Giulia Gwinn zeigt Gefühle: Berührende Nachricht nach Frauen-EM-Ende
VonHenning Bräuninger
schließen
Giulia Gwinn wendet sich an Fans via Instagram. Persönliche Zeilen nach ihrer Knieverletzung und dem damit verbundenen EM-Aus.
München – Für Giulia Gwinn hätte die Frauenfußball-EM in der Schweiz ein Highlight ihrer Karriere werden sollen. Doch im Auftaktspiel gegen Polen erlitt die 26-jährige Kapitänin eine Innenbandverletzung im linken Knie – ihr EM-Traum zerplatzte. Auf Krücken und mit einer Schiene verließ sie am Tag danach das Team-Quartier in Zürich, begleitet von ihren Eltern, die versuchten, Trost zu spenden. Die Diagnose war klar: mehrere Wochen Pause. Ein herber Schlag für das DFB-Team, das nun bei den restlichen Spielen (Der Spielplan der DFB-Frauen) ohne eine seiner Führungsspielerinnen auskommen muss.
Fußballer, Fußballerinnen und nochmal Fußballer – die Partner unserer DFB-Stars bei der Frauen-EM
In einem emotionalen Instagram-Post teilte Gwinn ihre Gedanken und Gefühle mit ihren Fans. „Fußball, du lässt einen fliegen und manchmal auch ganz tief fallen“, schrieb sie. Ihre Worte spiegeln die Höhen und Tiefen wider, die der Sport mit sich bringt. Gwinn beschrieb, wie sie voller Stolz und Überzeugung in das Turnier gestartet war, nur um dann in Minuten ihre Träume zerfallen zu sehen. „Kapitänin beim EM-Auftakt, voller Stolz, voller Glaube und Überzeugung. So viel investiert, so groß geträumt. Und dann zerfällt alles in Minuten.“
Trotz der Enttäuschung lässt Gwinn den Kopf nicht hängen. Sie betonte ihre Entschlossenheit, weiterhin alles für das Team zu geben, auch wenn sie nur von außen unterstützen kann. „Das Ziel bleibt dasselbe. Jetzt heißt es: Energie bündeln, neu ausrichten und alles für dieses Team geben. Von außen. Für innen. Ganz oder gar nicht!“ Diese Worte unterstreichen ihren ungebrochenen Teamgeist und ihre Bereitschaft, ihre Mitspielerinnen zu motivieren, auch wenn sie selbst nicht auf dem Platz stehen kann.
Giulia Gwinn plant, zum dritten Gruppenspiel gegen Schweden zurückzukehren, um ihre Teamkolleginnen zu unterstützen. Bis dahin wird sie in München behandelt, wo der FC Bayern und der DFB alles tun, um sie so schnell wie möglich wieder fit zu machen. Die Unterstützung ihres Vereins und des Verbandes ist ihr sicher, und die Hoffnung bleibt, dass sie bald wieder auf dem Platz stehen kann. (hbr)