VonMarius Eppschließen
Nächste Station der Abschiedstournee von Thomas Tuchel: der 1. FC Heidenheim. Vor dem Spiel gibt es keine guten Neuigkeiten – der Bayern-Trainer schiebt Frust.
- FC Bayern: Pressekonferenz mit Thomas Tuchel an der Säbener Straße | Freitag, 11.30 Uhr
- „Nicht gut“: Tuchel schlägt Alarm und verkündet fünf Ausfälle
- Pavlovic liegt schon wieder „komplett flach“ – Frustrierter Tuchel hadert mit Ausfällen
- Dieser Live-Ticker wird laufend aktualisiert.
12.03 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.
11.53 Uhr: „Sie wirken frustriert“, bescheinigt ein Reporter und fragt nach Tuchels Gefühlswelt – der schüttet daraufhin sein Herz aus: „Ich wollte jetzt gar nicht frustriert wirken, aber okay. Klar, wir wünschen uns diesen Konkurrenzkampf und die Qualität im Training. Ich bin mega unzufrieden mit mir selber und der Art, wie wir leider wieder spielen. Ich dachte, wir sind darüber hinweg und machen den Schritt zurück nicht mehr. Ich weiß, dass manche Dinge nicht so laufen, wie man das möchte. Wir machen einfach weiter und haben wieder versucht, die Mannschaft zu pushen. Egal, wie stark der Gegenwind ist. Dann erwarte ich von mir die beste Einstellung und Vorbereitung auf das Spiel. So frustrierend die Saison auch für mich und uns war, es gibt da noch ein Ziel: Nach Wembley zu fahren. Wir sind im Viertelfinale, so viele Schritte sind das nicht mehr. Wir müssen alles tun, um dieses Ziel zu erreichen. Dem wird aktuell alles untergeordnet. Wir dürfen keinen Prozent nachlassen – das kann ich für mich komplett ausschließen. Wenn das so gewirkt hat, dann ist das so. Wir sind extrem unzufrieden mit der gesamten Situation. Aber wir werden nicht aufhören, das, was möglich ist, rauszuquetschen“, gibt sich Tuchel kämpferisch.
11.51 Uhr: Der FCB-Coach geht nochmal genauer auf die Verletzungen von Sané und Coman ein. „Bei Leroy ist das Schambein das Hauptproblem. Bei Kingsley ist es die Muskulatur, die Probleme macht. Wir hatten erst die Befürchtung, dass es etwas Strukturelles ist. Das ist es zum Glück nicht.“
11.50 Uhr: Tuchel schwärmt von Bayerns drittem Torhüter Daniel Peretz: „Top Junge, top Mentalität. Er ist am Trainieren wie ein Wahnsinniger, egal zu welcher Uhrzeit. Wenn Sie aufs Trainingsgelände kommen, steht er schon draußen. Er hat immer ein Lachen im Gesicht, ein fantastischer Junge. Er ist zufrieden, wir sind zufrieden.“
Pavlovic liegt schon wieder „komplett flach“ – Frustrierter Tuchel hadert mit Ausfällen
11.48 Uhr: „Er war schon zurück im Training, hat sich dann aber einen Infekt eingefangen und liegt komplett flach“, sagt Tuchel über Aleksandar Pavlovic. Die erneuten Ausfälle frustrieren ihn sichtlich. „Wenn ich drauf schaue, wer schon wieder raus ist – da kann ich Sie nur an die PK vor dem Darmstadt-Spiel erinnern. Da habe ich gesagt: Okay, wir sind 19 Profis im Training, die Qualität ist komplett eine andere. Die Stimmung ist komplett eine andere. Jetzt sind wir wieder ein bisschen zurück auf Start. Wir haben fünf potenzielle Starter verletzt. Konkurrenz aufzubauen ist da schwer. Die Saison ist zu verrückt, die Verletztensituation ist zu verrückt. Ich hatte schon ein paar Ideen, was wir gegen Arsenal taktisch ausprobieren können. Aber es fehlen die ganze Zeit Spieler, die in diesen Planungen eine wichtige Rolle gespielt hätten“, zieht Tuchel ein resigniertes Fazit.
11.44 Uhr: Sieht Tuchel Matthijs de Ligt wieder auf dem Weg zum Abwehrchef? „Er hat gut gespielt. Ich war sehr zufrieden mit ihm. Wir hatten auch sehr gute Spiele mit Minjae und Upa. Die Entscheidung für morgen ist noch nicht gefallen. Matthijs stand am Samstag auch auf dem Platz und wir waren mit allen nicht zufrieden. Wir haben vier starke Innenverteidiger und werden von Spiel zu Spiel entscheiden, wer auf dem Platz stehen wird.“ Ein „Ja“ auf die Frage hört sich anders an – de Ligt muss einen Bankplatz gegen Heidenheim fürchten.
11.43 Uhr: Tuchel lobt Sven Ulreich, der gegen Heidenheim wieder spielen wird: „Er macht es sehr, sehr gut. Ulle ist sehr verlässlich. Seine Erfahrung und seine Freundschaft zu Manu hilft ihm und uns. Die beiden wünschen sich nur das Beste.“
Tuchel fordert Grundtugenden von seinen Bayern-Stars: „Einiges vermissen lassen“
11.41 Uhr: Der Bayern-Coach zum Heidenheim-Spiel: „Wir müssen eine Reaktion zeigen. Wir müssen uns nochmal straffen, nochmal strecken. Wichtig ist es, zu gewinnen. Morgen erwartet uns David gegen Goliath. Es ist ein emotionales Stadion und eine Mannschaft, die absolut nichts zu verlieren hat.“
11.39 Uhr: Tuchel fasst die aktuelle Situation nochmal zusammen und macht deutlich, wie unzufrieden er mit seinen Spielern ist. „Wir sind alle tierisch genervt von den letzten Wochen. Der Anspruch sollte sein, genug Wut im Bauch zu haben, um die Dinge geradezurücken. Welche Verbissenheit zeigen wir, welche Mentalität zeigen wir?“, appelliert der Bayern-Trainer. Gegen Dortmund habe seine Mannschaft „einiges vermissen lassen“. Tuchel fordert die Grundtugenden. „Haben wir die Mentalität für 90 Minuten auf den Platz gebracht? Mit Sicherheit nicht. Deshalb haben wir da mit uns selbst Rechnungen auf. Wir spielen eigentlich immer gegen uns. Wenn wir unser Level erreichen, sind wir eine sehr starke Mannschaft.“
11.35 Uhr: „Wir haben etwas gutzumachen von letzter Woche. Für uns selber. Wir müssen die beste Version von uns zeigen“, betont Tuchel.
„Nicht gut“: Tuchel schlägt Alarm und verkündet fünf Ausfälle
11.31 Uhr: Die erste Frage dreht sich um das Personal. „Nicht gut“ sehe es laut Tuchel aus. „Manu ist raus, Leroy ist nicht im Kader, Kingsley ist nicht im Kader“, sagt der Trainer. Auch Pavlovic und Mazraoui sind für das Heidenheim-Spiel nicht verfügbar. Raphael Guerreiro steht dagegen im Kader. „Das Problem ist, dass keiner der Fünf (Spieler die ausfallen, Anm. d. Red.) für Dienstag geschont wird. Sie sind nicht im Kader, weil es einfach nicht geht. Wir müssen bis Montag warten.“ Klar wird dadurch: Die Bayern müssen auch für das Spiel gegen Arsenal mit Ausfällen rechnen.
11.30 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.
Update vom 5. April, 11.26 Uhr: In wenigen Minuten beginnt der Pressetalk mit Thomas Tuchel an der Säbener Straße. Dranbleiben!
FC Bayern schreibt Meisterschaft ab – was geht noch in diesern Saison?
Erstmeldung vom 5. April: München – Ernüchterung machte sich an der Säbener Straße nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund breit. Die Mannschaft von Thomas Tuchel konnte nicht an den Aufwärtstrend vor der Länderspielpause anknüpfen – sondern fiel durch die schwache Leistung wieder in ein kleines Loch.
Die Meisterschaft haben sowohl Tuchel als auch Thomas Müller abgeschrieben, 13 Punkte beträgt der Abstand zu Tabellenführer Leverkusen. Gegen den 1. FC Heidenheim geht es vor allem darum, sich wieder ein Momentum für das wichtige Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Arsenal zu erarbeiten.
Leroy Sané ist weiterhin nicht richtig fit: Fällt der Bayern-Star in Heidenheim aus?
Bangen müssen die Münchner in diesen Tagen um Leroy Sané. Der Linksfuß befindet sich nicht nur in einer Formkrise, sondern plagt sich seit Längerem mit Knie- und Leistenproblemen herum. Die Trainingswoche vor dem Heidenheim-Spiel konnte er nur stark eingeschränkt bestreiten, ein Einsatz am Samstag erscheint unwahrscheinlich.
Auch Kingsley Coman bereitete sich individuell auf das Heidenheim-Spiel vor. Manuel Neuer will im Countdown auf das Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Arsenal kein Risiko eingehen.
Neuer will kein Risiko eingehen: Ulreich wohl gegen Heidenheim im Bayern-Tor
Der 38-Jährige drehte am Donnerstag der Bild zufolge auf dem Weg zum Comeback erneut Laufrunden. Trainer Thomas Tuchel kann an diesem Freitag bei der obligatorischen Pressekonferenz (11.30 Uhr) mitteilen, wie er mit Neuer plant.
Neuer hatte sich bei der Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss in den Adduktoren zugezogen und deshalb auch den Bundesliga-Klassiker am Samstag gegen Borussia Dortmund (0:2) verpasst. Bei der letzten Titelchance in der Königsklasse, in der am Dienstag das Viertelfinal-Hinspiel in London ansteht, will Neuer unbedingt dabei sein. Zur Not würde er auf einen Einsatz in Heidenheim verzichten, wenn dieser das Mitwirken gegen den FC Arsenal gefährden würde. (epp/dpa)
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