Aus für Matterhorn-Rennen: FIS erklärt die Streichung des Ski-Weltcups
VonSascha Mehr
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Nach zweimaliger Absage ist die spektakuläre Abfahrt am Matterhorn aus dem Rennkalender geflogen. Nun hat sich die FIS zu der Entscheidung geäußert.
München – Wie schon 2022 sollte auch 2023 die Ski-Weltcupsaison am legendären Matterhorn eröffnet werden. Doch erneut mussten beide Abfahrten abgesagt werden, weil das Wetter keine Rennen zuließ. Eine weitere Chance bekommt Zermatt/Cervinia nicht, die Abfahrten wurden nämlich aus dem Kalender gestrichen, wie die Organisatoren in Absprache mit der FIS und der Ski-Verbände der Schweiz und Italiens entschieden.
Kein Matterhorn-Rennen im Weltcup-Kalender 2024/25
Wie die APA berichtet, sollen die FIS-Verantwortlichen den Veranstaltern des Weltcups am Matterhorn den Vorschlag unterbreitet haben, die Rennen auf einen späteren Zeitpunkt der Saison zu verschieben. Das wurde aber abgelehnt, wegen der geringen Kapazitäten an Unterkünften in der Hochsaison. Daraufhin wurde der Weltcup komplett gestrichen.
„Auch wenn organisatorisch alles auf Grün gestellt wäre, sind übergeordnet rund um den künftigen Weltcup-Kalender derzeit so viele Grundsatzfragen offen, dass wir im Dialog mit allen Stakeholdern nach sorgfältigem Abwägen zum Entschluss gekommen sind, das Matterhorn Speed Opening zu sistieren“, wurde Diego Züger, zusammen mit Walter Reusser Geschäftsführer bei Swiss-Ski, in einer Mitteilung zitiert.
Ob das sogenannte „Matterhorn Speed Opening“ in Zukunft wieder einen Platz im Weltcup-Kalender finden könnte, ist nicht bekannt. Die FIS und auch die Organisatoren äußerten sich zumindest nicht dahingehend, dass das Projekt für immer vom Tisch ist.
FIS erklärt die Streichung des Ski-Weltcups am Matterhorn
Die Entscheidung, in der kommenden Saison keine Weltcuprennen am Matterhorn auszutragen, sollte eigentlich erst in einigen Tagen öffentlich werden. FIS-Präsident Johan Eliasch verkündete aber bereits beim Weltcupfinale in Saalbach-Hinterglemm, dass in der nächsten Saison keine Abfahrten in Zermatt/Cervinia geplant sind. Das machte eine vorzeitige Stellungnahme des Verbandes unumgänglich.
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„Da noch nicht alle Details geklärt sind, war die Kommunikation auch vonseiten der FIS erst auf die kommende Woche geplant. Schlussendlich liegt es am FIS-Council, die definitive Entscheidung zu fällen und die Rennen aus dem Kalender 2024/25 zu nehmen“, schrieb Züger. (smr)