Durchbruch im Upamecano-Poker? FC Bayern geht fest von Verlängerung aus
VonPeter Grad
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Max Eberl und Uli Hoeneß äußerten sich zuletzt sehr optimistisch über eine Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano bei Bayern. Folgt nun der Vollzug?
München – Seit vielen Monaten läuft an der Säbener Straße der Vertragspoker mit dem französischen Vizeweltmeister Dayot Upamecano. Schien es anfangs so, als sei die Vertragsverlängerung des 27-jährigen beim FC Bayern lediglich eine Formsache, überschlugen sich im Laufe der Zeit die Meldungen über wechselnde Szenarien.
Während der bullige Innenverteidiger unter FCB-Chefcoach Vincent Kompany zum unverzichtbaren Abwehrchef wurde, der seine Leichtsinnsfehler minimierte und fast durchgängig auf Top-Niveau performte, witterte die internationale Konkurrenz die Chance auf einen ablösefreien Deal. Nicht zuletzt Real Madrid, CL-Sieger Paris Saint-Germain und der FC Liverpool sollen großes Interesse an einer Verpflichtung im nächsten Sommer zeigen.
Vertragsverlängerungsgespräche zwischen Bayern und Upamecano vor dem Abschluss?
Währenddessen wurden die Gespräche mit den Verantwortlichen des Rekordmeisters weiter geführt. „Er ist einer der weltbesten Verteidiger. Wir wollen den Weg weitergehen, den wir mit ihm eingeschlagen haben und ihn in der Blüte seiner Karriere gern behalten. Er wäre für uns der interne Königstransfer“, so jüngst FCB-Sportvorstand Max Eberl gegenüber der SportBild. Am Wochenende ließ dann auch noch Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Sky-Gespräch aufhorchen: „Ich denke, dass der verlängert“.
Laut BBC, die als seriöse englische Quelle bekannt ist, basiert die Einschätzung des 73-Jährigen auf handfesten Fakten. Der FC Bayern soll insgesamt wieder fest davon ausgehen, dass Upamecano eine Verlängerung seines Kontraktes unterschreiben wird. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung stünden gar vor dem Abschluss.
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Eberl hatte im Sport–Bild-Gespräch betont, dass es dabei nicht hauptsächlich um finanzielle Aspekte gehen soll, sondern man Upamecano vor allem mit der sportlichen Perspektive überzeugen wolle. Dennoch dürfte der Franzose mit seiner Verlängerung einen finanziellen Sprung machen und künftig zu den Spitzenverdienern beim Rekordmeister gehören, wohl hinter den absoluten Topverdienern Harry Kane und Jamal Musiala. Zudem wird über ein üppiges Handgeld in der Größenordnung von wie bei Alphonso Davies spekuliert.
Laut BBC sollen die Bayern auch bei einem Verbleib von Upamecano auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger bleiben. Ibrahima Konaté (Liverpool), Marc Guehi (Crystal Palace) und Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) wurden zuletzt mit den Münchnern in Verbindung gebracht. Zusammenhängen soll dies mit der angeblich ungewissen Zukunft des Südkoreaners Minjae Kim, welcher derzeit hinter Upamecano und dem deutschen Nationalspieler Jonathan Tah die klare Nummer drei in der FCB-Innenverteidigung ist.