Tränen im Ziel

Erster deutscher Sieger seit Neureuther: Straßer triumphiert bei Slalom in Kitzbühel

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Linus Straßer gewinnt den Slalom in Kitzbühel. Der gebürtige Münchener setzt sich nach einem überragenden zweiten Lauf auf dem Ganslernhang durch.

KitzbühelLinus Straßer ist der nächste deutsche Sieger in Kitzbühel! Nach Josef Ferstl 2019 im Super-G und Thomas Dreßen 2018 in der Abfahrt gewinnt der 31-Jährige den Slalom im Mekka des Skisports. Es ist der erste deutsche Erfolg auf dem Ganslernhang seit 2014. Damals gewann Felix Neureuther zum zweiten Mal den Slalom in Kitzbühel. Für Straßer ist es der erste Erfolg in der „Gamsstadt“.

Straßer vierter deutscher Slalom-Sieger in Kitzbühel

Der gebürtige Münchener ist erst der vierte Deutsche, der sich auf dem Ganslernhang zum Sieger krönt. Straßer setzte sich auf seinem „Hausberg“ in Österreichs Ski-Mekka vor dem Schweden Kristoffer Jakobsen (+0,14 Sekunden) und dem zweimaligen Kitz-Sieger Daniel Yule aus der Schweiz (+0,20) durch.

Vor Straßer, der nach der Geburt seiner Tochter in ein tiefes Loch fiel, hatten auf dem berühmten „Ganslernhang“ aus DSV-Sicht nur Felix Neureuther (2010 und 2014), Armin Bittner (1989) und Neureuthers Vater Christian (1979) gewonnen. Für Straßer war es der vierte Sieg im Weltcup, der dritte in einem Slalom nach Zagreb 2021 und Schladming 2022.

Linus Straßer triumphierte zum ersten Mal in Kitzbühel.

Straßer vergießt Tränen nach Sieg in Kitzbühel

Straßer war „extrem stolz“, im Ziel vergoss er ein paar Tränen. „Das Ziel war, ich will eine Gams mit heim nehmen, unbedingt. Der Sieg – das muss passieren, oder du musst es passieren lassen. Ich fahre gefühlt so gut Ski wie noch nie.“ Der Lohn: 100.000 Euro Prämie für Straßer, der in Kitzbühel das Skifahren erlernte. Mit dem „Schweinsberg“, wie er den „Ganslern“ einst nannte, hat er bisher aber immer gehadert.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
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Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
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Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
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Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
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Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
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Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

„Sein zweiter Lauf war von oben bis unten aus einem Guss. So fährt man Kitzbühel“, sagte ARD-Experte Felix Neureuther. Sebastian Holzmann und Anton Tremmel belegten die Ränge 22 und 23. (sid/kk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oryk HAIST

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