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Mathys Tel zieht viele Klubs an. Falls der Franzose den FC Bayern verlässt, könnten die Münchner eine beträchtliche Summe einnehmen.
München – Bei Max Eberl klingelt das Telefon seit einigen Tagen häufiger denn je. Der Sportvorstand des FC Bayern hat etliche Anfragen über einen Transfer von Mathys Tel zu bearbeiten, da der junge Stürmer seinen Abschied plant.
FC Bayern winkt womöglich viel Geld für Tel
Spätestens seit Eberl nach dem 3:1-Sieg im Champions-League-Spiel gegen Slovan Bratislava den Wechselwunsch bestätigt hat, nehmen die Spekulationen über einen Transfer von Tel Fahrt auf. Die Spur führt in die Premier League, wobei sich Tottenham Hotspur offenbar Chancen auf den Zuschlag ausrechnen darf.
Laut übereinstimmenden französischen Meldungen soll für den FC Bayern sogar eine große Ablösesumme herausspringen. Demnach herrsche mit den Spurs angeblich Einigkeit über einen Betrag in Höhe von 60 Millionen Euro, wie L‘Equipe und Le Parisien erfahren haben wollen. So viel Geld kassierte Borussia Dortmund, als Erling Haaland im Sommer 2022 per Ausstiegsklausel zu Manchester City wechselte.
Mit 60 Millionen Euro wäre Tel sogar der teuerste Abgang in der Geschichte des FC Bayern. Diesen Status teilen sich Matthijs de Ligt (2024 zu Manchester United), Lucas Hernández (2023 zu Paris St. Germain) und Robert Lewandowski (2022 zum FC Barcelona) mit jeweils 45 Millionen Euro. Eine womöglich entscheidende Anmerkung ließ jedoch Transfer-Insider Fabrizio Romano am Donnerstagnachmittag auf ‚X‘ verlauten. Demnach habe Tottenham den FC Bayern lediglich über die Bereitschaft informiert, 60 Millionen Euro zu zahlen. Das wäre etwas anderes als eine Einigung.
Wechselt Tel zu Timo Werner?
Ursprünglich hatte Sky Sport berichtet, Tottenham ziehe eine Leihe von Tel in Betracht. Mittlerweile will aber auch der Pay-TV-Sender von einer mündlichen Einigung zwischen den Klubs über ein Ablösepaket von 60 Millionen Euro fahren haben. Die Entscheidung liege bei Tel, der noch nicht wisse, ob er Bayern auf Leihbasis oder endgültig verlassen werde. Neben den Spurs seien Aston Villa und der FC Chelsea am 19-jährigen Stürmer interessiert.
Bei den Londonern, die Tabellenplatz 15 in der Premier League belegen, drückt in der Offensive seit Wochen der Schuh. Mit Timo Werner, Brennan Johnson, Wilson Odobert, Dominic Solanke und Richarlison fallen gleich fünf Angreifer aus. Cheftrainer Ange Postecoglou hatte den zeitweise kursierenden Spekulationen über einen Wechsel von Werner zu Eintracht Frankfurt daher den Riegel vorgeschoben. Ob ausgerechnet Tel die Probleme der Spurs lösen wird? Die Beantwortung dieser Frage bleibt abzuwarten.
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