VonChristopher Michelschließen
Es sieht nach einer Trennung zwischen Mathys Tel und dem FC Bayern München aus. Die Gedankenspiele werden von Sportvorstand Max Eberl bestätigt.
München - Es waren emotionale Bilder, als sich Mathys Tel nach Abpfiff vor der Südkurve des FC Bayern München verabschiedet hat. Der Franzose wollte lange Zeit beim deutschen Rekordmeister bleiben. In den vergangenen Tagen traf er allerdings die Entscheidung, den Klub zu verlassen. Daran änderte auch der überraschende Startelfeinsatz am letzten Champions League-Spieltag gegen Slovan Bratislava (3:1) nichts mehr.
Tel hat Eberl seinen Wechselwunsch mitgeteilt
Sportvorstand Max Eberl wurde in der Mixed Zone nach dem Sieg deutlich: „Wir haben im Dezember gesprochen, da hat Mathys gesagt, er will sich durchsetzen. Jetzt hat er gesagt, er würde gerne gehen. Jetzt müssen wir überlegen, ob wir’s tun und was wir tun.“ Sprich: fussball.news enthüllte am Montag exklusiv, dass sich Tel nicht mehr nur mit einem reinen Leihgeschäft beschäftigt.
Der 19-Jährige kann sich nach den vielen Enttäuschungen im vergangenen Halbjahr vorstellen, den Klub fest per Kaufoption oder Kaufpflicht oder gar sofort per Verkauf zu verlassen. Dies bestätigen inzwischen auch andere Medien. Eberl selbst hatte das nicht mehr ausgeschlossen:„Dann schauen wir, was wir hinbekommen.“ Seine Meinung über Tel habe sich nicht geändert: „Er hatte zuletzt nicht die Leichtigkeit, den Esprit. Wir müssen schauen, was für alle das Beste ist.“
Halb Europa jagt Tel
Dennoch hätte es der Sportvorstand gerne gesehen, dass sich der Franzose weiterhin beim FC Bayern durchbeißt. Doch nun stehen die Zeichen auf Trennung. Es gebe „kein böses Blut“, wie Eberl betonte. Wo landet Tel in seinem nächsten Schritt? Es sei „ganz selten“ vorgekommen, dass sich so viele Klubs gemeldet hätten. Halb Europa jagt den Stürmer, der in seiner bisherigen Karriere nicht über die Rolle als Einwechselspieler hinauskam. Das Kapitel FC Bayern, es nähert sich trotz eines bis 2029 laufenden Vertrags (vorerst) dem Ende zu.
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