Unentschieden

VfB-Torwart Nübel spricht nach Pleite gegen Bayern über seine Zukunft

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VfB Stuttgart, Bayern München oder wo ganz anders? Torwart Alexander Nübel hat nach der Niederlage über seine Zukunft gesprochen.

München/Stuttgart - Die Rückkehr nach München hat sich Alexander Nübel anders vorgestellt. Der Torwart, der in dieser Saison von den Bayern zum VfB Stuttgart ausgeliehen ist, musste am Sonntagabend (17. Dezember) gleich dreimal hinter sich greifen und den Ball aus seinem Netz holen.

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VfB-Torwart Alexander Nübel nach Pleite gegen Bayern: „Wir verlieren verdient 0:3“

Sein Gegenüber, FCB-Keeper Manuel Neuer, behielt dagegen die weiße Weste, sodass Nübel im Anschluss bedient war: „Leider war es eins unserer schlechteren Spiele dieses Jahr, ganz klar. Unser Ballbesitz, unser Gegenpressing, da hat vieles nicht gestimmt, unter anderem haben wir viele Fehlpässe gespielt. Deswegen verlieren wir verdient 0:3.“ Dies sah VfB-Trainer Sebastian Hoeneß ähnlich, der später sagte: „Wir haben es nicht geschafft, das Spiel zu einem Spitzenspiel zu machen.“

Dies gelang den Schwaben vor allem nicht, da die Münchner bereits in der 2. Minute die erste Unaufmerksamkeit eiskalt ausnutzten: Atakan Karazor unterlief ein Fehlpass, anschließend reagierte Thomas Müller blitzschnell und schickte Leroy Sané auf die Reise. Nübel kam gedankenschnell raus, doch Sané gelang es, die Kugel quer auf Harry Kane zu spielen, der sie ins leere Tor zum 1:0 einschob.

Ein Gegentor, der vermeidbaren Sorte. „Ich habe das Gefühl, dass ich hinkomme, komme ich auch, aber dann springt der Ball wieder zu Leroy“, kommentierte VfB-Schlussmann Nübel die Szene. Auch zum 2:0 traf Kane per Kopf nach einem Freistoß, das dritte, durch Min-jae Kim, fiel infolge einer Ecke. Gegentreffer, die Nübel ärgerten: „Die Standardtore tun weh.“

VfB-Torwart Alexander Nübel spricht über seine Zukunft.

Nübel über Verbleib beim VfB: „Es gibt viele Möglichkeiten“

Abgesehen davon war es für den VfB-Keeper ein besonderes Spiel, auf das er sich gefreut hatte, immerhin steht er bei den Bayern noch bis 2025 unter Vertrag. Ob er dann im Sommer nach München zurückkehrt, um beim Rekordmeister die Nummer eins zu werden? Auf diese BW24-Nachfrage sagte Nübel: „Mal gucken, ich bin jetzt erstmal froh, in Stuttgart zu sein. Ich fühle mich hier sehr wohl, habe sehr viel Spaß, mit den Jungs zu spielen. Das zählt.“ Kontakt zu Bayerns Torwarttrainer hat er übrigens immer mal wieder, verriet Nübel.

Der VfB würde ihn jedenfalls gerne fest verpflichten, wie BW24 bereits berichtete. Kein Wunder, schließlich gelang es Nübel, das bis zu seiner Ankunft herrschende Torwartproblem in Stuttgart zu lösen. Ob sich der Keeper einen Verbleib bei den Schwaben vorstellen kann? Auf BW24-Nachfrage sagte er: „Es gibt viele Möglichkeiten, ich habe mich noch nicht entschieden und werde mich auch nicht in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden. Das lasse ich auf mich zukommen. Ich habe noch ein Jahr Vertrag in München, aber was im Sommer passiert, das weiß ich jetzt noch gar nicht.“

Allgöwer bis Sigurvinsson: 13 legendäre Spieler des VfB Stuttgart

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Die Meisterelf des VfB von 1952 mit dem Kapitän Robert Schlienz (hintere Reihe, fünfter von links). © Imago/Rudel
Karl Allgöwer im Spiel gegen FC Bayern und Klaus Augenthaler (im Hintergrund).
Karl Allgöwer ist mit 167 Pflichtspieltreffern der erfolgreichste Stürmer der VfB-Vereinsgeschichte. © Imago/Baumann
07.11.79 VfB Stuttgart - Dynamo Dresden Deutschland, Stuttgart, 07.11.1979, Fussball, UEFA Pokal, VfB Stuttgart - Dynamo
Hansi Müller (links) schnürte für den VfB zwischen 1975 und 1982 die Fußballschuhe. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Asgeir Sigurvinsson 1997 beim Spiel gegen Bayer Uerdingen. Vfb Stuttgart
Asgeir Sigurvinsson wurde mit dem VfB 1984 Deutscher Meister. © Imago/Baumann
Hermann Ohlicher und Andreas Brehme im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. VfB
Hermann Ohlicher stand beim VfB zwischen 1975 und 1982 als Kapitän auf dem Feld. © Imago/Kicker/Liedel
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Die Förster-Brüder im Dreikampf mit Bayerns Karl-Heinz Rummenige. Karlheinz Förster (M.) trug 267 Mal das VfB-Jersey.  © Imago/Sportfoto Rudel
Mit diesem Kopfball sicherte Guido Buchwald dem VfB Stuttgart die Meisterschaft 1992.
Mit diesem Kopfball sicherte Guido Buchwald dem VfB die Meisterschaft 1992. © Imago/Sven Simon
Jürgen Klinsmann im Trikot vom VFB Stuttgart Jürgen Klinsmann im Trikot vom VFB Stuttgart *** Jürg
Jürgen Klinsmann trug fünf Jahre lang das Trikot des VfB Stuttgart und schoss 94 Tore.  © HJS
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Das „Magische Dreieck“ um Giovane Élber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic sorgte bei zauberhaftem Zusammenspiel für viele Tore. © Imago/Baumann
In 346 Spielen schoss Cacau 109 Tore für den VfB und feierte 2007 die Deutsche Meisterschaft.
In 346 Spielen schoss Cacau 109 Tore für den VfB und feierte 2007 die Deutsche Meisterschaft.  © Pressefoto Rudel/Robin Rudel via www.imago-images.de
Mario Gomez in der Meistersaison 2007. VfB
Mario Gomez traf im VfB-Dress 110 Mal ins gegnerische Netz.  © Imago/Baumann

Eine Rolle spielt bei der Frage sicherlich, ob der VfB in der kommenden Saison im europäischen Geschäft vertreten ist, was trotz der 0:3-Pleite in München weiter wahrscheinlich ist. Mit 31 Punkten steht Stuttgart nach 15 Spieltagen auf dem vierten Rang und am Mittwoch (20. Dezember/20.30 Uhr/DAZN) gastiert zum Jahresabschluss der FC Augsburg im ehemaligen Neckarstadion. In dieser Partie wollen die Stuttgarter versuchen, für einen würdigen Abschluss in diesem Wahnsinnsjahr zu sorgen. Immerhin ist den Schwaben in 2023 die Entwicklung von einem Fast-Absteiger zu einem Champions-League-Aspiranten gelungen.

Rubriklistenbild: © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

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