Exklusiv-Interview

BVB-Gegner im Aufwind: Hansi Flicks Barça erinnert an einen Angst-Rivalen

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Der BVB ist in der Champions League gegen den FC Barcelona klarer Außenseiter. DAZN-Kommentator Jan Platte schätzt die Chancen im Interview ein.

Dortmund/Barcelona – Borussia Dortmund fühlt sich in der Rolle des Underdogs in der Champions League wohl. Die Vorzeichen schienen dabei selten so eindeutig wie vor dem Viertelfinale gegen den FC Barcelona. Das Hinspiel steigt am Mittwoch (21 Uhr, live bei DAZN).

Die Katalanen haben unter Ex-Bundestrainer Hansi Flick die große Chance auf drei Titel, der BVB muss in der Bundesliga auf ein kleines Fußballwunder hoffen, um in der kommenden Saison europäisch vertreten zu sein.

Über die Entwicklung von Barça unter Hansi Flick, die Aussichten des BVB im Viertelfinale sowie das mögliche ‚Finale dahoam‘ spricht Absolut Fußball, das Fußball-Portal von Home of Sports, im Interview mit DAZN-Kommentator Jan Platte.

DAZN-Kommentator Jan Platte spricht im Interview über den Erfolg von Hansi Flick beim FC Barcelona.
Wir haben Anfang April und der FC Barcelona hat beste Aussichten aufs Triple. Hand aufs Herz, Jan Platte: Hätten Sie das Hansi Flick in seiner ersten Saison bei Barça zugetraut?
Nein, ich hätte es ihm nicht zugetraut und da bin ich ja auch keine Ausnahme, sondern einer von vielen. Nicht nur bei mir hat sich die Dokumentation rund um die Weltmeisterschaft verfangen, die das Bild eines Trainers kreiert hat, der mehr auf die Mannschaft wütend ist als auf sich selbst. Das wirkte so, dass er die Schuld eher von sich weist. Aber was er beim FC Barcelona geschafft hat, von Anfang an, das hat meinen allergrößten Respekt verdient, weil das Umfeld so schwierig ist. Mit all den Schulden, den Unruhen, der Tatsache, dass sie nicht im Camp Nou spielen. Es gab so viele kleine Brandherde, die überall lodern.
Aber Flick konzentriert sich auf das Sportliche, und das Resultat sehen wir jetzt: Sie sind ins Finale der Copa del Rey eingezogen, wo es zum Clásico gegen Real Madrid kommt. In LaLiga sind sie knapp vorne, aber auf Meisterschaftskurs. Und in der Champions League haben sie sehr, sehr gute Aussichten, den großen Traum zu erfüllen, den sie seit 2015 und dem Finalsieg in Berlin verfolgen.
Die einzige Schwächephase gab es im Dezember, als Barça nacheinander zu Hause gegen CD Leganés und Atlético Madrid verloren hat. Ansonsten marschiert die Mannschaft durch die Saison, bricht Rekorde und hat zum Beispiel schon 140 Pflichtspieltore erzielt.
Ich nehme noch den Monat November mit rein, über den Hansi Flick gesagt hat, es sei ein ‚Scheiß-November‘ gewesen, ‚endlich ist er vorbei‘ – und dann war der Dezember gar nicht so viel besser. Sie haben sich diese zwei Monate gegönnt, mit wenigen Ausreißer nach oben. Seitdem gewinnen sie alles in der Liga. Es gibt Schwächephasen, aber deutlich weniger als in der Phase Ende Herbst, Anfang Winter. Da waren sie wirklich anfällig, haben defensiv viel zugelassen.
Mittlerweile gibt es rar gesäte Schwächen und viel mehr Stärken. Es erinnert mich schon an den FC Bayern in der Triple- und am Ende ja sogar Sextuple-Saison unter Flick. Natürlich war das eine andere Gemengelage, wegen Corona, der Turnierform in Lissabon ohne Zuschauer, also mit weniger äußeren Einflüssen. Aber die Bayern haben selber gesagt, sie haben diesen Unbesiegbarkeits-Nimbus in sich gespürt. Und wenn man dann Barcelona sieht, die jetzt auch 1:0 bei Atlético Madrid gewinnen können: Sie haben aktuell für jedes Problem eine Lösung.
Gibt es überhaupt Schwächen in der Mannschaft?
Es gibt ganz, ganz wenig Schwächen und wenn, sind sie eher defensiver Natur. Da sind immer mal wieder Momente – und darauf beruht dann auch die BVB-Hoffnung –, in denen sie bekanntlich sehr hoch stehen. Aber das ist auch nicht mehr ganz so kategorisch wie in der Anfangsphase unter Flick, zum Beispiel im Spiel gegen Bayern. Da war die letzte Kette praktisch immer auf Höhe der Mittellinie. Das haben sie modifiziert. Sie sind klüger, sie haben sich weiterentwickelt, auch gegen den Ball. Aber es gibt immer noch die Phasen, in denen du Räume bekommst, die du belaufen kannst.
Der BVB und Barça sind schon in der Ligaphase aufeinandergetroffen, Sie haben das Spiel gemeinsam mit Michael Ballack für DAZN kommentiert. Macht es einen Unterschied, dass sich die Teams schon vom 3:2-Sieg für Barça aus dem Dezember kennen?
Es macht keinen großen Unterschied, dass sie sich schon begegnet sind. Es macht einen großen Unterschied, in welcher Form der FC Barcelona aktuell ist. Sie haben sich vor allem international weiterentwickelt in relativ kurzer Zeit, dass ich ihnen zutraue, dass sie Dortmund, vor allen Dingen im Hinspiel, sehr, sehr stark dominieren werden. Was nicht heißt, dass Dortmund keine Chance hat.
Es ist eine neue Gemengelage. Allein schon, weil Niko Kovač und Hansi Flick sich natürlich kennen, weil Flick Co-Trainer bei Bayern unter dem Chefcoach Kovač war. Aber es ist nicht so, dass ich ein komplett anderes Spiel erwarte. Vor allem im Heimspiel erwarte ich einen dominanten FC Barcelona, der sofort testen wird, wie Dortmund an dem Abend drauf ist.

Jan Platte: DAZN-Kommentator und Spanien-Experte

Jan Platte ist seit Jahren fester Bestandteil des Streamingdienst DAZN. Ob am Freitagabend beim Bundesliga-Spiel in der Münchner Allianz-Arena oder als Spanien-Experte beim „El Clásico“ zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, Platte ist bei DAZN für die großen Spiele die erste Wahl.

In der Ligaphase hätte der BVB nicht verlieren müssen, der Siegtreffer zum Beispiel fiel völlig unnötig durch einen Konter nach eigenem Eckball ...
… und keiner zieht das taktische Foul, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Irgendjemand hätte zupacken können.
Genau, Jamie Gittens musste sich in der Szene eigentlich Gelb abholen. Kann Dortmund aus Ihrer Sicht trotzdem etwas aus diesem Spiel mitnehmen, das durchaus Unentschieden hätte ausgehen können?
Ich sage trotzdem, es ist ein anderer FC Barcelona geworden. Sie haben 2025 kein einziges Spiel verloren [18 Siege, drei Remis, Anm. d. Red.]. Der BVB hatte ein Stück weit das Glück, an diesem Dezembertag auf ein Barça zu treffen, das wusste, wir sind offensiv wirklich gut, aber hinten, na ja … Da musste Flick auch ein bisschen ausprobieren. Das ist jetzt gefestigter. Das könnte das große Problem für Borussia Dortmund werden, wobei ich weiterhin keine große Fantasie brauche, um Maximilian Beier oder Karim Adeyemi mit Tempo in Richtung Wojciech Szczęsny rennen zu sehen.
Das kann es gut geben, aber der Vergleich mit Barcelona über zwei Spiele – Atlético hat ihm nicht standgehalten jetzt im Pokal und für Borussia Dortmund wird das einfach sehr, sehr schwer. Schwerer als in diesem einen Spiel im Dezember, in dem, und das sage ich auch deutlich, der BVB das über weite Strecken, vor allem in der zweiten Hälfte, wirklich sehr gut gemacht hat.
Sie sind bei DAZN nicht nur Barça-Experte, sondern begleiten auch viele Spiele des BVB. Haben Sie irgendeine Erklärung für diese Diskrepanz zwischen Bundesliga-BVB und Champions-League-BVB?
Nein, ich habe nicht den Ansatz einer Erklärung. Es ist ja wirklich ‚und täglich grüßt das Murmeltier‘, die Diskussion rund um den BVB. Ich glaube, wir alle rätseln. Es gibt wohl niemanden, der die Antwort hat, weil es seit Jahren dieses Auf und Ab in der Liga gibt, aber eine gewisse Beständigkeit auf hohem Niveau auf internationaler Bühne. Es scheint, dass dieser Wettbewerb irgendetwas mit ihnen macht.
Es freut mich für sie, und auch aus deutscher Sicht, dass sie in der Champions League häufig so viel klarer und besser spielen. Es macht einfach Spaß, den BVB zu begleiten am Mikrofon, wenn er auf diesem Niveau Fußball spielt. Ob es die Hymne ist, das Drumherum, der Königsklassen-Geruch – das kann der BVB, beziehungsweise können diese 25 Spieler nur selber beantworten.

Champions-League-Sieger seit 1992/93 – bekommen Sie noch alle zusammen?

Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“.
Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1993/94: AC Mailand. Mit einem 4:0 gegen den FC Barcelona setzte sich das Team von Fabio Capello (mit Anzug) durch. Daniele Massaro (rechts) traf sogar doppelt. Für Paolo Maldini (links) sollte es nicht der letzte Titel gewesen sein.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1994/95: Ajax Amsterdam gewinnt im Ernst-Happel-Stadion mit 1:0 gegen Vorjahressieger AC Mailand. Torschütze: Patrick Kluivert.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1995/96: Juventus Turin gewinnt im Elfmeterschießen gegen Titelverteidiger Ajax Amsterdam. Hier links ist Fabrizio Ravanelli, der in der regulären Spielzeit zum 1:0 traf, später glich Jari Litmanen aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1996/97: Borussia Dortmund. Die Dortmunder gewinnen im Olympiastadion München mit 3:1, wieder hat der Titelverteidiger das Nachsehen, in dem Fall Juventus Turin. Legendär: das Lupfer-Tor von Lars Ricken.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1997/98: Wieder jubelt ein Deutscher, dieses Mal Jupp Heynckes, als Trainer von Real Madrid. Die Königlichen holen durch ein 1:0 gegen Juventus Turin ihren ersten Titel der Champions League.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1998/99: Manchester United. Die schmerzhaftesten drei Minuten der Fußballgeschichte des FC Bayern. Mitten drin: Teddy Sheringham, der für Tränen auf den deutschen Wangen sorgte. 2:1 gewannen die Red Devils.  © Phil Noble via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 1999/00: Real Madrid. Fernando Morientes, Steve Mcmanaman und Raul sorgen für ein souveränes 3:0 gegen Valencia CF. Die niedergeschlagenen Gegner durften ihr Glück ein Jahr später gleich nochmal probieren ... © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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... und verloren gegen den Champions-League-Sieger der Saison 2000/01: FC Bayern München. Unvergessen die Stimme von Marcel Reif. „Kahn, die Bayern!“ - der Titan war im Elfmeterschießen der Held. Der erste Titel des FCB.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2001/2002: Real Madrid gewinnt im Finale gegen Bayer Leverkusen. Ein Tor wie ein Gemälde erzielte Zinedine Zidane, der nicht nur als Spieler die Champions League gewann.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2002/2003: AC Mailand. Hier im Bild: Andrij Shevchenko verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Gianluigi Buffon. Juventus Turin abermals im Finale unterlegen. Für den AC Mailand der zweite Erfolg seit 93/94. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2003/04: FC Porto und die Geburtstunde von Jose Mourinho. Hier im Bild die portugiesische Legende Deco, die später mit dem FC Barcelona einige Erfolge feiern konnte. Im Finale in Gelsenkirchen besiegte Porto AS Monaco.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2004/2005: FC Liverpool. Die Briten gewinnen das bis dato verrückteste Finale und holen einen 0:3-Rückstand gegen AC Mailand auf. Im Elfmeterschießen tanzt sich Jerzy Dudek zur Vereinslegende (hier auf dem Bild über dem Pokal mit Torwarthandschuhen) © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2005/2006: FC Barcelona. Im Finale gegen Arsene Wengers Arsenal London gewinnen die Katalenen mit 2:1. Jens Lehmann sieht früh die Rote Karte. Die Führung durch Sol Campbell kann Barca durch Eto‘o und Belletti drehen.  © imago / Migueles Sportsfoto
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Champions-League-Sieger der Saison 2006/2007: AC Mailand. Der doppelte Pippo Inzaghi sorgt für den Erfolg gegen FC Liverpool. Die Rache nach der Blamage 2005. Dirk Kuyts Anschlusstreffer kommt in der 89. Minute zu spät.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2007/08: Manchester United. Im Elfmeterschießen rutscht Chelseas John Terry aus, Michael Ballack wird mal wieder Zweiter. Den entscheidenden Elfmeter hält van der Sar gegen Anelka und die Red Devils jubeln.  © Martin Rickett / imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2008/2009: FC Barcelona. Hier im Bild Thierry Henry, Pep Guardiola mit Haaren und ein unschuldig wirkender Lionel Messi. 2:0 gegen Titelverteidiger Manchester United.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2009/2010: Inter Mailand. Der Herr mit dem Pokal auf dem Kopf ist Javier Zanetti. Der Kapitän durfte sich den neuen Hut nach einem Sieg gegen den FC Bayern München aufsetzen. Diego Milito traf zweimal, Jose Mourinho feiert seinen zweiten CL-Titel.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2010/2011: FC Barcelona. Wie schon 2009 gewinnt Barca gegen Manchester United. Dieses Mal mit 3:1. Pedro, David Villa und Lionel Messi trafen, zwischenzeitlich glich Wayne Rooney aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2011/2012: FC Chelsea. Finale Dahoam geht schief. Der über 90 Minuten überlegene FC Bayern bekommt spät den Ausgleich und ist vom Punkt einfach schlechter. Sowohl in der Verlängerung (Arjen Robben) als auch im Elfmeterschießen (Olic, Schweinsteiger) versagen die Nerven. Doch die Trauer war nur von kurzer Zeit, denn ... © imago sportfotodienst
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... der Champions-League-Sieger 2012/2013 hieß FC Bayern München. Die Geister des vergangenen Jahres wurden ausgetrieben. Die Münchner feierten ihr Triple und Arjen Robben oder Bastian Schweinsteiger rehabilitierten sich mit dem 2:1-Triumph über Borussia Dortmund im Wembley.  © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2013/14: Real Madrid. Im Stadtderby gegen Atletico Madrid gewannen die Königlichen 4:1 nach Verlängerung. Das Tor zum 4:1 bedeutete Cristiano Ronaldo so viel, dass er sogar noch sein Trikot auszog.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2014/2015: FC Barcelona. Im Berliner Olympiastadion krönen sich die Katalanen ein weiteres Mal. Marc-Andre ter Stegen sorgt für die deutsche Note (vorne liegend). Beim 3:1 gegen Juventus waren Ivan Rakitic, Luis Suarez und Neymar erfolgreich, Alvaro Morata glich zwischenzeitlich aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2015/2016: Real Madrid. Wieder Stadtderby gegen Atletico, wieder heißt der Sieger Real. Dieses Mal aber „erst“ nach dem Elfmeterschießen. Real begann, traf alles, dann schoss Juanfran an den Pfosten, ehe Cristiano Ronaldo den Deckel drauf machte.  © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2016/2017: Real Madrid. Im walisischen Cardiff muss Juventus Turin dran glauben. 4:1 werden die Italienier vermöbelt, wobei Mario Mandzukic für die Alte Dame ein Traumtor erzielt. Der Ausgleich nach der Ronaldo-Führung war nicht genug, es legten Casemiro, wieder Ronaldo und Asensio nach.  © Raddad Jebarah / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2017/2018: Real Madrid zum dritten Mal in Folge. Im Spiel gegen Liverpool verletzt sich erst Mo Salah nach einem Foul von Sergio Ramos früh, dann hat Loris Karius Kopfschmerzen und patzt gegen Karim Benzema. Zweimal Gareth Bale (darunter ein Fallrückzieher) war dann zu viel für Klopps Liverpool, die in Person von Sadio Mané sogar den Ausgleich schossen. Doch es dauerte nicht lange, bis Liverpool jubeln konnte ... © IMAGO/Matt West/BPI/Shutterstock
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... als Champions-League-Sieger der Saison 2018/2019: FC Liverpool. Klopp bringt den Pokal nach 2005 wieder in die Stadt. Salah und Origi sorgen für das 2:0 gegen die Tottenham Hotspurs. .jpg © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Champions-League-Sieger der Saison 2019/2020: FC Bayern München. In einem leeren Stadion in Lissabon waren die Münchner unter Hansi Flick wieder erfolgreich. Kingsley Coman köpfte das entscheidende Tor gegen Paris Saint-Germain und füllte damit die Leopoldstraße in München in der warmen Augustnacht.  © Peter Schatz / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2020/2021: FC Chelsea. Thomas Tuchel schlägt im Finale Pep Guardiolas Manchester City. Torschütze: Kai Havertz. Ein deutscher Erfolgsabend, bei dem auch Antonio Rüdiger und Timo Werner jubelten, aber dabei auch ihren DFB-Teamkameraden Ilkay Gündogan trösten mussten.  © Adam Davy via www.imago-images.de
FC Liverpool - Real Madrid
Champions-League-Sieger der Saison 2021/2022: Real Madrid. Wieder gewinnen die Königlichen. In einem völlig irren Spiel gegen Liverpool ist vor allem Torwart Thibeaut Courtois der Held der Madrilenen, der mehrere Großchancen hielt. Das goldene Tor des Tages schoss Vinicius Jr. Toni Kroos ist zum fünften Mal CL-Sieger.  © Frank Augstein / dpa / Picture Alliance
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan.
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan. © ANP / Imago Images
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Real Madrid. Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg.
Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real Madrid jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg. © Pressinphoto / Imago Images
Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0.
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Paris St.-Germain. Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0. © IMAGO/Gonzales Photo/Tommaso Fimiano
Der FC Bayern träumt vom ‚Finale dahoam‘ in München, das wäre es aber auch für DAZN und die Deutschland-Zentrale in Ismaning. Darf ich um Ihren Tipp bitten, welches Duell DAZN am 31. Mai übertragen wird?
Das ist eine gute Frage. Es ist so schwer, das vorherzusehen. Tippe ich gegen Real Madrid? Besser nicht, weil, wie Pep Guardiola einst gesagt hat, die entscheiden selber, ob sie den Henkelpott gewinnen oder nicht. Die Bayern gegen Inter, das ist unfassbar schwer zu sagen, wer da durchkommt, aber angesichts der Münchner Probleme in der Defensive und Inters Entwicklung auch international – das, was ich von diesem Team sehe, beeindruckt mich.
PSG traue ich es definitiv zu, das in die Tat umzusetzen, was Luis Enrique schon vor einiger Zeit in Worte gefasst hat: Dass sie besser sind ohne Kylian Mbappé und dass sie bereit sind, diesen Titel zu gewinnen. Sie haben mich sehr beeindruckt gegen Liverpool in beiden Spielen. Und dann ist da eben der FC Barcelona, der in einer Form ist, in der ich ihm alles zutraue. Also natürlich auch den Gewinn der Champions League.
Das ‚Finale dahoam‘ wäre natürlich ein Traum für die Bayern, auch aus deutscher Sicht wäre es sensationell gut, wieder eine deutsche Beteiligung zu haben in diesem Champions-League-Endspiel in München, aber ich sehe die Chancen als schwierig an – für Bayern und für Borussia Dortmund. Ich wünsche mir ein deutsches Team im Finale, das kann ich sagen, ganz gleich welches, aber ich habe die großen Klubs, die ich aufgezählt habe, ein bisschen stärker in der Verlosung. Ohne dass ich sagen kann, wer sich da jetzt durchsetzt. Wir wissen alle, wie es ist, dass es dann auch von Tagesform, Schiedsrichterentscheidungen und ein bisschen Glück abhängt.

Das Interview führte Lars Pollmann vor den Spielen des BVB beim SC Freiburg und des FC Barcelona gegen Real Betis.

Rubriklistenbild: © Montage/Imago

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