Freund Thomas Huber nimmt emotional Abschied von Laura Dahlmeier
VonStefan Schmid
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Er war aufgebrochen, um Laura Dahlmeier zu retten. Doch jede Hilfe kam zu spät. Nun nimmt Thomas Huber mit emotionalen Worten Abschied.
Skardu – Sie waren Freunde und beide verband die Liebe zu den Bergen. Thomas Huber und Laura Dahlmeier tauschten sich viel über das Klettern im Hochgebirge aus, auch der Laila Peak war dabei oft ein Thema. Dabei habe Dahlmeier immer von diesem Berg geschwärmt, so Huber, der Teil der Rettungsgruppe war und jetzt mit emotionalen Worten und Bildern Abschied von der verstorbenen Sportlerin nimmt.
Thomas Huber und Laura Dahlmeier bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises 2017 (r.). Beide verband eine enge Freundschaft. Mit einem Bild von ihrem leeren Zelt nahm Huber Abschied von Dahlmeier.
„Ahhh Laura, dein Zelt bleibt jetzt leer, aber deine Energie strahlt in den diesen Bergen bis hin zur Ewigkeit. All der Schmerz über das erlebte ist kaum in Worte zu fassen“, beginnt Thomas Huber seinen Post auf Instagram. Auf einem Bild ist Dahlmeiers leeres Zelt zu sehen, dahinter eine fantastische Bergkulisse. Die Umgebung, die ihr schließlich zum Verhängnis wurde.
Thomas Huber gibt Einblick in Rettungsmission von Laura Dahlmeier
Neben den Worten des Abschieds gibt Huber auch Einblicke in den Verlauf der Rettungsmission. Als er die Nachricht von Dahlmeiers Unfall erhielt, habe er sich selbst im Basislager des Choktoi befunden, eines Gletschergebiets, das ebenfalls in Pakistan liegt.
Nach dem Erhalt der Nachricht „packten wir sofort unsere Rucksäcke, wussten aber, dass wir noch mehr Retter benötigen, um Laura sicher vom Berg zu holen“, so Huber. Ein kontaktiertes US-Team habe sofort zugesagt, allerdings wurden sie „erst am nächsten Tag frühmorgens“ vom Hubschrauber aufgesammelt.
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Worte des Dankes an verstorbene Laura Dahlmeier nach Rettungsmission
Was dann während der Rettungsmission geschah, ist bekannt. Bei den Überflügen mit dem Helikopter konnte Dahlmeier ausfindig gemacht werden, allerdings ohne erkennbare Lebenszeichen. Huber beschreibt die Situation so: „Nach einem mehrmaligen Überflug am Layla Peak wussten wir, dass Laura zu ihrem letzten Gipfel aufgestiegen war.“
Trotz des tragischen Unfalls, durch den Dahlmeier starb, richtet Thomas Huber den Blick auch auf die positiven Seiten und schickt einen persönlichen, emotionalen letzten Dank an seine Freundin: „So tragisch alles ist, Laura lebte ihren Traum bis zuletzt, zu jeder Sekunde und sie war und ist immer noch ein Vorbild dafür, dass das Leben ein unfassbares Geschenk ist, das mit Liebe, Leidenschaft und Feuer erfüllt werden soll, alles andere wäre tragisch. Danke Laura für alle Momente, die wir zusammen erleben durften.“ (sch)