„Nicht mehr endlos“: Bayern-Boss über die Upamecano-Gespräche
VonPeter Grad
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Die Wasserstandsmeldungen zur Vertragssituation von Dayot Upamecano beim FC Bayern überschlagen sich derzeit in immer höherer Frequenz. Der Sportdirektor nimmt dazu Stellung.
München – Die Frage nach dem aktuellen Stand bei den Vertragsverhandlungen des FC Bayern mit seinem französischen Weltklasse-Innenverteidiger Dayot Upamecano quittierte Sportdirektor Christoph Freund auf der Spieltags-PK zur Mainz-Partie mit einem Lächeln. Zahlreiche Medien berichten derzeit von einem steigenden Druck auf die Verantwortlichen an der Säbener Straße, weil der 27-Jährige aufgrund seines im Sommer auslaufenden Kontrakts ab Januar auch Gespräche mit anderen Vereinen aufnehmen darf.
Besonders Real Madrid scheint erneut an einem ablösefreien FCB-Spieler interessiert zu sein. Den Österreicher scheint das – stellvertretend für die Position des Rekordmeisters – nicht aus der Ruhe zu bringen: „Es wird extrem viel geschrieben und berichtet: Einmal in die eine, einmal in die andere Richtung, mal hat er schon fast unterschrieben, dann ist er wieder weg. Es ist turbulent, was alles berichtet wird, aber es ist gar nicht so. Es sind wirklich gute Gespräche und es ist nicht kompliziert.“
Wichtige Entscheidung für Spieler und Verein
Die Rolle des ebenso bulligen wie technisch versierten Innenverteidigers für den FC Bayern ist dabei klar: „Upa ist ein Weltklasse-Verteidiger, der seit Monaten auf höchstem Level agiert und sich in einer super Verfassung befindet“, so Freund, der zum wiederholten Mal zu bedenken gibt: „Es ist für ihn eine wichtige, eine große Entscheidung und er ist für uns ein ganz wichtiger Spieler, einer der wichtigsten Transfers und deshalb gibt es intensive, aber immer sehr konstruktive Gespräche.“
Der 48-Jährige über die Fortdauer der Verhandlungen: „Wie schnell es dann gehen wird, dass eine Entscheidung fällt, kann ich jetzt nicht sagen, aber es wird sich nicht mehr endlos ziehen.“ In einer sehr vergleichbaren Situation in der vergangenen Spielzeit hat Alphonso Davies im Februar (2025) unterschrieben.
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Der Grund, warum es noch zu keiner Einigung gekommen ist, ist laut Freund in den „verschiedenen Ansätzen“ verankert, „wie es auch Upa schon gesagt hat, geht es nicht nur ums Geld. Es ist auch für ihn eine ganz wichtige Entscheidung. Er ist im besten Fußballalter und es fällt natürlich auch anderen Vereinen auf, dass er auf Weltklasse-Niveau spielt.“
Der Sportdirektor demonstriert dennoch weiterhin Optimismus: „ Aber er fühlt sich sehr wohl mit der Mannschaft, mit dem Trainer, mit dem gesamten Verein. Wir sprechen mit ihm und seinen Vertretern. Wie wir schon öfter gesagt haben, sind war da positiv, es ist nicht wichtig, ob es einen Tag früher oder später passiert – für uns ist es wichtig, dass es passiert.“
Auch Vincent Kompany wurde auf der PK zu seinen Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Vertragsgespräche gefragt, der FCB-Chefcoach gab eine für ihn typische Antwort: „Als Trainer hast du immer einen Einfluss und eine Rolle. Die Rollen sind aber gut verteilt. Meine ist in dieser Situation rein sportlich und auf die Entwicklung fokussiert. Und dass der Spieler das Gefühl hat, dass nicht alles gemischt wird: Leistung und Vertragssituation. Fußball muss Priorität bleiben – und das sind auch unsere Gespräche.“