als gegen Frankreich, als man in Unterzahl kaum noch Ballbesitzphasen hatte, soll gegen Spanien offensiver agiert werden. „Wir wollen auch mit Ball stattfinden und aktiv den Ball erobern“, kündigt der Bundestrainer an.

Was die personelle Situation betrifft, ist das deutsche Team stark gebeutelt. Innenverteidigerin Kathrin Hendrich fehlt nach ihrer Roten Karte ebenso wie Vize-Kapitänin Sjoeke Nüsken, die im Viertelfinale ihre zweite Gelbe Karte sah. Kapitänin Giulia Gwinn ist seit dem ersten Gruppenspiel verletzt, und Sarai Linder zog sich gegen Frankreich eine Kapsel-Band-Verletzung am linken Sprunggelenk zu. „Das Sprunggelenk hat sich zwar mittlerweile wieder beruhigt“, sagt Wück, „ein Einsatz am Mittwoch ist aber ausgeschlossen.“ Ein Lichtblick: Carlotta Wamser kehrt nach abgesessener Sperre zurück und könnte gegen Spanien wieder in die Startelf rücken. Eine weitere DFB-Spielerin sorgt beim Weltmeister aus Spanien für Angst und Schrecken.

DFB-Torhüterin Ann-Kathrin Berger wurde im EM-Viertelfinale zur gefeierten Heldin. Wird sie auch im Halbfinale gegen Weltmeister Spanien zur entscheidenden Figur?

Statistik spricht klar für das DFB-Team

Historisch gesehen gehört Spanien zu den Lieblingsgegnern der DFB-Frauen. In bislang acht direkten Duellen konnten die Spanierinnen noch keinen einzigen Sieg einfahren – fünfmal setzte es sogar Niederlagen. Die spanische Zeitung As bezeichnete Deutschland deshalb bereits als „el eterno ogro“ – den ewigen Oger. Auch bei den letzten drei Duellen bei großen Turnieren gab es für die IbererInnen keinen Grund zur Freude.

Bei der EM in der SChweiz zeigen sich die Spanierinnen aber bislang extrem stark. Vier Spiele, vier Siege und 15:3 Tore lautet die beeindruckende Bilanz der spanischen Frauen nach den drei Gruppenspielen sowie dem Viertelfinalerfolg über die Schweiz (2:0). Doch all das zählt heute Abend nicht mehr. (BenHot)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Grant Hubbs

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