Ein Schritt Richtung Spitzenmannschaft?

„Geil, so zu gewinnen“: Kimmich und Bayern triumphieren mit Mentalität

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Joshua Kimmich sorgte unter der Woche mit Selbstkritik beim FC Bayern für Aufsehen. Nach dem Sieg in Freiburg lobte er die Willensstärke der Mannschaft.

Freiburg/München – Der FC Bayern hat auch sein viertes Bundesligaspiel im neuen Kalenderjahr für sich entschieden und mit einem 2:1-Erfolg beim SC Freiburg eine Reaktion auf die deftige Pleite bei Feyenoord in der Champions League gezeigt. Nach der Niederlage in Rotterdam hatte die Aussage von Joshua Kimmich für Aufsehen gesorgt, der FC Bayern sei derzeit keine europäische Spitzenmannschaft.

„Wir haben unter der Woche zu viele Fehler gemacht, und wenn du die anbietest, stehst du am Ende in der Champions League auf Rang 15 und zählst nicht zu den Top-Teams“, präzisierte der DFB-Kapitän am Samstag beim TV-Sender Sky. „Das heißt nicht, dass ich nicht davon überzeugt bin, dass wir wieder dahinkommen, wenn wir an den richtigen Stellschrauben ein bisserl drehen.“

Kein Top-Spiel für den FC Bayern, aber ein sehr wichtiges

Das Trainerteam der Bayern um Vincent Kompany scheint schon für die Partie in Freiburg einige dieser Stellschrauben identifiziert zu haben. Die Münchner boten den Breisgauern kaum etwas an, das Gegentor fiel nach einem Eckstoß. „Es war schon sehr viel Mentalität, wir hatten sicherlich Spiele, in denen wir besser gespielt haben. Aber der Sieg tut schon gut, vor allem die Art und Weise. Es ist ganz geil, so zu gewinnen“, freute sich Kimmich.

Joshua Kimmich schrie seine Freude über den Auswärtssieg des FC Bayern beim SC Freiburg heraus.

In die Annalen mag die Partie als simpler Arbeitssieg eingehen, an den man sich nicht lange erinnern braucht. Der ausgelassene Jubel der Spielertraube um Kimmich nach Abpfiff ließ erahnen, wie bedeutsam er dennoch war. „Es ist wichtig, zu verstehen, dass wir nicht jedes Spiel kontrollieren können, mit 80 Prozent Ballbesitz und zehn Riesentorchancen. Es sind auch mal Spiele wie heute, in denen du nur zwei, drei große Chancen hast, davon zwei machen musst und dann auch mal hinten alles wegverteidigen musst“, betonte Kimmich.

Sonderlob für den Auftritt von Bayern-Torschütze Harry Kane

Exemplarisch sei dabei der Auftritt von Harry Kane gewesen. Der Engländer erzielte sein erstes Tor aus dem Spiel heraus seit dem 11. Spieltag, für Kimmich stach aber vor allem der große Einsatz für die Mannschaft heraus. „Wenn ich sehe, was Harry für ein Spiel gemacht hat, nachdem er die letzten Wochen auf die Socken bekommen hat, der hat sich reingehauen, eine Gelbe abgeholt, ist zurückgerannt, das war eine herausragende Partie von ihm“, so der Mittelfeldmann, der in Freiburg zunächst als Rechtsverteidiger aushelfen musste.

„Was Harry heute fürs Team gemacht hat, das ist genau das, was wir brauchen. Es geht nicht darum, einen Hattrick zu machen, sondern als Truppe zusammenzustehen und das Ding zu ziehen.“

Umso wichtiger war es, weil Verfolger Bayer Leverkusen bei RB Leipzig nach 2:0-Führung nur ein Unentschieden einfuhr. Dadurch wuchs der Abstand an der Tabellenführung auf sechs Zähler an.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bahho Kara

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