Vor DFB-Länderspiel

Bayern-Star Giulia Gwinn lüftet intimes Geheimnis

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Giulia Gwinn wird immer mehr zum Gesicht des deutschen Fußballs. Der Star des FC Bayern verrät nun ein brisantes Geheimnis.

München – Allzu lange ist die Leidenszeit von Giulia Gwinn nicht her. Erst seit gut einem halben Jahr mischt der Star des FC Bayern wieder aktiv auf dem Fußballplatz mit.

Ihr zweiter Kreuzbandriss im Oktober 2022 hatte Gwinn im Sommer 2023 die Teilnahme an der WM in Australien und Neuseeland gekostet. Anstatt auf dem Rasen in Auckland oder Sydney, war die 24-Jährige lediglich in den TV-Geräten als WM-Expertin im ZDF zu sehen. Nun aber marschiert Gwinn gehörig vorneweg – und wie!

Giulia Gwinn: Auf dem Weg zum Gesicht des deutschen Fußballs

Zuletzt hatte sich die Nationalspielerin des FC Bayern zudem medienwirksam zu ihren Aktivitäten auf Instagram geäußert. Dort hat Gwinn über 600.000 Follower, Tendenz steigend. „Ich bin keine Influencerin“, sagte sie dennoch im Mitgliedermagazin 51 der Bayern. „Ich möchte immer als Fußballerin gesehen werden“, so Gwinn weiter: „Dieses Drumherum ist lediglich eine schöne Sache.“

Dem sportlichen Erfolg ordnet Gwinn alles unter – und hat viel aus ihren beiden Kreuzbandrissen gelernt. „Ich habe mich in den langen Verletzungspausen sehr viel mit Dingen am Rande des Fußballs beschäftigt, beispielsweise mit Ernährung und mentaler Gesundheit“, verriet Gwinn zuletzt im kicker: „Auch damit versuche ich, das Beste für mich herauszuholen, um meinen Körper bestmöglich zu unterstützen.“

Giulia Gwinn will mit dem DFB-Team in der EM-Quali und bei Olympia erfolgreich sein.

Giulia Gwinn verrät brisantes Geheimnis

Sich selbst beschreibt Gwinn als „Perfektionistin“. Auch in Hinblick auf ihre Frisur. Für ihr Markenzeichen, ihren geflochtenen Zopf, benötigt sie nach eigener Aussage „lediglich fünf Minuten“. Allerdings: „Wenn er mir nicht passt, dann mache ich ihn noch mal neu. Das klingt jetzt vielleicht eitel“, sei aber nur dem Drang nach Perfektion geschuldet.

Diese gibt‘s auf dem Feld nicht, das weiß Gwinn auch. Dennoch strebt sie immer nach dem Optimum, will sich immer verbessern – und tut dies auch. Auffällig, nämlich, wie konstant stark die Außenverteidigerin nach ihrer zweiten schweren Verletzung zurückgekommen ist.

Popp, Putellas, Oberdorf: Das sind die besten Fußballerinnen der Welt

Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin.
Platz 1: Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin. © IMAGO/Jose Breton
Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt.
Platz 2: Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt. © IMAGO/Adam Davy
Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft und verhalf Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie.
Platz 3: Sam Kerr (29), Australien, FC Chelsea: Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft. Mit ihren Toren verhalf sie Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie. © IMAGO/JOEL CARRETT
Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale.
Platz 4: Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale. © IMAGO/Revierfoto
Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League.
Platz 5: Aitana Bonmati (25), Spanien, FC Barcelona: Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League. © IMAGO/Kim Price
Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei.
Platz 6: Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei. © IMAGO/Scott Barbour/Shutterstock
Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet.
Platz 7: Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet. © IMAGO/Lise Åserud
Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.
Platz 8: Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.  © IMAGO/Sydney Low
Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League.
Platz 9: Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League. © IMAGO/Francesco Scaccianoce/LiveMedia/Shutterstock
Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin.
Platz 10: Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin. © IMAGO/Isabel Infantes

Bayern-Star Giulia Gwinn drängt in Führungsrollen beim DFB-Team

In Abwesenheit einiger Führungsspieler im DFB-Team vor dem Auftakt in der EM-Qualifikation am Freitag (5.) in Österreich und am Dienstag (9.) gegen Island, bewirbt sich Gwinn so auch indirekt für eine neue Rolle. Sie will Führungsspielerin sein: „Ich möchte Verantwortung übernehmen und das auch verkörpern“, sagt der Bayern-Star.

Für die beiden kommenden Partien fehlen mit den verletzten Alexandra Popp und Marina Hegering zwei wichtige Spielerinnen in Sachen Persönlichkeit auf dem Rasen. Dieses Vakuum will Gwinn jetzt füllen. Sie wird die Kapitänsbinde tragen, wie der DFB am Donnerstag bekannt gab.

Name:Giulia Gwinn
Geburtsdatum:2. Juli 1999 (24 Jahre)
Verein:FC Bayern München (Vertrag bis 2025)
Position:Rechtsverteidigerin
Länderspiele (Tore):41 (7)

Medaille in Paris? Giulia Gwinn strebt im DFB-Trikot nach dem Maximum

Auffällig: Bei den letzten wichtigen Spielen marschierte Gwinn bereits vorneweg und schnappte sich bei Elfmetern die Kugel. „Da gehe ich voran, verstecke mich nicht. Wer sich wegduckt, bewirkt nichts“, sagt Gwinn. Generell helfe es dem Team, „wenn jüngere Spielerinnen Verantwortung übernehmen – neben dem Platz, aber vor allem auch im Spiel.“

Nach der verpassten WM ist Olympia in Paris im Sommer natürlich Gwinns großes Ziel. Mit Trainer Horst Hrubesch wollen die DFB-Damen dort eine Medaille mitbringen. Mit einer Giulia Gwinn in Topform dürfte dort alles möglich sein. (smk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Eibner/Screenshot/Instagram/@giuliagwinn

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