VonLars Pollmannschließen
Manchester City schrammte haarscharf am Aus in der Champions League vorbei. Jetzt steht ein Hammerlos fest, es geht gegen den FC Bayern oder Real Madrid.
Manchester/Madrid/München – Nach 45 Minuten am letzten Spieltag der Ligaphase der Champions League stand Manchester City vor dem Aus. Hätte der Rückstand gegen den Club Brügge auch nach der zweiten Hälfte Bestand gehabt, wäre City als prominentestes Opfer dem neuen Modus der Königsklasse erlegen. Der Lohn des Comebacks gleicht einer Bestrafung: In der K.-o.-Runde vor dem Achtelfinale erwartet die Skyblues in jedem Fall eines der schwersten Lose.
Am Freitagmittag wird das britische Duo aus Manchester City und Celtic bei der Auslosung dem Gespann aus dem FC Bayern und Real Madrid zugeteilt. Während der deutsche Rekordmeister und der aktuelle Champions-League-Sieger auf ein Duell mit Celtic hoffen, steht für Manchester City und Startrainer Pep Guardiola eine Herkulesaufgabe bevor: Entweder trifft er auf seinen ehemaligen Verein Bayern oder auf den alten Rivalen aus seiner Zeit beim FC Barcelona.
Guardiola schickt dezente Kampfansage nach München und Madrid
Guardiola erklärte nach dem 3:1-Heimsieg gegen Brügge: „Auf Bayern München oder Real Madrid zu treffen, das wird wirklich schwierig. Sie sind in diesem Moment besser als wir, alle beide.“ Dennoch ließ der erfolgreiche Trainer eine optimistische Note anklingen. „Es geht in zwei Wochen los, bis dahin werden wir einige Spieler zurückbekommen, auch die Neuzugänge werden dabei sein. Wenn alle dabei sind, können wir mithalten“, sagte Guardiola.
Die Teilnehmer an den K.-o.-Runden dürfen bis zu drei Spieler nachnominieren, Manchester City hat im laufenden Transferfenster deutlich über 150 Millionen Euro investiert. Omar Marmoush kam von Eintracht Frankfurt, Abdukodir Khusanov von RC Lens und Vitor Reis von Palmeiras. Der englische Meister hofft zudem auf die Rückkehr der verletzten Spieler Nathan Aké, Oscar Bobb, Rúben Dias und Jérémy Doku. Nur Weltfußballer Rodri wird gewiss auch für die K.o.-Spiele gegen Bayern oder Real fehlen.
Bayern-Trainer Kompany war Guardiolas Kapitän bei Manchester City
Sollte Manchester City auf den FC Bayern treffen, käme es zu einem Wiedersehen zwischen Guardiola und seinem ehemaligen Kapitän Vincent Kompany, der unter Guardiola drei Meistertitel mit den Citizens feierte. Trotz der Freude über ein solches Wiedersehen könnte auch Kritik am belgischen Trainer des FC Bayern aufkommen.
Die Münchner verloren in der Ligaphase beim FC Barcelona, aber auch bei Aston Villa und PSV. Im letzten Gruppenspiel gegen das punktlose Slovan Bratislava setzte Vincent Kompany zunächst nicht die absolute A-Elf ein. Mit einem hohen Sieg hätte der FC Bayern möglicherweise Borussia Dortmund in der Tabelle überholen können. Der BVB trifft in der K.-o.-Runde auf Brügge oder Sporting, deutlich leichtere Gegner als Manchester City.
Ob das Glück mit den Bayern ist und als Gegner Celtic beschert, es somit zu einem weiteren Duell zwischen Manchester City und Real Madrid kommt, wird sich bei der Auslosung am Freitagmittag in Nyon entscheiden.
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