Eintracht in der Champions League

Ganz schön dicke Brocken für die Eintracht

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Die Eintracht erwischt bei der Königsklassen-Auslosung ein Hammerprogramm: Es geht gegen Liverpool und Barcelona. Einige Spiele mit großer Brisanz.

Frankfurt – Zumindest die Auslosung hätte schon mal besser laufen können für die Frankfurter Eintracht bei ihrer zweiten Teilnahme an der Champions League. Der hessische Vertreter hat zwar durchaus attraktive Gegner erwischt, aber eben auch ziemliche Brocken, es wartet ein echtes Hammerprogramm.

Und auch die Austragungsorte der Spiele sind so, wie es eigentlich nicht gewünscht war, also manche zu Hause, die auswärts cooler gewesen wären – und umgekehrt. Die Fakten: Die Frankfurter bekommen es in der Ligaphase mit Englands Meister FC Liverpool, Europa-League-Sieger Tottenham Hotspur, den spanischen Topteams FC Barcelona und Atletico Madrid, den italienischen Vertretern Atalanta Bergamo und SSC Neapel, Galatasaray Istanbul und Neuling FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan zu tun. „Ich sage mal so: Wir wollten Champions League, und ich glaube, wir haben Champions League bekommen“, kommentierte Sportdirektor Timmo Hardung in einer ersten Reaktion süßsauer.

Losfee: Zlatan Ibrahimovic zieht die Eintracht.

Brisante Auswärtsfahrten stehen bevor

Die Fakten: Die Frankfurter bekommen es in der Ligaphase mit Englands Meister FC Liverpool, Europa-League-Sieger Tottenham Hotspur, den spanischen Topteams FC Barcelona und Atletico Madrid, den italienischen Vertretern Atalanta Bergamo und SSC Neapel, Galatasaray Istanbul und Neuling FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan zu tun.Die zeitgenauen Spielpläne will die Uefa am Samstag veröffentlichen. Fest steht bereits, dass die Hessen gegen Liverpool, Bergamo, Tottenham und Galatasaray jeweils Heimvorteil genießen. Die restlichen Partien finden auswärts statt.

Gleich zwei Auswärtspartien kommen besondere Bedeutung zu. Zum einen dem Auftritt in Barcelona. Auf dem Weg zum Europa-League-Titel 2022 übernahmen damals nämlich 30.000 Frankfurter das legendäre Camp Nou und demütigten den großen Klub aus Katalonien. Nicht nur sportlich mit dem Weiterkommen, sondern auch atmosphärisch. Bis heute hat sich Barça von diesem Trauma nicht wirklich erholt. Es war einer der Tiefpunkt in der Geschichte des stolzen Klubs von Welt. Seinerzeit kam die Eintracht ganz in Weiß, also als „Bestia Blanca“, als Bestie in Weiß, wie es in Spanien hieß. Keine Sorge: Die Champions-League-Trikots sind nun schwarz. Wobei: Vielleicht leben sie dann für einen Abend noch mal auf.

Ein Verein durchbricht Schallmauer – die Dauerkarten-Preise der Bundesligisten

Die TSG Hoffenheim ruft für ihre 17 Heimspiele für Sitzplätze zwischen 262 und 584 € auf. Den günstigsten Stehplatz gibt es für 150 €.
Die TSG Hoffenheim ruft für ihre 17 Heimspiele für Sitzplätze zwischen 262 und 584 € auf. Den günstigsten Stehplatz gibt es für 150 €. © IMAGO/Oliver Zimmermann
Damit bieten die Kraichgauer den günstigsten aller verfügbaren Bundesliga-Stehplätze über eine gesamte Spielzeit an.
Damit bieten die Kraichgauer den günstigsten aller verfügbaren Bundesliga-Stehplätze über eine gesamte Spielzeit an. © IMAGO/Alfio Marino
Auch beim VfL Wolfsburg gibt es Saisontickets zu moderaten Preisen zu erstehen. Zwischen 250 und 490 € kostet ein Sitzplatz, stehen kann man im günstigsten Fall für 160 €.
Auch beim VfL Wolfsburg gibt es Saisontickets zu moderaten Preisen zu erstehen. Zwischen 250 und 490 € kostet ein Sitzplatz, stehen kann man im günstigsten Fall für 160 €. © IMAGO/Sebastian Priebe
Bei Stehplätzen – sofern frei verfügbar – reihen sich die Bayern unter den Top 3 mit 175 € ein.
Bei Stehplätzen – sofern frei verfügbar – reihen sich die Bayern unter den Top 3 mit 175 € ein. © IMAGO/Markus Ulmer
Die restlichen Plätze in der Arena gehen für zwischen 410 und 890 € an den Fan
Die restlichen Plätze in der Arena gehen für zwischen 410 und 890 € an den Fan © IMAGO/Ulrich Wagner
Auch im dritten Bundesliga-Jahr will der 1. FC Heidenheim seine Fans im Rücken wissen. Auf der Ostalb gibt es für zwischen 395 und 510 € erstklassigen Fußball im Sitzen. Stehplatz-Dauerkarten kosten mindestens 180 €.
Auch im dritten Bundesliga-Jahr will der 1. FC Heidenheim seine Fans im Rücken wissen. Auf der Ostalb gibt es für zwischen 395 und 510 € erstklassigen Fußball im Sitzen. Stehplatz-Dauerkarten kosten mindestens 180 €. © IMAGO/Ralf Brueck
Im Frankfurter Waldstadion reichen die Dauerkartenpreise für Sitzplätze zwischen 455 und 780 €. Ein Steher ist mit Glück schon für 190 € zu haben.
Im Frankfurter Waldstadion reichen die Dauerkartenpreise für Sitzplätze zwischen 455 und 780 €. Ein Steher ist mit Glück schon für 190 € zu haben. © IMAGO/Gabor Baumgarten
Damit können Fans vom Champions-League-Teilnehmer aus der Bankenmetropole noch für unter 200 € die Bundesliga-Saison mitnehmen
Damit können Fans vom Champions-League-Teilnehmer aus der Bankenmetropole noch für unter 200 € die Bundesliga-Saison mitnehmen. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal
Nur ein paar Kilometer weiter in Mainz bleibt das Preisniveau vergleichbar. Die Sitzplätze variieren je Kategorie zwischen 389 und 729 €. Für einen dauerhaften Stehplatz werden mindestens 194 € fällig.
Nur ein paar Kilometer weiter in Mainz bleibt das Preisniveau vergleichbar. Die Sitzplätze variieren je Kategorie zwischen 389 und 729 €. Für einen dauerhaften Stehplatz werden mindestens 194 € fällig. © IMAGO/Vitali Kliuiev
Bei der Werkself steht ein großer Umbruch an. Wer diesen dauerhaft im Stadion begleiten will, zahlt für Sitzplätze zwischen 365 und 550 €. Der Stehplatz in der Kurve kostet mindestens 210 €.
Bei der Werkself steht ein großer Umbruch an. Wer diesen dauerhaft im Stadion begleiten will, zahlt für Sitzplätze zwischen 365 und 550 €. Der Stehplatz in der Kurve kostet mindestens 210 €. © IMAGO/Moritz Mueller
Damit reißt Bayer Leverkusen als erster Klub die Grenze von 200 € für einen Stehplatz.
Damit reißt Bayer Leverkusen als erster Klub die Grenze von 200 € für einen Stehplatz. © IMAGO/Matthias Koch
Seit jeher gut ausgelastet sind die Heimspiele des FC St. Pauli am Millerntor. Für die Sitzplatz-Dauerkarten gelten dabei Preise zwischen 456 und 724 €, wohingegen der günstigste Preis für die zahlreich vorhandenen Stehplätze bei 213 € liegt.
Seit jeher gut ausgelastet sind die Heimspiele des FC St. Pauli am Millerntor. Für die Sitzplatz-Dauerkarten gelten dabei Preise zwischen 456 und 724 €, wohingegen der günstigste Preis für die zahlreich vorhandenen Stehplätze bei 213 € liegt. © IMAGO/Oliver Ruhnke
Seit 2011 ist der FCA wieder Bundesligist und damit beliebter Pilgerort für Fußballfans in der Stadt. 399 bis 679 € kosten die Sitzplatz-Jahreskarten. Stehplätze mindestens 219 €.
Seit 2011 ist der FCA Bundesligist und damit beliebter Pilgerort für Fußballfans in der Stadt. 399 bis 679 € kosten die Sitzplatz-Jahreskarten. Stehplätze mindestens 219 €. © IMAGO/kolbert-press/Christian Kolbert
Im Weserstadion wird für zwischen 260 und 825 € gesessen. In der Ostkurve stehen Fans im günstigsten Fall für 222 €.
Im Weserstadion wird für zwischen 260 und 825 € gesessen. In der Ostkurve stehen Fans im günstigsten Fall für 222 €. © IMAGO/Bahho Kara
Surft der SC Freiburg weiter auf seiner Erfolgswelle, dürften ihm Dauerkartenverkäufe sichere und lukrative Einnahmen bescheren. Gestanden wird für 230 €, die Sitzplätze liegen bei 459 bis 839 €.
Surft der SC Freiburg weiter auf seiner Erfolgswelle, dürften ihm Dauerkartenverkäufe sichere und lukrative Einnahmen bescheren. Gestanden wird für 230 €, die Sitzplätze liegen bei 459 bis 839 €. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Auf eine bessere Saison mit Europapokal-Qualifikation hofft man in Mönchengladbach. Die Heimspiele der Borussia können über die ganze Spielzeit für Preise zwischen 440 und 820 € (Sitzplatz) sowie mindestens 230 € für einen Stehplatz besucht werden.
Auf eine bessere Saison mit Europapokal-Qualifikation hofft man in Mönchengladbach. Die Heimspiele der Borussia können über die ganze Spielzeit für Preise zwischen 440 und 820 € (Sitzplatz) sowie mindestens 230 € für einen Stehplatz besucht werden. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl
Der Dino ist zurück im Oberhaus. Wer dabei sein will, muss mit Sitzplatzpreisen zwischen 340 und 880 € kalkulieren. Steher gehen in Hamburg im günstigsten Fall für 238 € über den Tresen.
Der Dino ist zurück im Oberhaus. Wer dabei sein will, muss mit Sitzplatzpreisen zwischen 340 und 880 € kalkulieren. Steher gehen in Hamburg im günstigsten Fall für 238 € über den Tresen. © IMAGO/Oliver Ruhnke
Fans von Pokalsieger Stuttgart erwartet neben der Bundesliga zudem Europapokal-Abende in der Europa League. Für das Ligaprogramm zahlen Sitzplatz-Dauerkarteninhaber zwischen 395 und 885 €. Die günstigsten Stehplätze liegen bei 240 €.
Fans von Pokalsieger Stuttgart erwartet neben der Bundesliga zudem Europapokal-Abende in der Europa League. Für das Ligaprogramm zahlen Sitzplatz-Dauerkarteninhaber zwischen 395 und 885 €. Die günstigsten Stehplätze liegen bei 240 €. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Sitzplatz-Jahreskarten im Zentralstadion erstrecken sich zwischen 350 und 945 €. Steher gibt es ab 245 €.
Sitzplatz-Jahreskarten im Zentralstadion erstrecken sich zwischen 350 und 945 €. Steher gibt es ab 245 €. © IMAGO/Roger Petzsche
Der Aufsteiger greift preislich die Spitzenplätze an. Während Stehplatz-Dauerkarten ab 252 € beginnen…
Der Aufsteiger aus Köln greift preislich die Spitzenplätze an. Während Stehplatz-Dauerkarten ab 252 € beginnen … © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Justin Deronde
… reichen Sitzplatz-Dauerkarten beim FC bis zu 1.071 € und damit als einziger Erstligist in den vierstelligen Bereich
… reichen Sitzplatz-Dauerkarten beim FC bis zu 1.071 € und ist damit als einziger Erstligist in den vierstelligen Bereich. © MIKA VOLKMANN via www.imago-images.de
Bei Union kosten Sitzplätze zwischen 561 und 905 €. Der günstigste Steher an der Alten Försterei kostet 255 €.
Bei Union kosten Sitzplätze zwischen 561 und 905 €. Der günstigste Steher an der Alten Försterei kostet 255 €. © IMAGO/nordphoto GmbH / Engler
Damit belegen die Köpenicker den vorletzten Platz in der Kategorie der günstigsten Stehplatz-Dauerkarten.
Damit belegen die Köpenicker den vorletzten Platz in der Kategorie der günstigsten Stehplatz-Dauerkarten. © IMAGO/Matthias Koch
Das größte Stadion Deutschlands: Über 80.000 Zuschauer bietet das Westfalenstadion Platz, über 55.000 Dauerkarten setzt der BVB jährlich ab und hat damit enorme Umsatzmöglichkeiten, die anderen Bundesligisten in dieser Dimension verwehrt bleiben.
Das größte Stadion Deutschlands: Über 80.000 Zuschauer bietet das Westfalenstadion Platz, über 55.000 Dauerkarten setzt der BVB jährlich ab und hat damit enorme Umsatzmöglichkeiten, die anderen Bundesligisten in dieser Dimension verwehrt bleiben. © IMAGO/osnapix / Hirnschal
Die Sitzplätze kosten dabei zwischen 485 und 905 €. Auf der berühmten Südtribüne kostet der günstigste Stehplatz 260 €.
Die Sitzplätze kosten dabei zwischen 485 und 905 €. Auf der berühmten Südtribüne kostet der günstigste Stehplatz 260 €. © IMAGO/Madeleine Fantini

Ekitiké kehrt an den Main zurück

Es wird also zum einen ganz sicher für Eintracht-Fans kaum eine Möglichkeit mehr geben, auf irgendwelchen Wegen (zum vorgegebenen Kontingent) Tickets zu ergattern. Die Restriktionen werden massiv sein, auch wenn die Partie aller Voraussicht wegen des sich im Umbau befindlichen Camp Nou im Olympiastadion ausgetragen wird. Zudem haben es die Frankfurter Anhänger seit der freundlichen Übernahme vor dreieinhalb Jahren schon erlebt, dass zusätzliche Eintrittskarten für Eintracht-Sympathisanten auf internationaler Ebene nur schwerlich mehr erreichbar sind.

Und auch die Begegnung in Neapel dürfte schlechte Erinnerungen wecken. Damals, ebenfalls in der Königsklasse, kam es zu beängstigenden Jagdszenen und bösen Auseinandersetzungen in der Stadt. Das wird Vorstand Philipp Reschke ein paar Sorgenfalten auf die Stirn setzen. Sportlich ist das Programm ebenfalls ambitioniert. Gerade auch der Auftakt gegen Liverpool hat es in sich, fast allen hatten auf die „Reds“ gehofft – allerdings auswärts an der legendären Anfield Road. Aber es ist, wie ist: Und, schöne Randnotiz: Natürlich ist die Partie auch deshalb was Besonderes, weil Himmelsstürmer Hugo Ekitiké an den Main zurückkehrt.

Der erste Schritt Richtung Budapest: Die Auslosung Champions League im Überblick.

Fußballgott Alex Meier trifft doppelt

Der Franzose war erst für wenigen Wochen für fast 95 Millionen Euro zu Liverpool gewechselt und startete auf der Insel mit drei Tore in drei Pflichtspielen und bockstarken Leistungen voll durch. Es wäre eine Schande, würde dieser Ausnahmefußballer im Waldstadion auch nur mit einem Pfiff bedacht und nicht großem Beifall empfangen werden.

Lustige Begebenheit zum Schluss: In Aserbaidschan, beim FK Karabach Agdam, trat die Eintracht schon mal an, damals in der Qualifikation zur Europa League unter Armin Veh, lange ist es her, 2013. Die Hessen setzten sich letztlich auf einem grün gefärbten Rasen locker duch, siegten dort mit 2:0, Doppeltorschütze: Alex Meier, Fußballgott. Wer sonst?

Rubriklistenbild: © Mohammed Badra/EPA

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