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Eintracht Frankfurt: Finanziell läuft es jetzt richtig gut

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Bringt dem Verein alles Geld: Eintracht-Fans beim feiern.
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Eintracht Frankfurt verzeichnet das mit Abstand größte Umsatzwachstum der Bundesliga. Auch der SC Freiburg und der VfL Bochum sind finanziell gut dabei. Chelsea wirft Geld raus.

Die Performance deutscher Fußballklubs kann sich aktuell sehen lassen. Sportlich haben sich die Bundesligisten in internationalen Wettbewerben in der laufenden Saison so gut angestellt, dass sie für die Fünfjahreswertung der Uefa nach Italien die zweitbeste Saisonbilanz aufzuweisen haben, vor den Teams aus England und Spanien.

Laut Recherchen der Sports Betting Community (OLBG) und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte können sich einige Bundesligisten auch auf ihre finanzielle Leistung etwas einbilden. Allen voran die Frankfurter Sportgemeinde Eintracht, die sich in der just von Deloitte veröffentlichten „Football Money League“ der weltweit umsatzstärksten Klubs nach Rang 22 in der Saison 2021/22 mit nunmehr 293,5 Millionen Euro Einnahmen auf Platz 16 verbessert hat. Weil bei der Deloitte-Analyse die Transfereinnahmen nicht berücksichtigt werden, kommt die Eintracht selbst sogar auf einen Umsatz von 310 Millionen Euro.

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Die Hessen erzielten dank der Teilnahme in der Champions League mit einem Plus von 41 Prozent das mit Abstand größte Umsatzwachstum in der Bundesliga. Die Einnahmen aus der Medienvermarktung machten dabei einen Sprung um 33,7 Millionen Euro auf 140,5 Millionen Euro. Die Zuschauereinnahmen stiegen um 73 Prozent auf 54 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr wegen der Pandemie 17 von 23 Heimspiele mit eingeschränkter Kapazität stattfinden mussten.

Laut der Analysten gehört die Frauenfußballabteilung der Eintracht wirtschaftlich sogar zu den Top Ten der Welt. Angeführt wird dieses Ranking von den Champions-League-Titelverteidigerinnen vom FC Barcelona mit (13,4 Millionen Euro), die Eintracht ist Achte (3,6 Millionen).

Insgesamt liegt Real Madrid vorn, Bayern München als Sechster und Borussia Dortmund als Zwölfter liegen mit Gesamteinnahmen von 744 Millionen Euro (2021/22: 653,6) bzw. 420,0 Millionen Euro (Vorjahr 357,0) ein gutes Stück vor der Eintracht.

Interessant ist auch der Blick der OLBG auf den globalen Fußballmarkt. Die Wettexperten schauten sich die Top-5-Ligen Europas und die saudi-arabische Professional League näher an. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass der SC Freiburg den besten Score aus Aufwand und Ertrag vorzuweisen hat. Dabei wurden die Wertsteigerungen der Profikader, die Transferbilanz und die durchschnittliche Platzierung seit 2019/20 in Augenschein genommen. Freiburg führt in dieser Analyse vor Real Sociedad San Sebastian und Olympique Lyon.

Immer voll, die Bude: die Heimat der Eintracht, das Waldstadion in der Außenansicht.

Auffällig schlecht schloss hier Nottingham Forest ab. Seit dem Aufstieg 2022 holte Forest mehr als 40 Spieler und gab dafür über 300 Millionen Euro aus - mit bescheidenem Erfolg, Fast-Abstieg 2023, aktuell abstiegsgefährdet auf Rang 16 der Premier League. Die schlechtesten Einkaufsbilanzen haben der FC Chelsea (minus 788 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren) und Manchester United (minus 697) vorzuweisen. Auf das beste Verhältnis von Einkaufswert und aktuellem Marktwert ihrer Teams kommen Le Havre AC aus der französischen Ligue 1 und der VfL Bochum.

Ein Blick nach Saudi-Arabien: Die Kader der Großeinkäufer Al-Hilal SFC (Neymar) und Al-Ittihad Club (Karim Benzema) haben knapp 40 bzw. gut 30 Prozent ihrer Kaderwerte eingebüßt.

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