Rekordsumme

Schallmauer durchbrochen: Rekord-Preisgeld beim Ski-Klassiker in Kitzbühel

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Die legendäre Streif ruft. In Kitzbühel stehen am kommenden Wochenende zwei Abfahrten und ein Slalom an. Das Preisgeld 2024 ist so hoch wie nie.

Kitzbühel – Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit: von Freitag bis Sonntag (19. – 21. Dezember) sind die besten Skifahrer der Welt in Kitzbühel zu Gast. Im Mekka des Skizirkus steht für Athleten und Fans das absolute Saisonhighlight an. 2024 mal wieder im XXL-Format.

Rekord-Preisgeld in Kitzbühel

Sowohl am Freitag als auch am Samstag findet auf der legendären „Streif“ die Hahnenkamm-Abfahrt statt, am Sonntag starten die Slalomfahrer auf dem Ganslernhang.

Wer sich auf der berühmtesten, aber wohl auch brutalsten Abfahrt im Skizirkus zum Sieger kürt, bekommt nicht nur eine eigene Gondel an der Hahnenkammbahn, sondern wird auch fürstlich entlohnt. So hoch wie in diesem Jahr war das Preisgeld in Kitzbühel noch nie!

Thomas Dreßen war 2018 der letzte deutsche Sieger auf der Streif.

Über eine Million Euro Preisgeld in Kitzbühel

Insgesamt 1.000.050 Euro schütten die Veranstalter an die Teilnehmer der drei Rennen am kommenden Wochenende aus. Die Rekordsumme teilt sich erstmals gleichmäßig auf die zwei Abfahrten am Freitag und Samstag sowie den Slalom am Sonntag für die jeweils Top-30 auf.

Für den Sieger gibt es dabei jeweils 100.000 Euro, für den Zweiten 50.000 und für den Dritten 25.000. Der 30. bekommt immerhin noch 2000 Euro. Insgesamt werden so pro Rennen 333.5000 Euro ausgeschüttet.

Preisgeld Hahnenkammrennen 2024
1. Platz100.000 Euro
2. Platz50.000 Euro
3. Platz25.000 Euro
4. Platz18.000 Euro
5. Platz15.000 Euro
6. Platz13.000 Euro
7. Platz12.000 Euro
8. Platz11.000 Euro
9. Platz10.000 Euro
10. Platz9.000 Euro
30. Platz2.000 Euro

Ski-Szene nach schweren Stürzen in Wengen zerrissen

Zum Vergleich: Die Sieger der Lauberhornabfahrt in Wengen, die längste Strecke im Weltcup, kassieren „nur“ knapp über 50.000 Euro Preisgeld. Diese Summe ist vom internationalen Skiverband FIS vorgeschrieben.

Nach den schweren Stürzen in Wengen ist die Skiszene mal wieder zerrissen. Es tobt eine Sicherheits- und Belastungsdebatte. Das Programm, sagen die einen, ist zu umfangreich, und verweisen auf die Doppel-Abfahrten in Wengen oder jetzt in Kitzbühel. Das Spektakel, meinen die anderen, wird immer mehr übertrieben.

Diese Sport-Stars haben im Jahr 2023 ihre Karriere beendet

Denise Hermann-Wick
Denise Hermann-Wick, geboren am 20. Dezember 1988 (35), ist eine ehemalige deutsche Biathletin und Skilangläuferin. Ihre größten Erfolge: Goldmedaille Olympische Winterspiele 2022 im Biathlon-Einzel; Bronzemedaille Olympische Winterspiele 2014 im Skilanglauf; Bronzemedaille Olympische Winterspiele 2022 Biathlon Staffel. © Imago Images/Jörg Niebergall/Eibner
Eden Hazard im Sprint
Eden Hazard, geboren am 7. Januar 1991 (32), ist ein ehemaliger belgischer Fußballspieler. Seine größten Erfolge: Champions-League-Sieger mit Real Madrid, zweimal englischer Meister mit FC Chelsea, zweimal Sieger der Europa League mit FC Chelsea, Fußballer des Jahres 2015 (England). © Imago Images/EU-Images
Justin James J. J. Watt mit Cappy und ausgestrecktem Arm
Justin James „J. J.“ Watt, geboren am 22. März 1989 (34), ist ein ehemaliger US-amerikanischer American-Football-Spieler auf der Position des Defensive Ends. Seine größten Erfolge: fünfmal Gewinner des Pro Bowl, dreimal AP NFL Defensive Player of the Year, zweimal NFL Sacks Leader. © Imago Images/Kevin Abele/Icon Sportswire
Nils Petersen, deutscher Fußballer.
Nils Petersen, geboren am 6. Dezember 1988 (35), ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Seine größten Erfolge: Torschützenkönig bei den Olympischen Spielen 2015/16, Torschützenkönig in der 2. Bundesliga 2010/11, Deutscher Zweitligameister mit SC Freiburg 2015/16. © Imago Iimages/Eibner
Giorgio Chiellini hebt beide Arme zum Jubel
Giorgio Chiellini, geboren am 14. August 1984 (39), ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler. Seine größten Erfolge: neunmal italienischer Meister mit Juventus Turin, fünfmal italienischer Pokalsieger, Europameister mit Italien. © Imago Images/Jayne Kamin Oncea
Nathalie Geisenberger auf einem Rennrodel-Schlitten
Nathalie Geisenberger, geboren am 5. Februar 1988 (35), ist eine ehemalige deutsche Rennrodlerin. Ihre gößten Erfolge: Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking jeweils Doppelolympiasiegerin. © Imago Images/Sammy Minkoff
Eric Frenzel mit Skiern und Skistöcken in den Händen
Eric Frenzel, geboren am 21. November 1988 (35), ist ein ehemaliger deutscher Nordischer Kombinierer und aktueller Bundestrainer. Seine größten Erfolge: 2014 und 2018 Olympiasieger; 2011, 2013 und 2019 Einzelweltmeister und von 2013 bis 2017 fünfmal Gewinner der Gesamtwertung des Weltcups. © Imago Images/Patrick Steiner/Gepa Pictures
Gareth Bale mit erhobenen Armen
Gareth Bale, geboren am 16. Juli 1989 (34), ist ein ehemaliger walisischer Fußballspieler. Seine größten Erfolge: fünfmal Champions-League-Sieger mit Real Madrid, dreimal spanischer Meister, siebenmal Fußballer des Jahres. © Imago Images/Joe Giddens/PA Images
Gianluigi Buffon jubelt mit erhobenen Armen
Gianluigi „Gigi“ Buffon, geboren am 28. Januar 1978, ist ein ehemaliger italienischer Fußballtorwart. Seine größten Erfolge: Weltmeister 2006, zehnmal italienischer Meister, Rekordspieler der Serie A sowie der Italienischen Nationalmannschaft.  © Imago Images/John Walton/PA Images
Jan Frodeno winkt mit der rechten Hand
Jan Frodeno, geboren am 18. August 1981 (42), ist ein ehemaliger deutscher Triathlet. Seine größten Erfolge: Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008, dreimal Sieger beim Ironman Hawaii. © Imago Images/Beautiful Sports
Kevin-Prince Boateng klatscht in die Hände
Kevin-Prince Boateng, geboren am 6. März 1987 (36), ist ein ehemaliger deutsch-ghanaischer Fußballspieler. Seine größten Erfolge: deutscher Pokalsieger mit Eintracht Frankfurt, spanischer Meister mit FC Barcelona. © Imago Images/Jan Hübner
Ludger Beerbaum auf einem springenden Pferd
Ludger Beerbaum, geboren am 26. August 1963 (60), ist ein ehemaliger deutscher Springreiter. Seine größten Erfolge: weltweit zweit-erfolgreichster internationaler Springreiter; zwischen Ende der 1980er und Anfang der 2010er Jahre viele Einzel- und Mannschaftserfolge, unter anderem bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. © Imago Images/Thomas Reiner
Mesut Özil rennend
Mesut Özil, geboren am 15. Oktober 1988 (35), ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Seine größten Erfolge: Weltmeister 2014 mit Deutschland, deutscher Pokalsieger mit Bremen, spanischer Meister mit Real Madrid. © Imago Images/Seskim Photo
Sarah Wellbrock mit Medaille in der rechten Hand
Sarah Wellbrock, geboren am 20. Juni 1994 (29), ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin auf den Langstrecken. Ihre größten Erfolge: 2017 Europameisterin über 800 Meter auf der Kurzbahn, 2019 Vizeweltmeisterin über 1.500 Meter auf der Langbahn, Weltmeisterin im Freiwasserschwimmen mit der 4-mal-1,25-Kilometer-Staffel. © Imago Images/Tino Henschel/Eibner
Tom Brady blickt in die Kamera
Thomas Edward Patrick „Tom“ Brady, geboren am 3. August 1977 (46), ist ein ehemaliger US-amerikanischer American-Football-Spieler auf der Position des Quarterbacks. Seine größten Erfolge: fünf Siege im Super Bowl, 13 Mal in den Pro Bowl und viermal zum All-Pro gewählt. © Imago Images/Cliff Welch/Sportswire
Zlatan Ibrahimovic rennend auf dem Fußballfeld
Zlatan Ibrahimovic, geboren am 3. Oktober 1981 (42), ist ein ehemaliger schwedischer Fußballer. Seine größten Erfolge: Gewinn der Europa League 2017 mit Manchester United, fünfmal italienischer (AC und Inter Mailand), viermal französischer (Paris St. Germain), zweimal niederländischer (Ajax) und einmal spanischer Meister (FC Barcelona). © Imago Images/Igor Kupljenik/Panoramic

Veranstalter freuen sich über XXL-Programm – Athleten warnen

„Man muss differenzieren können“, sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier dem SID. Er warnte vor Populismus, „es gibt nicht nur die eine Wahrheit“. Die verhängnisvollen Stürze der Top-Stars Marco Schwarz in Bormio oder Alexis Pinturault und Aleksander Aamodt Kilde nun in Wengen hätten allesamt individuelle Gründe gehabt, von Überlastung könne hier nicht pauschal die Rede sein.

Auch die Veranstalter wehrten sich nicht – im Gegenteil! In Kitzbühel ist man froh, anstelle des schlecht vermarktbaren Super-G eine zweite Schussfahrt auf der Streif bieten zu können. Auch wenn der einstige Kitz-Sieger Thomas Dreßen, der zuletzt den Tränen nahe war, meinte, der Klassiker würde so „entwertet“. Finanziell lohnt es sich für die Sieger auf jeden Fall. (kk/sid)

Rubriklistenbild: © Pressefoto ULMER/Andreas Schaad

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