Frauen-EM: UEFA-Entscheidung über Strafe für DFB-Star
Im Spiel gegen Schweden sah die deutsche Spielerin Carlotta Wamser die Rote Karte. Das ist das Urteil für die Rechtsverteidigerin.
Zürich – Es war eine mehr als unglückliche Szene: In der 31. Minute der EM-Vorrundenpartie zwischen Deutschland und Schweden am Samstag (12. Juli) konnte die deutsche Außenbahnspielerin Carlotta Wamser einen Schussversuch der Skandinavierinnen kurz vor der eigenen Torlinie nur noch mit der Hand abwehren.
Frauen-EM: UEFA gibt Strafe für Carlotta Wamser bekannt
Im Stile einer Torhüterin verhinderte sie zunächst den Gegentreffer – sah dafür aber natürlich die Rote Karte. Doppelt bitter aus Sicht der deutschen Mannschaft: Den fälligen Elfmeter verwandelte Schweden auch noch souverän zum zwischenzeitlichen 3:1.
Am Tag nach dem Spiel hat die UEFA nun die Strafe für Wamser bekanntgegeben: Die Verteidigerin wird für ein Spiel gesperrt und muss damit im Viertelfinale am kommenden Samstag, für welches der Gegner der DFB-Frauen noch nicht feststeht, von der Tribüne zusehen.
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Für die deutsche Defensive ist es bereits der zweite Ausfall
Bundestrainer Christian Wück muss seine Verteidigung somit in der K.o.-Runde erneut umstellen: Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kapitänin Giulia Gwinn, die sich im ersten Gruppenspiel gegen Polen eine Knieverletzung zugezogen hatte und für den Rest des Turniers ausfällt, steht nun eine weitere Abwehrspielerin nicht zur Verfügung.
„Carlotta machen wir überhaupt keinen Vorwurf. Das hätte wahrscheinlich vielen so passieren können. Der Fehler lag nicht bei ihr“, sprach Mitspielerin Janina Minge Wamser indes Mut zu. Und wer weiß: Vielleicht kehrt die Leverkusenerin in einem möglichen Halbfinale ja wieder in das Team zurück und hilft der Wück-Elf auf dem Weg zum Titel. (ysl)