Ex-BVB-Star will zwei Dortmunder Legenden in Liga von Gerard Piqué locken
VonAdrian Kühnel
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Barça- und Spanien-Ikone Gerard Piqué ist mit seiner Kings League inzwischen international unterwegs. Spielen bald weitere Ex-Dortmunder mit?
Dortmund/Paris – Die Kings League ist eine 7-gegen-7-Kleinfeldliga mit besonderen Regeln und Innovationen, die von Spanien- und Barça-Legende Gerard Piqué 2022 in Zusammenarbeit mit anderen Fußballpersönlichkeiten und Internet-Streamern gegründet wurde.
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Moritz Leitner spricht im Interview über die Kings League
Im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, spricht Moritz Leitner über die Besonderheiten der Kings League, ein mögliches Comeback beim TSV 1860 München und darüber, welche beiden Dortmunder Ex-Mitspieler er künftig gerne mit ihm in der Kleinfeldliga sehen würde.
Moritz, Du bist Teil der Kings League, spielst mit ERA Colonia bei der Kleinfeldliga mit. Was macht Dir dabei am meisten Spaß?
Dass man immer diese Eins-gegen-eins-, Zwei-gegen-zwei-, Drei-gegen-drei-, Vier-gegen-vier-Duelle hat. Beim Großfeldfußball waren das auch die Trainingseinheiten, die am meisten Spaß gemacht haben. Beim Kleinfeldfußball geht es immer hin und her, es geht immer zur Sache. Man hat viele Ballaktionen, viele Abschlüsse. Es ist intensiv, knackig und genau das, weshalb man als Kind angefangen hat, Fußball zu spielen.
Wenn Du Dich zwischen Kleinfeldfußball und Profifußball entscheiden müsstest: Was findest Du besser?
Also wir müssen die Kirche im Dorf lassen (lacht). Wenn jetzt Borussia Dortmund anrufen würde und ich nochmal im Signal Iduna Park auflaufen könnte, würde ich das machen. Oder wenn ich jetzt das Champions-League-Finale spielen dürfte, würde ich das vorziehen. Aber ansonsten ist es definitiv die Kings League. Dieses Projekt mit zwei internationalen Wettbewerben – dem Kings World Cup of Nations und Kings World Cup of Clubs – hast du nicht im Großfeldfußball, das ist einzigartig.
Wie kamst Du eigentlich dazu, in der Kings League mitzuspielen?
Der Kontakt mit Gerard Piqué hat sich dadurch ergeben, dass ich zuvor noch in einer anderen Kleinfeldliga gespielt habe. Gerard hat mich dann nach Mexiko zum ersten World Cup eingeladen. Ich hatte Gänsehaut, als ich gesehen habe, wie Eden Hazard von den Mexikanern aufgefressen worden ist. Da habe ich klipp und klar zu Gerard gesagt: „Mach alles Mögliche, damit ich morgen spielen kann!“ Er meinte dann: „Selber Schuld, du wolltest ja erstmal nur zuschauen.“ Von der Kings League brauchst du niemanden zu überzeugen. Wenn man mal in der Halle war, vor allem auch in Spanien, dann ist das eine andere Hausnummer.
Mit ERA Colonia haben Du und Dein Team sich für den Kings World Cup of Clubs in Paris qualifiziert. Wie sind Deine ersten Eindrücke vom Turnier?
Die Halle, die Fans – vor allem die Marokkaner – sind richtig geil. Das ist genau das, was ein internationales Projekt auszeichnet. Es ist Stolz dabei, Leidenschaft ist dabei. Wir haben das erste Spiel leider durch eine Fehlentscheidung, die gegen uns gelaufen ist, fragwürdig verloren. Aber wir sind „ready“ und wollen auf jeden Fall unsere Duftmarke hier hinterlassen.
Was ist für Dein Team beim Kings World Cup of Clubs noch möglich?
Im ersten Spiel waren wir definitiv die bessere Mannschaft, hätten auch verdient gewinnen müssen. Aber so ist das Format leider, so ist der Fußball. Wobei es bei diesem Format nochmal härter ist, wenn das Tor in der letzten Minute doppelt zählt. Deswegen ist in diesem Format immer alles möglich. Wir wollen natürlich unseren Stempel aufdrücken und in die nächste Runde kommen. Wir werden dafür Vollgas geben.
Wenn wir nochmal auf den Profifußball blicken: Dein Ex-Klub 1860 München hat mit Kevin Volland und Florian Niederlechner zwei prominente Namen zurückgeholt. Wie verfolgst Du das Geschehen bei den Löwen?
Ich war 13 Jahre bei den Löwen, das ist einer von zwei Vereinen, die ich immer im Auge habe. Ich weiß, wer da auftaucht, bin mit manchen mehr und mit anderen weniger in Kontakt. Mich freut es für den Verein, dass es mit Volland und Niederlechner um etwas gehen kann. Im Endeffekt heißt es dann, die Leistung auf den Platz zu bringen, das wünsche ich den Jungs.
Wenn die Löwen Dich nochmal anrufen würden, würdest Du dann ebenfalls zurückkehren?
Ich hatte meinen Austausch damals mit den Löwen, als noch andere Verantwortliche da waren. Man weiß nie, was in Zukunft passiert, aber dafür müsste erstmal ein Anruf kommen, damit ich mir Gedanken machen müsste.
Ein weiterer Deiner Ex-Klubs hat eine beachtliche Entwicklung in den letzten Monaten hingelegt und doch noch die Champions-League-Qualifikation erreicht. Wie blickst Du auf Borussia Dortmund?
Ich glaube, alle bei Schwarzgelb sind erleichtert, deswegen freut es mich einfach. Dieser Verein hat eine Strahlkraft, eine Gemeinschaft, dazu Fans und eine Familie um den BVB herum – das ist unfassbar! Ich bin da wirklich in was hineingewachsen. Wenn du einmal ein Teil davon warst, gehst du davon auch nicht mehr weg. Ich hoffe einfach, dass sie in der neuen Saison von Anfang an eine positive Geschichte schreiben.
Gibt es einen Deiner Ex-Mitspieler, den Du gerne künftig mit Dir gemeinsam in der Kings League sehen würdest?
Da gibt es einige, die ich gerne dabei hätte. Wenn wir von der Top-Form reden, wäre Marco (Reus; Anm. d. Red.) schon noch mal eine Hausnummer für dieses Format.
Mit Mats Hummels hat einer Deiner ehemaligen Teamkollegen nun seine Karriere beendet. Ihr galt bereits zu BVB-Zeiten als gute Freunde. Wie sieht es heute aus?
Ich bin mit Mats noch sehr oft im Austausch. Wenn er jetzt nach München zieht, werden wir uns öfters sehen. Wir werden wieder Padel spielen und weitere Dinge unternehmen. Wir haben es schon früher geliebt, Duelle auszuspielen, egal ob Fußball, Basketball, Tennis, Tischtennis oder Padel. Keiner von uns kann verlieren, wir mögen einfach diesen sportlichen Ehrgeiz. Da sind auch schon ein paar Schläger kaputtgegangen, aber das gehört dazu (lacht).
Mats ist unfassbar, ich habe den größten Respekt vor dem, was er abgeliefert hat. Ich wünsche ihm und seiner Familie einfach nur das Beste, er soll es jetzt genießen. Und dann erwarte ich ihn bei mir auf dem Padelplatz oder vielleicht sogar nochmal bei uns in der Kings League, wenn er Bock hat. Bei Mats ist alles möglich. Wenn er etwas sieht, worauf er Bock hat, dann macht er das einfach.