EM-Aus für DFB-Kapitänin Gwinn besiegelt – Schock-Diagnose bleibt aus
VonMaximilian Bohne
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Giulia Gwinn hat sich eine Innenbandverletzung im linken Knie zugezogen. Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich damit nicht.
Update vom 5. Juli 15:55 Uhr: Am Samstagnachmittag hat der Deutsche Fußball-Bund die Diagnose zur Verletzung von Giulia Gwinn bestätigt. Die Kapitänin der Frauen-Nationalmannschaft zog sich eine Innenbandverletzung im linken Knie zu. Dadurch wird Gwinn mehrere Wochen pausieren müssen und ihr persönliches EM-Aus ist traurige Gewissheit.
Dennoch ist die Diagnose in gewisser Weise erleichternd, weil mit einem weiteren Kreuzbandriss der absolute Worst Case ausblieb. Gwinn hatte sich schon 2020 und 2022 das Kreuzband gerissen.
Giuli fällt aus! 🥺💔
Unsere Kapitänin hat sich gestern im Spiel gegen Polen eine Innenbandverletzung am linken Knie zugezogen. Die Ausfallzeit beträgt voraussichtlich mehrere Wochen. Das weitere Vorgehen wird mit allen Beteiligten besprochen.
EM-Aus für DFB-Kapitänin Gwinn – Diagnose zur Verletzung
Erstmeldung: Zürich – Die Verletzung von Giulia Gwinn war das einzige, was den gelungenen deutschen Auftakt bei der Frauen-Europameisterschaft in der Schweiz überschattete. Während des 2:0-Erfolgs der DFB-Damen gegen Polen am Freitagabend hatte die 26-jährige Kapitänin unter Tränen ausgewechselt werden müssen, nachdem sie sich augenscheinlich (wieder) ernsthaft am Knie verletzt hatte.
Schock-Diagnose bleibt nach Gwinn-Verletzung bei Frauen-EM aus
Bei einer Grätsche blieb die Star-Spielerin des FC Bayern München mit dem linken Bein unglücklich im Rasen hängen und verzog sofort schmerzverzerrt das Gesicht. Nach einer kurzen Behandlungspause musste Gwinn aufhören und wurde von mehreren Betreuern vom Platz begleitet. Die schlimme Befürchtung war der Rechtsverteidigerin ins Gesicht geschrieben: Schon wieder eine schwere Knieverletzung. In ihrer noch jungen Karriere machte Gwinn schon zwei Kreuzbandrisse durch.
Erste Fotos vom Team-Hotel in Zürich nährten zunächst den Verdacht, dass die Knieverletzung wieder gravierend ist. Die Bild-Zeitung veröffentlichte am Samstagmittag einen Schnappschuss, der Gwinn vor dem Hotel mit einer großen Schiene am Knie und auf Krücken zeigt.
Später veröffentliche das Blatt erste Informationen zur Schwere der Verletzung. Demnach gebe es Grund zu erster Erleichterung, denn ein neuerlicher Kreuzbandriss konnte bei einer MRT-Untersuchung in Zürich wohl ausgeschlossen werden. Um welche Verletzung es sich genau handelt, bleibt weiter offen. Klar ist aber: Gwinn wird bei der EM nicht mehr auf dem Platz stehen können.
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DFB-Frauen wohl ohne Gwinn gegen Dänemark und Schweden
Ihre Teamkolleginnen müssen in der Gruppe C in den kommenden Tagen noch gegen Dänemark (8. Juli, 18 Uhr) und Schweden (12. Juli, 21 Uhr) ran. Die Aufgaben werden für die Mannschaft von Christian Wück in Abwesenheit der Kapitänin sicher nicht einfacher.
Auch der FC Bayern meldete sich nach dem Gwinn-Schock bereits zu Wort. Man werde die Spielerin mit allen Mitteln unterstützen, versprach Klub-Präsident Herbert Hainer. „Ich hoffe natürlich, dass die Verletzung nicht so schlimm ist“, sagte der 71-Jährige der Bild. „Was immer es auch ist: Giulia bekommt alle Unterstützung vom FC Bayern, wir werden alles Mögliche tun, damit sie so schnell wie möglich wieder auf dem Platz steht.“ (mbo)